Antwort zum Gemeinsamen Antrag betr. Bericht zur Unfallstatistik Harburg
Letzte Beratung: 17.09.2020 Ausschuss für Mobilität und Inneres Ö 5
Bei den Schulwegunfällen im Bereich Zentrum Harburg ist außer im Knoten Ehestorfer Weg / Eißendorfer Straße / Weusthoffstraße keine örtliche Häufung zu erkennen. Der vorgenannte Knoten ist bereits als UHS durch die UKO in Betrachtung.
3.5.2. Bereich Neugraben-Fischbek
Überwiegend liegen die Örtlichkeiten der Schulwegunfälle im Bereich Neugraben-Fischbek in vorhandenen UHS und befinden sich damit bereits in Betrachtung durch die örtliche StVB.
3.5.2.1. Bereich Neugraben-Fischbek mit UHS (blau markiert)
Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der VU mit Beteiligung von Kindern im Alter von 0 bis 14 Jahren in der Zeit von 06 bis 17 Uhr im Bezirk Harburg in den Jahren 2017 bis 2019:
Jahr |
VU mit Getöteten |
VU mit Schwer- verletzten |
VU mit Leichtver- letzten |
VU mit Sach- schaden |
VU Gesamt |
2017 |
- |
8 |
20 |
6 |
34 |
2018 |
- |
6 |
21 |
4 |
31 |
2019 |
- |
4 |
30 |
6 |
40 |
Jahr |
VU mit Getöteten |
VU mit Schwer- verletzten |
VU mit Leichtver- letzten |
VU mit Sach- schaden |
VU Gesamt |
2017 |
- |
22 |
60 |
11 |
93 |
2018 |
- |
16 |
76 |
9 |
101 |
2019 |
1 |
12 |
78 |
15 |
106 |
Die jährliche Anzahl der VU mit Fußgängern schwankt. Im Verlauf der letzten zehn Jahre ereig- neten sich durchschnittlich 103,3 Verkehrsunfälle dieser Art im Jahr.
Hauptunfallursachen sind „Fehlverhalten gegenüber Fußgängern“ durch Kfz (94) und „Fahrbahn- überquerung durch Fußgänger“ (93).
Bei dem tödlichen VU 2019 wurde ein Fußgänger, welcher bei Dunkelheit die Buxtehuder Straße überquerte, von einem Pkw erfasst. In ca. 80 Meter Entfernung befand sich eine signalisierte Fußgängerquerungsmöglichkeit.
3.7.1. Bezirk Harburg 2017 – 2019
Aus der Übersicht ergibt sich eine Häufung von Fußgänger-VU um den Bereich Stadtzentrum Harburg sowie im Bereich Neugraben-Fischbek.
3.7.2. Bereich Zentrum Harburg
3.7.3. Bereich Neugraben-Fischbek
Jahr |
VU mit Getöteten |
VU mit Schwerverletzten |
VU mit Leichtverletzten |
VU mit Sachschaden |
VU Gesamt |
2017 |
- |
16 |
82 |
34 |
132 |
2018 |
- |
8 |
117 |
28 |
153 |
2019 |
- |
10 |
112 |
42 |
164 |
Die Anzahl der Radfahrunfälle im Bezirk Harburg ist seit 2017 von 132 auf 164 im Jahr 2019 an- gestiegen (2018: 153). Dieses entspricht der Hamburg weiten Entwicklung (3.143 -> 3.396 -> 3.542) und ist in erster Linie auf den zunehmenden Fahrradverkehr zurückzuführen.
3.8.1. Bezirk Harburg 2017-2019
Im Bezirk Harburg konzentrieren sich die Radfahrunfälle überwiegend auf
Unfallhäufungsstellen zeigen sich insbesondere
die sich alle in der Beobachtung durch die örtlichen Straßenverkehrsbehörden befinden.
3.8.2. Fahrradunfälle auf Velorouten (VR)
2017
2018
2019
Nach einem deutlichen Rückgang der VU auf den Streckenbereichen der beiden VR 10 und 11 im Bezirk Harburg im Jahr 2017 auf 12 zeigte sich in dem Jahr 2018 ein Anstieg auf 17 und in 2019 auf 24. Die VU waren in allen Jahren weitgehend auf die gesamten Streckenlängen verteilt, wobei die Streckenteile im Stadtteil Harburg der Radverkehrsdichte entsprechend etwas häufiger betroffen sind.
