Die Verwaltung erläutert, dass eine Nachtrags-Tagesordnung ausliege, da zu den TOP`s 5 und 10.2. erst am Sitzungstag die Freigabe der fachlichen Stellungnahme erfolgt sei. In ALLRIS sei die Politikmappe entsprechend aktualisiert.
Die Tagesordnung wird einvernehmlich beschlossen.
Der Vertreter von SuedKultur berichtet, dass es am 10.12.2025 ein Treffen zum Austausch über die finale Flächennutzung des Karstadtgebäudes und die Integration von Flächen zur soziokulturellen Nutzung stattfinden werde.
Des Weiteren wird der Ausschuss darüber informiert, dass die Eventlocation „Speicher“ am Kaufhauskanal vor kurzem mit dem Hinweis auf brandschutzrechtliche Bestimmungen geschlossen wurde. Dies sei für die Pächter fatal, da dies kurz vor dem Weihnachtsgeschäft geschehe, wo die Örtlichkeit für zahlreiche Firmenfeiern und anderen Veranstaltungen zahlreiche Buchungen hatte und nun deren wirtschaftliche Existenz gefährdet sei. Hier unterstütze SuedKultur den Betreiber bei Gesprächen mit der Verwaltung, um ggf. temporäre Übergangslösungen zum Weiterbetrieb zu erreichen.
Die Vertreter von Hamburg Marketing e.V. berichten im Rahmen einer Präsentation (siehe Anhang zu diesem TOP der Niederschrift) über das diesjährige Event „Sommer im Park“ und über die geplante nächstjährige Durchführung vom 21.-26.07.2026. Neben einem Rückblick auf das diesjährige Programm, den durchgeführten Marketingmaßnahmen, der Aufzählung der Projektpartner sowie der Darstellung der finanziellen Ausgangslage konzentriert sich die Diskussion auf die größtenteils bekannten Herausforderungen des Veranstaltungsortes. Diese seien:
• die - besonders bei Regen - schwierigen Bodenverhältnisse,
• die diesjährig sehr kurzfristigen Auflagen der Sondernutzungsgenehmigung, wie die Verlegung von Bodenplatten,
• die Wasser- und Stromversorgung, welche nach dem diesjährigen Brand beim HSC aufwendiger und kostenintensiver sei,
• die Auflage der stündlich vorzunehmenden Lautstärkemessung,
• die gestiegenen Erwartungshaltungen seitens des Publikums sowie die Forderung nach einer parkübergreifenden Beschilderung sowie
• die starke Kostensteigerung in allen Bereichen
In Bezug auf die Lärmmessungen verweist die Verwaltung auf Auflagen des Bundes-Emissionsschutzgesetzes sowie auf die von der Bezirksversammlung beschlossen Auflagen. Sie erwähnt darauf, dass im Beschlussgremium, welches die Bedingung der Sondergenehmigungen verabschiede, alle Fraktionen vertreten seien. Eine zeitnahe Beschlussfassung sei für den Veranstaltungsablauf stets hilfreich.
Auf Bitten der Ausschussmitglieder sagen die Referenten eine genauere Aufschlüsselung der Personalkosten zu, was u.a. auch die Bereiche Sicherheit und Rettungskräfte beträfe.
Auf Nachfragen aus dem Ausschuss in Bezug auf die kurzfristige Benennung der Auflagen für die Sondernutzung berichtet die Verwaltung, dass es dafür demnächst u.a. ein Gespräch mit der entsprechenden Abteilung und Harburg Marketing gäbe. Die Abteilung Sondernutzung trage die Rückmeldungen aus allen Fachämtern und Dritten wie z.B. der Polizei und Feuerwehr zusammen. Nachdem im vergangenen Jahr nach der Veranstaltung Schäden der Rasenflächen festgestellt wurden, sei dies vermutlich im diesjährigen Genehmigungsprozess erstmals als Problem aufgetreten. Da die Veranstaltung in einem Gartendenkmal agiere, gelte es einen Ausgleich zu finden, der auch die Interessen des Schutzes der dortigen Grünfläche berücksichtige.
Abschließend zeigten die Referenten auch die positiven Entwicklungen auf, wie die deutlich gestiegenen Teilnehmerzahlen in den vergangenen Jahren, die hohe Nachfrage von KünstlerInnen und Bands nach Auftritten und der Umstand, dass sich das Fest zu einem etablierten Event im Harburger Veranstaltungskalender entwickelt habe.
Der Ausschuss bedankt sich für die Vorstellung.
