Gleichstellung Rahlstedts beim Winterdienst auf Radwegen - Ausweitung der Schneeräumung und Glättebekämpfung Interfraktioneller Antrag der SPD-Fraktion, der Fraktion Die Grünen und der FDP-Fraktion
Letzte Beratung: 14.01.2026 Regionalausschuss Rahlstedt Ö 6.7
Der Radverkehr ist ein zentraler Baustein der Hamburger Mobilitätswende und gewinnt auch in den äußeren Stadtteilen – insbesondere in Rahlstedt – zunehmend an Bedeutung. Gerade im Winter zeigt sich jedoch eine deutliche Ungleichbehand-lung innerhalb des Bezirks Wandsbek und im Vergleich zu anderen Teilen der Stadt Hamburg.
Im Geoportal der Stadt Hamburg ist ersichtlich, dass zahlreiche Radwege in Rahlstedt sowie in weiteren Randlagen des Bezirks nicht zu den im Winterdienst berücksichtigten Strecken gehören. Diese Wege sind dort grün markiert (siehe Anlage) und werden bei Schnee- und Eisglätte regelmäßig nicht geräumt. In weiten Teilen der innerstädtischen Bereiche hingegen erfolgt eine verlässliche Räumung der Radverkehrsanlagen, zumindest sind diese im Geoportal theoretisch dafür vorgesehen.
Diese Praxis führt zu mehreren Problemen: Radfahrende in Rahlstedt sind im Winter erheblichen Sicherheitsrisiken ausgesetzt. Außerdem wird der Radverkehr saisonal unattraktiv gemacht, obwohl er politisch ausdrücklich gestärkt werden soll. Und zusätzlich entsteht der Eindruck einer strukturellen Benachteiligung der äußeren Stadtteile gegenüber dem innerstädtischen Raum.
Gerade vor dem Hintergrund steigender Energiepreise, klimapolitischer Zielset-zungen und der Förderung nachhaltiger Mobilität ist es nicht nachvollziehbar, dass der Winterdienst auf Radwegen räumlich so ungleich verteilt ist. Wer das Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel stärken will, muss auch im Winter für sichere und verlässliche Bedingungen sorgen – und zwar stadtweit. Eine sichere Radinfrastruktur darf nicht an den Stadtgrenzen der inneren Bezirke enden. Auch in Rahlstedt muss Radfahren ganzjährig möglich und sicher sein. Eine Ausweitung des Winterdienstes auf Radwegen ist daher ein notwendiger Schritt für mehr Verkehrssicherheit, Klimaschutz und Gleichbehandlung aller Stadtteile.
Vor diesem Hintergrund möge der Regionalausschuss folgende Empfehlung für die Bezirksversammlung beschließen:
Kartenauszug
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