Als UHS ist lediglich der Knoten Hannoversche Straße / Moorstraße hervorzuheben. Dort wurden in 2018 zwei und in 2019 drei Radfahrunfälle registriert sowie in der Moorstraße zusätzlich zwei in 2018 und einer in 2019.
In 2019 waren zudem im Bereich Buxtehuder Straße westlich der Seehafenbrücke vier Radfahr- unfälle auf einer Strecke von ca. 100 m polizeilich bekannt geworden.
Insgesamt ist die Unfalllage im Verlauf der VR im Bezirk Harburg unauffällig.
Im Folgenden werden gemäß Vorbemerkung die in Hinsicht auf Schwere und Anzahl der Perso- nenschäden jeweils drei signifikantesten UHS der festgestellten Ranglisten für die PK 46 und 47 detailliert dargelegt.
Ergänzend siehe Anlage 1.
4.1.1. Rang 1: Eißendorfer Pferdeweg / Stader Straße
4.1.1.1. Örtlichkeit
4-streifige Hauptverkehrsstraße, Einmündung, Lichtsignalanlagen (LSA) -Regelung, Anfahrweg Krankenhaus, unsignalisierte Grundstückszufahrt zum Drogeriemarkt im Knotenbereich
4.1.1.2. Unfallzahlen nach Kategorien
4.1.1.3. Unfallfolgen
4.1.1.4. Anzahl VU mit Radfahrer und Fußgänger
4.1.1.5.
Verkehrsbeteiligungen
4.1.1.6. Häufigste Hauptunfallursachen
Ursache |
Anzahl |
1. Ungenügender Sicherheitsabstand und falsches Verhalten gegenüber Fußgängern beim Abbiegen |
Jeweils 6 |
2. Fehlerhafter Fahrstreifenwechsel oder Reißverschlusssystem-Missachtung und nicht angepasste Geschwindigkeit in anderen Fällen (zumeist Auffahrunfälle) |
Jeweils 5 |
4.1.1.7. Unfallbegünstigende Faktoren / Auffälligkeiten
4.1.1.8. Veranlasste Maßnahmen
4.1.1.9. Geplante Maßnahmen
Abbiegesituation im Rahmen der anstehenden Grundinstandsetzung (GI / Termin offen) verän- dern.
4.1.2. Rang 2: Bremer Straße / Maldfeldstraße
4.1.2.1. Örtlichkeit
Hauptverkehrsstraßen, Kreuzung mit mehreren Fahrstreifen, LSA
4.1.2.2.
Unfallzahlen nach Kategorien
4.1.2.3.
Unfallfolgen
4.1.2.4.
Anzahl VU mit Radfahrer und Fußgänger
4.1.2.5.
Verkehrsbeteiligungen
4.1.2.6. Häufigste Hauptunfallursachen
Ursache |
Anzahl |
1. Ungenügender Sicherheitsabstand |
15 |
2. Nicht angepasste Geschwindigkeit in anderen Fällen (zumeist Auffahrunfälle) |
8 |
3. Missachten der Verkehrsregelung |
4 |
4.1.2.7. Unfallbegünstigende Faktoren / Auffälligkeiten
4.1.2.8. Veranlasste Maßnahmen
4.1.2.9. Geplante Maßnahmen
Abbiegesituation im Rahmen der anstehenden GI (2021 ff) verändern, s.o.
4.1.3. Rang 3: Hannoversche Straße / Neuländer Straße
4.1.3.1. Örtlichkeit
Hauptverkehrsstraßen, Kreuzung mit mehreren Fahrstreifen, LSA, ausgeprägte Fahrbeziehung, zweistreifiges Abbiegen Richtung Osten und Süden, hoher Schwerlastanteil (BAB - Hafen), Radwegbenutzungspflicht (RWB)
4.1.3.2.
Unfallzahlen nach Kategorien
4.1.3.3.
Unfallfolgen
4.1.3.4.
Anzahl VU mit Radfahrer und Fußgänger
4.1.3.5.
