22-3019

Organisierte Kriminalität in Farmsen Berne Auskunftsersuchen vom 28.01.2026

Anfrage gem. § 27 BezVG

Sachverhalt

Am Abend des 21. September 2025 wurden mehrere Schüsse auf die Fenster von zwei Friseurgeschäften im Stadtteil Farmsen-Berne abgegeben. Schussabgaben auf Geschäftsgebäude werden in der öffentlichen Berichterstattung regelmäßig mit Strukturen der organisierten Kriminalität in Verbindung gebracht.

Parallel dazu ist im Umfeld des U-Bahnhofs Farmsen in den vergangenen zwei Jahren ein deutlicher Anstieg von Einsätzen der Polizei und der Rettungskräfte zu verzeichnen. Zudem kam es in den vergangenen Jahren wiederholt zu Schusswaffengebrauch im näheren Umfeld, unter anderem am Pulverhof im Jahr 2023 sowie am Bullskamp im Jahr 2025.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob es sich bei den aktuellen Vorfällen um isolierte Taten handelt oder ob strukturelle kriminalitätsbelastete Entwicklungen im Stadtteil Farmsen-Berne vorliegen.

Dies vorausgeschickt fragen wir:

  1. Wie ist der aktuelle Ermittlungsstand zu den Schüssen auf die Friseurgeschäfte in Farmsen Berne vom 21. September 2025?
  2. Handelt es sich bei den betroffenen Geschäften um klassische Friseurgeschäfte oder um sogenannte Barbershops?
  1. Waren die betroffenen Geschäfte in der Vergangenheit bereits Gegenstand polizeilicher oder staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen?

    - Falls ja, in welchen Jahren und mit welchem jeweiligen Ermittlungsanlass?

    - Falls nein, welche Erkenntnisse liegen der Behörde für Inneres und Sport
    zu den Geschäften vor?
  1. Gibt es Erkenntnisse darüber ob zwischen den betroffenen Friseurgeschäften und den Taten über die reine Rolle als Tatobjekt hinaus Zusammennge bestehen,etwa in Bezug auf Betreiberstrukturen oder personelle Verflechtungen der Verantwortlichen?
  1. Gabe es nach dem Zeugenaufruf Hinweise aus der Bevölkerung? Falls ja: Waren diese Hinweise sachdienlich? Falls nein: Wie erklärt sich die BIS das Ausbleiben von Hinweisen?
  1. Im Umfeld des U-Bahnhofs Farmsen, der sowohl ein stark frequentierter Verkehrsknotenpunkt im ÖPNV als auch ein regelmäßiger Treffpunkt Jugendlicher ist, wird öffentlich und regelmäßig Cannabis konsumiert.
    Bestehen Erkenntnisse oder Verdachtsmomente, dass die Tat im Zusammenhang mit legalen oder illegalen Rauschmitteln bzw. deren Vertrieb steht?
Anhänge

keine Anlage/n

Lokalisation Beta
Farmsen - Berne Am Pulverhof Bullskamp

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