Die Auskunftsperson am antikyno e.V., der das Miskatonic-Theater betreibt, welches übergangsweise in der Sternschanze eingezogen war, am Sonntag seine letzte Veranstaltung dort durchführt. Nach dem Brand in der früheren Location in der Buxtehuder Straße habe man sich entschlossen, den dortigen Mietvertrag zu kündigen, weil nicht absehbar sein, wann die Ermittlungen abgeschlossen und die Sanierung eingeleitet werde. Dies sei bedauerlich, da man eine engagierte deutschlandweite Fanszene habe und auch Mobiliarspenden erhalten habe. Man habe ein mehrheitlich anreisendes, Publikum aus ganz Deutschland, so dass eine Nähe zu einem Bahnhof präferiert werde.
Momentan stehe man vor dem Problem, dass man keine passende Räumlichkeit finde. Man benötige eine idealerweise Räumlichkeit zwischen 100-150 m², bevorzugt mit WC - und nach Möglichkeit zur exklusiven Nutzung, da man eigenes technisches Equipment auch vor Ort abschließen müsste. Man habe bislang Räumlichkeiten mit 70 Plätzen bespielt, jedoch auch Mobiliar für mehr Plätze gespendet bekommen. Auf Nachfrage betont die Auskunftsperson die Verbundenheit zum Bezirk Harburg. Man habe auf die einleitende Frage der Sprinkenhof, ob das Miskatonic sich nicht nördlich der Elbe ansiedeln wolle, explizit seinen Wunsch nach dem Verbleib in Harburg geäußert. Man habe ein Tonstudio in Eißendorf, in dem Hörspielproduktionen betrieben werden.
Es wird berichtet, dass über Dritte eine etwaige Nutzungsmöglichkeit in Räumlichen des ehemaligen Karstadt-Gebäude in Aussicht gestellt worden sei und es hierzu ein Gespräch mit Sprinkenhof gegeben habe. Nach diesem sei von Sprinkenhof rückgekoppelt worden, dass alle Flächen im Karstadt-Gebäude vermietet wären. Aus dem Ausschuss wird über diese Aussage von Sprinkenhof Unverständnis geäußert, da bei der gemeinsamen Sitzung des Stadtentwicklungs- und des Kulturausschusses am 24.11.2025 Gegensätzliches berichtet worden sei. Die Verwaltung sagt zu, hier um eine Klärung zu bemühen.
Auf Nachfragen aus dem Ausschuss nach deren Suche nach Spielflächen wird von der Auskunftsperson des Miskantonic-Theaters erläutert, dass eine projektbezogene Bespielung kein Problem sei und auch vielfach schon früher gemacht worden sei. Die Verwaltung ergänzt auf konkrete Vorschläge, die bereits geprüft wurden, dass beispielsweise es im Feuervogel an Lagermöglichkeiten fehle oder das Harburger Theater einen für Miskatonic zu großen Veranstaltungssaal mit ca. 400 Plätzen habe bzw. dieser auch sehr hohe Mietkosten verursachen würde. Zudem sei nicht jeder Vermieter bereit, eine Raumtrennung zu akzeptieren. Die Referenten weisen nochmals auf die Anreisemöglichkeiten eines studentischen Publikums hin: Vor diesem Hintergrund sei bspw. die Nutzung des Harburger Wasserturms in Moorburg problematisch.
Die Verwaltung erläutert, dass das Bezirksamt die vorgelegte Stellungnahme zu Anfang Dezember 2025 an die Fachbehörde schicken werde. Auf Nachfrage aus dem Ausschuss legt die Verwaltung die möglichen Handlungsoptionen des Ausschusses dar.
Dieser könne sich bis Ende Januar 2026 der Stellungnahmen des Bezirksamts anschließen.
Er könne eine eigene Stellungnahme entwickeln, was dann Aufgabe der Fraktionen bzw. der Abgeordneten sei.
In beiden Fällen seien die Vorlagen der Bezirksversammlung zum Beschluss bei der Februar-Sitzung vorzulegen,
Darüber hinaus könne jede Fraktion eine eigene Stellungnahm einreichen, welche an die Fachbehörde weitergeleitet werde.
Der Ausschuss kommt dahingehend überein, auf der kommenden Sitzung am 29.01.2026 das Thema nochmals zu behandeln. Der Bezirksseniorenbeirat und die CDU erklären, dass sie sich nach derzeitigem Stand der Stellungnahme des Bezirksamts anschließen könnten.
Der Ausschuss nimmt die Stellungnahme der Verwaltung zur Kenntnis. Die Drucksache verbleibt im Ausschuss.
Es liegt nichts vor.
Der Ausschuss nimmt von der Drucksache Kenntnis.
Es liegt nichts vor.