Stellungnahme zum Gemeinsamen Antrag der Abgeordneten Benizar Gündogdu (SPD), Mehmet Kizil (SPD), Markus Sass (SPD), Arne Thomsen (SPD) und Dennis Wacker (SPD) betr. TUHH-Binnenhafen: Herstellung der seit 2018 angekündigten Fußwegeverbindung
Letzte Beratung: 13.04.2026 Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verbraucherschutz Ö 4.1
Bereits im Jahr 2018 forderte die SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg (Drucksache 20-3720 vom 06.04.2018) eine sichere und direkte Wegeverbindung zwischen dem Campus der Technischen Universität Hamburg (TUHH) am Schwarzenberg und dem Hamburg Innovation Port (HIP) im Binnenhafen.
In der damaligen Beratung wurde die Verwaltung beauftragt, in Abstimmung mit der TUHH, den zuständigen Fachbehörden und der Stadtplanungsabteilung konkrete Wegeführungen zu entwickeln. Ziel war, eine attraktive und sichere Verbindung für Studierende, Lehrende und Beschäftigte zu schaffen.
Im Zuge der Diskussion wurden auch kurzfristige Maßnahmen identifiziert, die die Bezirksverwaltung in einer Übersichtskarte festgehalten hat. Vorgesehen waren insbesondere:
Trotz der Fertigstellung des Hamburg Innovation Port (HIP One) bereits 2019 und der erheblich gestiegenen Zahl an Studierenden und Beschäftigten, die täglich zwischen Campus und Binnenhafen pendeln, wurden diese Maßnahmen bis heute nicht umgesetzt.
Der Fußweg zwischen TUHH-Campus und HIP ist weiterhin unzureichend erschlossen:
Studierende und Beschäftigte der TUHH müssen nach wie vor Umwege in Kauf nehmen oder unübersichtliche Wegeführungen bewältigen, um die rund 1,5 km zwischen Campus und Binnenhafen zu gehen.
Mit Blick auf die Bedeutung des HIP als Wissenschafts- und Innovationsstandort und die Zielsetzung einer nachhaltigen, fußläufigen und barrierefreien Mobilität, ist die Realisierung der bereits vor sieben Jahren geplanten Maßnahmen überfällig.
Die Bezirksversammlung Harburg möge beschließen:
FREIE UND HANSESTADT HAMBURG
Bezirksamt Harburg
10. April 2026
Das Bezirksamt nimmt zu dem Antrag wie folgt Stellung:
Das Bezirksamt ist aktiv dabei, Möglichkeiten der besseren Verbindung zwischen der TUHH und dem westlichen Binnenhafen (hier insb. Standort Hamburg Innovation Port, „HIP“) zu prüfen und zu entwickeln. Zu den einzelnen unter 2. aufgezählten Punkten lässt sich folgendes sagen:
Schaffung einer alternativen Wegeverbindung Die Schaffung einer alternativen Wegeverbindung wurde bereits im Rahmen der Drucksache 20-3720 betrachtet. Der damalige Baudezernent hatte hierzu in einer Präsentation die Situation dargelegt. Die Schaffung einer alternativen Wegeführung entlang der Seehafenbrücke (z. B. Anhängen eines Fußweges an die Brücke) kann als nicht-kurzfristig zu realisierende Maßnahme angesehen werden, die damals seitens der Kommunalpolitik auch in Zusammenhang mit dem Baufortschritt des HIP vorgebracht wurde. Da die weiteren Baustufen des HIP aktuell stocken, wurde auch eine derartige große Anpassung – die mit einem Ersatzneubau der Seehafenbrücke verbunden wäre - nicht weiter betrachtet.
Carstensen
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