Erreichbarkeit des Nordens von Poppenbüttel und der nördlichen Walddörfer mit dem Bus auch nachts durchgehend sicherstellen Antrag der CDU-Fraktion
Letzte Beratung: 18.06.2026 Ausschuss für Mobilität Ö 5.4
In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag bietet die Buslinie 276 vom S-Bahnhof Poppenbüttel zum U-Bahnhof Ohlstedt (über den Norden von Poppenbüttel sowie durch Lemsahl-Mellingstedt und Duvenstedt) ein durchgehendes Busangebot im Takt von 60 Minuten in beiden Richtungen an.
Anders stellt sich die Situation in den Nächten von Sonntag auf Montag bis Donnerstag auf Freitag dar:
Vom S-Bahnhof Poppenbüttel in Richtung Ohlstedt fährt der letzte Bus um 0:40 Uhr und der erste Bus erst wieder um 4:56 Uhr. Vom U-Bahnhof Ohlstedt in Richtung Poppenbüttel fährt der letzte Bus um 0:11 Uhr und der erste Bus erst wieder um 4:40 Uhr. Entsprechend gibt es in diesen Nächten für knapp 3,5 Stunden keinerlei ÖPNV-Angebot in diesem großen Gebiet.
Es gibt zwar in diesen Nächten in Hamburg generell ein Nachtbusangebot, dieses endet von der City kommend aber am S-Bahnhof Poppenbüttel. Somit sind der Norden von Poppenbüttel und die nördlichen Walddörfer nicht ausreichend und durchgehend per Busverbindungen angebunden.
Die Buslinie 276 übernimmt für den Norden Poppenbüttels sowie die Stadtteile Lemsahl-Mellingstedt, Duvenstedt und Wohldorf-Ohlstedt eine zentrale Erschließungsfunktion und stellt die Anbindung an das Schnellbahnnetz sicher. Während das Hamburger Nachtverkehrsnetz den S-Bahnhof Poppenbüttel auch in den Werktagsnächten erreicht, endet die Erreichbarkeit der genannten Stadtteile mit dem öffentlichen Linienverkehr dort für mehrere Stunden.
Dieser Zustand ist unhaltbar für Arbeitnehmer im Schichtbetrieb sowie für Bürger, die früh am Flughafen oder am Hauptbahnhof sein müssen oder dort spät ankommen und ihr Ziel im Norden von Poppenbüttel oder den nördlichen Walddörfern erreichen wollen.
Gerade die Außenstadtteile dürfen bei der Weiterentwicklung des Hamburger Nahverkehrs nicht ins Hintertreffen geraten. Eine funktionierende und bedarfsgerechte Verkehrsinfrastruktur muss sich an den tatsächlichen Mobilitätsbedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientieren und darf nicht an den Stadtteilgrenzen des Hamburger Nordostens enden.
Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung Wandsbek beschließen:
Die zuständige Fachbehörde und der HVV werden gebeten:
Nachtnetz HVV (Urheber: HVV)
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.