Antwort zur Anfrage der GRÜNEN-Fraktion betr. Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger am Marschkamper Deich
Letzte Beratung: 10.09.2019 Hauptausschuss Ö 2.9
Die Verkehrslage am Marschkamper Deich ist für Anwohnerinnen und Anwohner durch ein hohes Verkehrsaufkommen und überhöhte Geschwindigkeiten des PKW-, LKW-und Schwerlastverkehrs sehr belastend. Anwohnerinnen und Anwohner, Fußgängerinnen und Fußgänger und Radfahrerinnen und Radfahrer sind Gefährdungen ausgesetzt und die Lärm- und Luftbelastung ist hoch. Anwohnermessungen haben Lärmpegel von über 90db ergeben. In den Morgen-Nachmittag- und Abendstunden ist die Belastung durch den Airbus Werks- und Zulieferverkehr besonders hoch.
Die Einrichtung einer Tempo 30 Zone ist wünschenswert, wurde jedoch von der BWVI abgelehnt. Das Ziel sollte sein, den LKW – und Schwerlastverkehr über die A7, den Waltershofer Knoten und die Finkenwerder Umgehungsstraße zu leiten, anstatt durch Neuenfelde.
2014 und im September 2018 hat die Grüne Fraktion zur Verkehrslage am Marschkamper eine Anfrage an die Fachbehörde und den Bezirk gestellt siehe DS 20-3998.01. Es ergeben sich alte und neue Fragen.
Wir fragen das Bezirksamt und die Straßenverkehrsbehörde:
1. Im Kurvenbereich Richtung Hasselwerderstraße hat der Gehweg nur eine Breite von 85-100 cm und die Verkehrssituation ist sehr unübersichtlich. Es fahren u.a. auch Schwerguttransporte des Airbuszulieferverkehrs. Zur Sicherung der Fußgängerinnen und Fußgänger sollte der Gehweg verbreitert und ein Schutzgeländer errichtet werden. Wie ist die Stellungnahme des Bezirksamts und der Straßenverkehrsbehörde zu diesem Punkt?
2. Wir haben gefragt: Die Bordsteinkante am Fußgängerüberweg an der Kreuzung Nincoper Straße/ Marschkamper Deich ist auf einer Länge von mehreren Metern abgesenkt. Das hat zur Folge, dass abbiegende Fahrzeuge regelmäßig mit erhöhter Geschwindigkeit den Fußweg überfahren, um in den Marschkamper Deich einzubiegen. Das führt zur Gefährdung von Fußgängern und Radfahrern, die an der Ampel warten. Kann hier zeitnah Abhilfe geschaffen werden?
Die Antwort lautete„Zur Sicherung der Fußgänger und Radfahrer im Kreuzungsbereich wird sich die Tiefbauabteilung kurzfristig mit der Straßenverkehrsbehörde in Verbindung setzen, um effektive Maßnahmen zu finden und diese schnellstmöglich umzusetzen.“
Wir fragen erneut: Wann wird diese Maßnahme durchgeführt?
3. Die BWVI hat auf den Antrag der Grünen aus dem Jahr 2014 die Aufstellung eines weiteren Dialogdisplays im Februar 2017 nicht nur am Marschkamper Deich, sondern zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auch an der angrenzenden Nincoper Straße zugesagt. Wann und wo soll dieses errichtet werden?
BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG
Die Vorsitzende
15. Mai 2019
Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation und die Behörde für Inneres und Sport nehmen zur Anfrage der GRÜNE-Fraktion (Drs. 20-4725) wie folgt Stellung:
Zu 1.:
Aus Sicht der zuständigen Straßenverkehrsbehörde ist die Verbreiterung des Gehweges auf-grund der örtlichen Verhältnisse vermutlich nicht möglich. Dies wurde auch schon mehrfach mit der Tiefbauabteilung des Bezirksamtes thematisiert. Weiteren Vorschlägen bzw. Planungen steht das PK 47 sehr aufgeschlossen gegenüber.
Die Verkehrssituation im Bereich der Kurve ist unauffällig, Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Fußgängern wurden nicht registriert und andere Hinweise auf Sicherheitsdefizite liegen hier nicht vor. Aus diesen Gründen sieht die Verkehrsdirektion zurzeit keine Notwendigkeit für Sofortmaßnahmen.
Zu 2.:
Die östliche Bordsteinkante ist im Einmündungsbereich des Marschkamper Deichs abgesenkt. Wie schon in der Stellungnahme der VD 51 zur Drucksache 20-3998 vom 18.09.2018 festgestellt, ist die Begründung für die Absenkung von der Tiefbauabteilung des Bezirksamtes einzuholen.
Das Abbiegen von der Nincoper Straße in den Marschkamper Deich ist problemlos möglich, ohne den dortigen Gehweg mit zu benutzen. Von einer Gefährdungslage ist hier nach wie vor nichts bekannt.
Zu 3.:
Sofern der Bezirk eine Mittelbereitstellung sowohl für Bau und Betrieb sicherstellt, kann er den Realisierungsträger Hamburg Verkehrsanlagen GmbH (HHVA) mit der Aufstellung eines Gerätes beauftragen.
gez. Rajski
f.d.R.
Hille
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