Volt Antrag: Deeskalationskompetenzen in pädagogischen Einrichtungen stärken - Fortbildungsangebote und Unterstützungsstrukturen im Bezirk Harburg transparent machen
Letzte Beratung: 31.03.2026 Bezirksversammlung Harburg Ö 7.20
Diese Entwicklungen stellen hohe Anforderungen an die Handlungssicherheit und Belastbarkeit pädagogischer Fachkräfte. Gleichzeitig betreffen sie sowohl den Arbeits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten als auch den Schutz von Kindern und Jugendlichen. Wenn Konfliktsituationen nicht frühzeitig erkannt und professionell deeskaliert werden können, kann dies zu Überforderung des Personals sowie zu belastenden Situationen für die betreuten Kinder und Jugendlichen führen.
Professionelle Deeskalations- und Gewaltpräventionstrainings sind daher ein wichtiger Bestandteil pädagogischer Qualifizierung. Sie vermitteln unter anderem Kompetenzen in verbaler und nonverbaler Deeskalation, Konfliktanalyse und Konfliktmanagement, Selbstschutz sowie im Umgang mit gruppendynamischen Eskalationen. Auch die Reflexion und Nachbereitung belastender Situationen spielt eine wichtige Rolle.
In vielen pädagogischen Arbeitsfeldern wird empfohlen, entsprechende Fortbildungen regelmäßig zu wiederholen, um Handlungssicherheit langfristig zu gewährleisten und eine deeskalierende Grundhaltung im Arbeitsalltag zu verankern.
Gleichzeitig berichten Einrichtungen zunehmend von steigenden Belastungen durch herausfordernde Situationen im pädagogischen Alltag. Auch bundesweite Entwicklungen zeigen, dass die Zahl der Verfahren im Zusammenhang mit Kindeswohlgefährdungen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist.
Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, einen Überblick darüber zu erhalten, welche Fortbildungsangebote zum Thema Deeskalation und Gewaltprävention derzeit für pädagogisches Personal zur Verfügung stehen, in welchem Umfang diese genutzt werden und welche Unterstützungsstrukturen für Fachkräfte nach belastenden Situationen bestehen.
Ein solcher Überblick kann dazu beitragen, bestehende Präventionsstrukturen sichtbar zu machen und gegebenenfalls weiteren Unterstützungsbedarf zu identifizieren.
Der Vorsitz der Bezirksversammlung wird gebeten, Vertreterinnen und Vertreter der zuständigen Fachbehörden, insbesondere der Behörde für Schule und Berufsbildung sowie der zuständigen Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe, in den zuständigen Fachausschuss (SIGI) einzuladen, um über Fortbildungsangebote zur Deeskalation und Gewaltprävention in pädagogischen Einrichtungen zu berichten.
Dabei sollen insbesondere folgende Punkte dargestellt werden:
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