Gemeinsamer Antrag der SPD-Abgeordneten Markus Sass, Benizar Gündogdu, Mehmet Kizil und Dennis Wacker betr. Zusätzliche Wasserverbindung zwischen Harburg und der Hamburger Innenstadt
Letzte Beratung: 02.06.2026 Bezirksversammlung Harburg Ö 6.34
Der Harburger Binnenhafen entwickelt sich zunehmend zu einem bedeutenden Wohn-, Arbeits- und Tourismusstandort im Bezirk Harburg. Mit neuen Wohnquartieren, Hotels, Büroflächen sowie gastronomischen Angeboten steigt auch der Bedarf an attraktiven und leistungsfähigen Verkehrsverbindungen zwischen Harburg und der Hamburger Innenstadt. Gleichzeitig ist die bestehende Verkehrsachse über die S-Bahn bereits heute stark ausgelastet. Besonders während Schienenersatzverkehren kommt es regelmäßig zu erheblichen Einschränkungen für Pendlerinnen und Pendler. Überfüllte Busse, lange Fahrzeiten und Staus führen dabei häufig zu Unzuverlässigkeit und zusätzlicher Belastung im Berufsverkehr.
Vor diesem Hintergrund sollte geprüft werden, ob eine zusätzliche Fährverbindung zwischen dem Harburger Binnenhafen und den Landungsbrücken beziehungsweise der Elbphilharmonie eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden ÖPNV-Angebots darstellen könnte. Eine solche Verbindung könnte insbesondere während längerer Einschränkungen im S-Bahnverkehr eine alternative Möglichkeit schaffen, die Hamburger Innenstadt zu erreichen, und zugleich die bestehenden Busverkehre entlasten. Darüber hinaus könnte eine Fährverbindung die touristische Attraktivität des Binnenhafens stärken und neue umweltfreundliche Mobilitätsangebote fördern.
Da Wasserwege in Hamburg bereits heute ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs sind, erscheint eine erneute Prüfung entsprechender Potenziale sinnvoll. Insbesondere sollte untersucht werden, ob ein regelmäßiger Betrieb im Halbstunden- oder Stundentakt grundsätzlich realisierbar wäre und welche Voraussetzungen hierfür geschaffen werden müssten. Ebenso sollte geprüft werden, ob ein zeitlich befristetes Pilotprojekt geeignet wäre, um Nachfrage, Wirtschaftlichkeit und praktische Umsetzbarkeit einer solchen Verbindung zu erproben.
Die Verwaltung wird gebeten, gemeinsam mit der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende, dem HVV, der HADAG sowie weiteren relevanten Akteuren im Ausschuss für Mobilität und Inneres darüber zu berichten,
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