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Defibrillatoren in Wandsbek endlich flächendeckend verfügbar machen - Umsetzung der bisherigen Beschlüsse sichern Debattenantrag der CDU-Fraktion

Antrag

Letzte Beratung: 02.07.2026 Bezirksversammlung Wandsbek Ö 4.1

Sachverhalt

Defibrillatoren sind lebensnotwendig, weil sie bei einem plötzlichen Herzstillstand die einzige unmittelbare Möglichkeit bieten, den Herzrhythmus wiederherzustellen, bevor der Rettungsdienst eintrifft. Die Überlebenschance sinkt schon nach wenigen Minuten deutlich. Schnelle Defibrillation durch Laien kann das Überleben messbar verbessern. Sie sind zudem für den Einsatz durch Laien konzipiert und führen imNotfall mit klaren Anweisungen durch die Anwendung.

Die bisherigen Anträge der CDU-Fraktion und die darauf erfolgten Beratungen in der Bezirksversammlung haben gezeigt, dass grundsätzlich Handlungsbedarf besteht. Zugleich hat die Bezirksamtsantwort deutlich gemacht, dass einzelne Standorte zwar möglich erscheinen, die Umsetzung aber noch nicht ausreichend vorangekommen ist. Angesichts der lebensrettenden Bedeutung von Defibrillatoren ist es erforderlich, die bisherigen Beschlüsse nun konsequent in die Praxis zu überführen.

Die bisherigen Anträge haben wiederholt und eindeutig auf Versorgungslücken im Bezirk Wandsbek mit automatisierten externen Defibrillatoren (AED) hingewiesen und konkrete Standorte vorgeschlagen; das Bezirksamt hat in der Drucksache 21 4646 die Machbarkeit einzelner Standorte bestätigt, gleichzeitig aber auf Prüf , Finanzierungs und Wartungsfragen hingewiesen, die bislang nicht abschließend geklärt wurden. Eine bloße Prüfung ohne verbindliche Zeitplanung führt nicht zur Verbesserung der Notfallversorgung; dabei entscheiden Minuten über Leben und Tod. Daher ist es erforderlich, die bestehenden Beschlüsse jetzt verbindlich umzusetzen und die Verantwortlichkeiten transparent zu machen.

Dabei ist nicht allein die Anzahl der vorhandenen Geräte entscheidend. Ebenso relevant ist, ob Defibrillatoren im Notfall tatsächlich erreichbar sind. Viele AED befinden sich in Gebäuden und stehen außerhalb der Öffnungszeiten nicht zur Verfügung. Für eine wirksame Notfallversorgung ist daher insbesondere die tatsächliche Zugänglichkeit der Geräte von Bedeutung.

Die in der Vergangenheit angeführten Wartungs- und Betriebsfragen sind durch moderne AED-Systeme sowie etablierte Servicekonzepte heute deutlich einfacher zu lösen als noch vor einigen Jahren.

Die CDU Fraktion nimmt Bezug auf ihre früheren, z.T. auch interfraktionellen, Anträge und die dazu ergangenen Antworten des Bezirksamts sowie die Beschlüsse des Ausschusses für Soziales zur besseren Ausstattung des öffentlichen Raums mit AEDs. Insbesondere werden die Drucksachen 21 6090 sowie die in Folge verfasste Bezirksamtsantwort Drucksache 21-7947 herangezogen.

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung Wandsbek beschließen:

Petitum/Beschluss

Das Bezirksamt wird gebeten,

  1. den Gesamtbestand aller öffentlich zugänglichen automatisierten externen Defibrillatoren (AED) im Bezirk Wandsbek zu ermitteln und tabellarisch darzustellen, inklusive Standort, Zugänglichkeit (24/7 ja/nein, ggf. bestehende Zugangsbeschränkungen), und Verantwortlichkeit für Wartung/Prüfung.
  1. r die in den bisherigen Drucksachen benannten Orte (u. a. Wandsbeker Marktplatz, UBahnAufzüge, Sportstätten) den aktuellen Umsetzungsstand mit Angabe offener Maßnahmenpunkte, Hindernissen (z. B. Zuständigkeiten, Finanzbedarf, technische Anforderungen für OutdoorStandorte) und Zielterminen vorzulegen.
  1. einen verbindlichen Zeit und Maßnahmenplan (Kurzfristig 12 Monate / mittelfristig 24 Monate) vorzulegen, der die pro Jahr zu beschaffenden oder zu verlegenden Geräte, die Finanzierung (Haushalt, Förderprogramme, Sponsorings), und die Zuständigkeiten für Beschaffung, Installation und Wartung benennt.
  1. alle öffentlichen Geräte an die entsprechenden Karten/NotfallApps zu melden.
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