Verkehrsbeteiligungen
4.1.3.6. Häufigste Hauptunfallursachen
Ursache |
Anzahl |
1. Fehlerhafter Fahrstreifenwechsel oder Reißverschlusssystem-Missachtung |
29 |
2. Fehler beim Abbiegen nach links |
10 |
3. Ungenügender Sicherheitsabstand (zumeist Auffahrunfälle) |
5 |
4.1.3.7. Unfallbegünstigende Faktoren / Auffälligkeiten
4.1.3.8. Veranlasste Maßnahmen
4.2.1. Rang 1: Cuxhavener Straße / Waltershofer Straße
4.2.1.1. Örtlichkeit
Hauptverkehrsstraße, signalisierter Knoten, 4-spurige Bundesstraße (B 73). Aus Richtung Wes- ten zusätzlich ein Linksabbiegestreifen und aus Richtung Osten zusätzlich ein Rechtsabbiege- streifen sowie eine Discounterzufahrt. Aus der Waltershofer Straße ein Rechts- und ein Linksab- biegefahrstreifen. In der Cuxhavener Straße sind beidseitig Geh- und Radwege mit Benutzungs- pflicht und in der Waltershofer Straße beidseitig gemeinsame Geh- und Radwege mit Benut- zungspflicht vorhanden.
4.2.1.2. Unfallzahlen nach Kategorien
Kategorie |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
Gesamt |
2017 |
0 |
3 |
4 |
0 |
14 |
0 |
21 |
2018 |
0 |
0 |
6 |
1 |
13 |
0 |
20 |
2019 |
0 |
0 |
3 |
0 |
17 |
0 |
20 |
Gesamt |
0 |
3 |
13 |
1 |
44 |
0 |
61 |
4.2.1.3. Unfallfolgen
Anzahl |
Getötete |
Schwerverletzte |
Leichtverletzte |
Gesamt |
2017 |
0 |
3 |
9 |
12 |
2018 |
0 |
0 |
9 |
9 |
2019 |
0 |
0 |
6 |
6 |
Gesamt |
0 |
3 |
24 |
27 |
4.2.1.4. Anzahl VU mit Radfahrer und Fußgänger
Radfahrer |
Fußgänger |
Gesamt |
|
2017 |
1 |
0 |
1 |
2018 |
0 |
0 |
0 |
2019 |
0 |
1 |
1 |
Gesamt |
1 |
1 |
2 |
4.2.1.5. Verkehrsbeteiligungen
Anzahl
Gruppe 1: |
Personenkraftwagen |
98 |
Gruppe 2: |
Fahrräder |
1 |
Gruppe 3: |
Fußgänger |
1 |
Gruppe 4: |
Liefer- und Lastkraftwagen |
14 |
Gruppe 5: |
Busse |
2 |
Gruppe 6: |
motorisierte Zweiräder |
0 |
Gruppe 7: |
andere Fahrzeuge |
2 |
Gesamt |
118 |
4.2.1.6. Häufigste Hauptunfallursachen
Ursache |
Anzahl |
1. Nicht angepasste Geschwindigkeit in anderen Fällen (zumeist Auffahrunfälle) |
14 |
2. Ungenügender Sicherheitsabstand (zumeist Auffahrunfälle) |
13 |
3. Fehlerhafter Fahrstreifenwechsel |
10 |
4.2.1.7. Unfallbegünstigende Faktoren / Auffälligkeiten
4.2.1.8. Veranlasste Maßnahmen
4.2.1.9. Geplante Maßnahmen
Der Verkehrsknoten wird seit dem 30.03.2020 unter Sperrung der Zufahrt zur Waltershofer Stra- ße umgebaut.
4.2.2. Rang 2: Cuxhavener Straße / Geutensweg / Scheideholztwiete
4.2.2.1. Örtlichkeit
Hauptverkehrsstraße, signalisierter Knoten, 4-spurige Bundesstraße (B 73). Aus Richtung Wes- ten zusätzlich ein Linksabbiegefahrstreifen und aus Richtung Osten zusätzlich ein Linksabbiege- fahrstreifen. Aus den Nebenrichtungen jeweils ein Linksabbiegefahrstreifen und ein kombinierter Geradeaus- und Rechtsabbiegefahrstreifen. In der Cuxhavener Straße sind beidseitig Geh- und Radwege mit Benutzungspflicht vorhanden. In den Nebenrichtungen gibt es bauliche Radwege, aber ohne Benutzungspflicht.
