22-1794

Gemeinsamer Antrag der SPD-Abgeordneten Markus Sass, Benizar Gündogdu, Mehmet Kizil und Dennis Wacker betr. Zusätzliche Wasserverbindung zwischen Harburg und der Hamburger Innenstadt

Gemeinsamer Antrag

Letzte Beratung: 02.06.2026 Bezirksversammlung Harburg Ö 6.34

Sachverhalt

Der Harburger Binnenhafen entwickelt sich zunehmend zu einem bedeutenden Wohn-, Arbeits- und Tourismusstandort im Bezirk Harburg. Mit neuen Wohnquartieren, Hotels, Büroflächen sowie gastronomischen Angeboten steigt auch der Bedarf an attraktiven und leistungsfähigen Verkehrsverbindungen zwischen Harburg und der Hamburger Innenstadt. Gleichzeitig ist die bestehende Verkehrsachse über die S-Bahn bereits heute stark ausgelastet. Besonders während Schienenersatzverkehren kommt es regelmäßig zu erheblichen Einschränkungen für Pendlerinnen und Pendler. Überfüllte Busse, lange Fahrzeiten und Staus führen dabei häufig zu Unzuverlässigkeit und zusätzlicher Belastung im Berufsverkehr.

Vor diesem Hintergrund sollte geprüft werden, ob eine zusätzliche Fährverbindung zwischen dem Harburger Binnenhafen und den Landungsbrücken beziehungsweise der Elbphilharmonie eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden ÖPNV-Angebots darstellen könnte. Eine solche Verbindung könnte insbesondere während längerer Einschränkungen im S-Bahnverkehr eine alternative Möglichkeit schaffen, die Hamburger Innenstadt zu erreichen, und zugleich die bestehenden Busverkehre entlasten. Darüber hinaus könnte eine Fährverbindung die touristische Attraktivität des Binnenhafens stärken und neue umweltfreundliche Mobilitätsangebote fördern.

Da Wasserwege in Hamburg bereits heute ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs sind, erscheint eine erneute Prüfung entsprechender Potenziale sinnvoll. Insbesondere sollte untersucht werden, ob ein regelmäßiger Betrieb im Halbstunden- oder Stundentakt grundsätzlich realisierbar wäre und welche Voraussetzungen hierfür geschaffen werden müssten. Ebenso sollte geprüft werden, ob ein zeitlich befristetes Pilotprojekt geeignet wäre, um Nachfrage, Wirtschaftlichkeit und praktische Umsetzbarkeit einer solchen Verbindung zu erproben.

Petitum/Beschluss

Die Verwaltung wird gebeten, gemeinsam mit der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende, dem HVV, der HADAG sowie weiteren relevanten Akteuren im Ausschuss für Mobilität und Inneres darüber zu berichten,

  1. inwieweit die Einrichtung einer regelmäßigen Fährverbindung zwischen dem Harburger Binnenhafen und den Landungsbrücken beziehungsweise der Elbphilharmonie grundsätzlich möglich wäre,
  2. welche infrastrukturellen, nautischen, betrieblichen und rechtlichen Voraussetzungen hierfür erfüllt werden müssten,
  3. ob und unter welchen Bedingungen ein Betrieb im Halbstunden- oder Stundentakt realisierbar wäre,
  4. welche Fahrzeiten, Kapazitäten und Kosten bei einem solchen Angebot zu erwarten wären,
  5. ob die Durchführung eines zeitlich befristeten Pilotprojekts zur Erprobung einer solchen Fährverbindung möglich und sinnvoll wäre,
  6. inwieweit eine zusätzliche Fährverbindung insbesondere während längerer Schienenersatzverkehre im Bereich der S-Bahn als ergänzendes Verkehrsangebot zur Entlastung der bestehenden Busverkehre eingesetzt werden könnte,
  7. welche Fördermöglichkeiten oder Finanzierungsmodelle für ein entsprechendes Pilotprojekt beziehungsweise einen späteren Regelbetrieb bestehen könnten.
Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
02.06.2026
Ö 6.34
Lokalisation Beta

Keine Orte erkannt.

Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.