Stellungnahme zum Antrag CDU betr. Starkregenereignisse im Sommer 2025 im Bezirk Harburg
Im Zuge des Klimawandels ist zu beobachten, dass länger anhaltende Phasen der Niederschlagsarmut sich ablösen mit kurzen, aber mitunter starken lokalen Regenfällen.
Eine Antwort auf diese Herausforderung ist u.a. die Anpassung der Gewässerläufe.
Die Bezirksversammlung beschließt:
Die Verwaltung wird gebeten, im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verbraucherausschuss zu berichten, welche Starkregenereignisse sie im Bezirk Harburg 2023 - 2025 registriert hat und welche Auswirkungen diese hatten. Sie möge dabei insbesondere am Beispiel der Engelbek darüber informieren, inwieweit Starkregenereignisse im Umland mit Auswirkungen auf Gewässer in Harburg von welchen Stellen in Niedersachsen welchen Einrichtungen in Harburg angekündigt wurden.
Zudem möge die Verwaltung, ggf. unter Einbeziehung eines Referenten aus der zuständigen Fachbehörde, darstellen, wie sie die bisher erfolgten Eingriffe in den Flusslauf der Engelbek hinsichtlich der Abfederung von Starkregenereignissen bewertet.
Hamburg, am 10.10.2025
FREIE UND HANSESTADT HAMBURG
Bezirksamt Harburg
15. Juli 2026
Das Bezirksamt nimmt zu dem Antrag wie folgt Stellung:
Die Wasserwirtschaft des Bezirksamtes Harburg führt kein Kataster über registrierte Starkregenereignisse im Bezirk Harburg.
Gleichwohl steht die Wasserwirtschaft des Bezirksamtes Harburg beispielsweise beim Seevekanal mit den Beteiligten im Land Niedersachen hinsichtlich der Wasserstandregelung in der Seeve und im Seevekanal im engen Austausch, um einen optimierten Wasserstand des Seevekanals auf Harburger Gebiet zu erreichen.
An der Engelbek konnten in den vergangenen Jahren mehrere Maßnahmen durchgeführt werden, um plötzlich auftretende, hohe Wassermengen, wie sie sich bei Starkregenereignissen ergeben, abzupuffern: Dieses sind einerseits Strukturmaßnahmen im Gewässerbett, die einen kontinuierlichen Rückhalt erbringen und andererseits Überflutungsbereiche, die ein Ausbreiten der Wassermengen seitwärts zur Fließrichtung ermöglichen. Beides lässt die Hochwasserwelle abflachen. Dieses System funktioniert aus Sicht der Wasserwirtschaft des BezirksamtesHarburg gut.
Vorgesehen sind weitere Maßnahmen, wie beispielsweise die Strukturierung des nördlichen Abschnitts der Engelbek von der Landesgrenze zu Niedersachsen bis zum Bereich Weiderweg, was insbesondere den Rückhalt einer Wasserwelle aus niedersächsischem Gebiet verbessern würde. Oder die Änderung des Verlaufs der Engelbek im Bereich Krönenbarg und nördlich davon. Es ist geplant, die Engelbek, die dort bisher noch über privaten Grund verläuft, auf den öffentlichen Grund – entlang des Weges – zu verlegen und den bisherigen Verlauf im Nebenschluss weiter bestehen zu lassen. Die Wasserwirtschaft des Bezirksamtes Harburg wäre dann für den neu geschaffenen Gewässerverlauf auf öffentlich Grund unterhaltungspflichtig und hätte eine direkte Eingriffsmöglichkeit auf den Zustand der Engelbek auf diesem Abschnitt.
Carstensen
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