4.2.2.2. Unfallzahlen nach Kategorien
Kategorie |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
Gesamt |
2017 |
0 |
2 |
2 |
0 |
3 |
0 |
7 |
2018 |
0 |
1 |
4 |
1 |
3 |
0 |
9 |
2019 |
0 |
0 |
3 |
0 |
4 |
0 |
7 |
Gesamt |
0 |
3 |
9 |
1 |
10 |
0 23 |
4.2.2.3. Unfallfolgen
Anzahl |
Getötete |
Schwerverletzte |
Leichtverletzte |
Gesamt |
2017 |
0 |
2 |
4 |
6 |
2018 |
0 |
1 |
4 |
5 |
2019 |
0 |
0 |
4 |
4 |
Gesamt |
0 |
3 |
12 |
15 |
4.2.2.4. Anzahl VU mit Radfahrer und Fußgänger
Radfahrer |
Fußgänger |
Gesamt |
|
2017 |
0 |
1 |
1 |
2018 |
2 |
1 |
3 |
2019 |
0 |
2 |
2 |
Gesamt |
2 |
4 |
6 |
4.2.2.5. Verkehrsbeteiligungen
Anzahl
Gruppe 1: |
Personenkraftwagen |
27 |
|
Gruppe 2: |
Fahrräder |
2 |
|
Gruppe 3: |
Fußgänger |
4 |
|
Gruppe 4: |
Liefer- und Lastkraftwagen |
7 |
|
Gruppe 5: Gruppe 6: |
Busse motorisierte Zweiräder |
2 |
2 |
Gruppe 7: |
andere Fahrzeuge |
1 |
|
Gesamt |
45 |
4.2.2.6. Häufigste Hauptunfallursachen
Ursache |
Anzahl |
1. Nicht angepasste Geschwindigkeit in anderen Fällen (zumeist Auffahrunfälle) |
5 |
2. Ungenügender Sicherheitsabstand |
4 |
3. Missachtung der Verkehrsregelung und Fehler beim Abbiegen nach rechts |
Jeweils 2 |
4.2.2.7. Unfallbegünstigende Faktoren / Auffälligkeiten
Hauptursache sind die Auffahrunfälle durch verschiedene Ursachen. Weiterhin gibt es Unfälle mit Fußgängerbeteiligung unterschiedlicher Arten.
4.2.2.8. Veranlasste Maßnahmen
Ortsbesichtigung ergab keine nennenswerte Auffälligkeiten. Im März 2014 wurden die Markie- rungen im gesamten Verkehrsknoten erneuert.
4.2.2.9. Geplante Maßnahmen Zurzeit keine.
4.2.3. Rang 3: Cuxhavener Straße / Neugrabener Bahnhofstraße / Süderelbebogen
4.2.3.1. Örtlichkeit
Hauptverkehrsstraße, Signalisierter Knoten, 4-spurige Bundesstraße (B 73). Aus Richtung Wes- ten gibt es ein Linksabbiege- und zwei Geradeausfahrstreifen, davon der rechte als kombinierter Rechtsabbieger. Aus Richtung Osten gibt es ein Linksabbiege-, zwei Geradeaus- und ein Rechtsabbiegefahrstreifen. Aus Richtung Norden (Süderelbebogen) münden 4 Fahrstreifen (zwei Linksabbiege-, ein Geradeaus- und ein Rechtsabbiegefahrstreifen auf die B 73. Aus Richtung Süden (Neugrabener Bahnhofstraße) münden 3 Fahrstreifen (ein Linksabbiege- und zwei Gera- dausausfahrstreifen, davon der rechte als kombinierter Rechtsabbieger, auf die B 73.
