Stellungnahme zum NEU Gemeinsamen Antrag SPD und Grüne betr. Hakengrabenbrücke erhalten oder ersetzen
Letzte Beratung: 18.06.2026 Ausschuss für Mobilität und Inneres Ö 5.1
HPA beabsichtigt, die so genannte alte Hakengraben-Brücke (HPA: Stemmtor Francoper Schleusenfleet) ersatzlos rückzubauen, weil die Brücke keine wasserwirtschaftliche Bedeutung und auch keine Erschließungsfunktion mehr habe. Die Brücke ist bereits seit langem voll gesperrt.
Aus Sicht der Bewohner der Ortsteile Francop und Neuenfelde, sollte diese Brücke jedoch erhalten bleiben oder durch eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke ersetzt werden. Eine Brücke über den Hakengaben an dieser Stelle hat viele kommunale Funktionen, welche durchaus von ihrem Zweck her als notwendig und sinnvoll im Interesse der obstbaulichen Landwirtschaft, des auf das Alte Land bezogenen Fremdenverkehrs (z.B. Radtouren, Erholungsfunktion durch Wandern, Spazierengehen usw. ), eines sicheren Weges für Kinder zur den Schulen in Finkenwerder und eines Arbeitsweges per Rad zu den Landungsbrücken in Finkenwerder bewertet werden. Ebenso merkt der Schleusenverband Francop an, dass dieser durch den Wegfall der Brücke/Wegeverbindung in der Betreuung der Verbandsanlagen deutlich eingeschränkt werde.
1. Die Verwaltung wird gebeten, sich dafür einzusetzen, dass die „alte Hakengrabenbrücke“ erhalten bleibt. Sollte dies aus zwingenden Gründen nicht möglich sein, soll dafür gesorgt werden, dass eine Brücke für Fußgänger und Fahrradfahrer am jetzigen Brückenstandort zügig hergerichtet wird.
2. Vertreter:innen von HPA sollen in den Ausschuss für Mobilität und Inneres eingeladen werden, um die aktuelle Planung bezüglich der Hakengrabenbrücke zu berichten und darzulegen, wie eine Alternative zu der bestehenden Brücke aussehen könnte.
BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG
DER VORSITZENDE
27. April 2026
Die Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation (BWAI) nimmt zu dem Antragauf Grundlage von Auskünften der Hamburg Port Authority AöR (HPA)wie folgt Stellung:
Zu 1.:
Das Bauwerk wird bei der HPA unter der Bauwerksnummer 244 als „Stemmtor Francoper Schleusenfleet“ geführt. Es ist derzeit lediglich für den motorisierten Verkehr gesperrt, steht jedoch weiterhin Fußgängerinnen, Fußgängern und Radfahrenden zur Verfügung. Die HPA hat die bisherigen Überlegungen zu einem ersatzlosen Rückbau des Bauwerks erneut geprüft. Maßgeblich für diese Prüfung sind insbesondere übergeordnete planungsrechtliche Vorgaben:
Brückenquerung als Teil einer Wegeverbindung festgesetzt.
Vor diesem Hintergrund werden die Planungen für einen Rückbau der Brücke derzeit nicht weiterverfolgt. Das Bauwerk wird weiterhin verkehrssicher erhalten.
Zu 2:
Da die HPA die Überlegungen zu einem Rückbau der Brücke aktuell nicht weiterverfolgt (siehe Antwort zu 1) und keine aktive Planungsbearbeitung erfolgt, wird eine Teilnahme einer Vertretung der HPA im Ausschuss für Mobilität und Inneres als nicht erforderlich angesehen.
gez. Böhm f.d.R.
Schulz
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