4.2.3.2. Unfallzahlen nach Kategorien
Kategorie |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
Gesamt |
2017 |
0 |
3 |
3 |
2 |
9 |
0 |
17 |
2018 |
0 |
0 |
1 |
0 |
11 |
0 |
12 |
2019 |
0 |
0 |
2 |
0 |
10 |
0 |
12 |
Gesamt |
0 |
3 |
6 |
2 |
30 |
0 |
41 |
Anzahl |
4.2.3.3. |
Unfallfolgen Getötete |
Schwerverletzte |
Leichtverletzte |
Gesamt |
2017 |
0 |
3 |
5 |
8 |
|
2018 |
0 |
0 |
1 |
1 |
|
2019 |
0 |
0 |
3 |
3 |
|
Gesamt |
0 |
3 |
9 |
12 |
4.2.3.4. Anzahl VU mit Radfahrer und Fußgänger
Radfahrer |
Fußgänger |
Gesamt |
|
2017 |
1 |
1 |
2 |
2018 |
1 |
1 |
2 |
2019 |
1 |
0 |
1 |
Gesamt |
3 |
2 |
5 |
4.2.3.5. Verkehrsbeteiligungen
Anzahl
Gruppe 1: |
Personenkraftwagen |
62 |
Gruppe 2: |
Fahrräder |
3 |
Gruppe 3: |
Fußgänger |
2 |
Gruppe 4: |
Liefer- und Lastkraftwagen |
10 |
Gruppe 5: |
Busse |
3 |
Gruppe 6: |
motorisierte Zweiräder |
1 |
Gruppe 7: |
andere Fahrzeuge |
0 |
Gesamt |
91 |
4.2.3.6. Häufigste Hauptunfallursachen
Ursache |
Anzahl |
1. Fehler beim Abbiegen nach links |
8 |
2. Ungenügender Sicherheitsabstand |
7 |
3. Nicht angepasste Geschwindigkeit |
6 |
4.2.3.7. Unfallbegünstigende Faktoren / Auffälligkeiten
4.2.3.8. Veranlasste Maßnahmen
4.2.3.9. Geplante Maßnahmen Zurzeit keine.
Im relevanten Bereich des WSPK 3 befindet sich aktuell lediglich eine UHS mit Personenschä- den. Diese wird im Folgenden näher erläutert.
5.1.1. Örtlichkeit
Einspurige Einmündung mit jeweiligen Abbiegespuren. LSA-gesteuert. Der Fürstenmoordamm ist vorrangig und besitzt einen Linksabbieger. Hier kommt es zu Konfliktsituationen mit dem Gegen- verkehr.
5.1.2. Unfallzahlen nach Kategorien
5.1.3. Unfallfolgen
5.1.4. Radfahrer und Fußgänger
5.1.5. Verkehrsbeteiligungen
5.1.6. Häufigste Unfallursachen
Ursache |
Anzahl |
1. Nicht angepasste Geschwindigkeit in anderen Fällen (zumeist Auffahrunfälle) und Fehler beim Abbiegen nach links |
Jeweils 2 |
2. Missachten der Verkehrsregelung durch Polizeibeamte oder Lichtzeichen |
1 |
5.1.7. Unfallbegünstigende Faktoren / Auffälligkeiten
- Regelung.
5.1.8. Veranlasste Maßnahmen
5.1.9 Geplante Maßnahmen
zurzeit keine.
Abschließend erfolgt der Hinweis auf den Verkehrsbericht 2019 der Polizei Hamburg für den Gesamtbereich Hamburg. Der Bericht beinhaltet unter andrem auch weitere Daten zum Bezirk Harburg und ist unter dem nachfolgenden Link jederzeit im Internet aufrufbar: https://www.polizei.hamburg/contentblob/13967726/185bf1b1fe87b437fed0de8325f7ec45/data/v erkehrsbericht-2019-do.pdf
Anlagen:
gez. Heimath
f.d.R.
Wyzinski
Die Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten Vertreter der unteren Straßenverkehrsbehörde in den Ausschuss für Inneres, Bürgerservice und Verkehr einzuladen, um über die Unfallzahlen im Bezirk und über mögliche Gegenmaßnahmen ausführlich zu berichten.
Der Bericht soll dabei auch aufzeigen, ob Unfallschwerpunkte ausgemacht werden konnten, wie sich die Unfälle örtlich, von ihren Ursachen, sowie ihren Fallzahlen her entwickelt haben und ob sich aus den Quartals- bzw. Jahreszahlen ein statistisch signifikant veränderter Wert in einzelnen Verkehrsnutzergruppen ableiten lässt. Dabei sind aktualisierte Daten einzubeziehen.
Bezirksversammlung Harburg 04.08.2020
Der Vorsitzende
Die Behörde für Inneres und Sport / Polizeikommissariat 46 nimmt zu dem Gemeinsamen Antrag der Fraktionen SPD, CDU, GRÜNE, DIE LINKE und AfD Drs. 20-3928 wie folgt Stellung:
Die Verkehrsunfallbekämpfung stellt im Zusammenhang mit dem Themenkomplex „Verkehrssi- cherheitsarbeit“ eine gemeinsame Aufgabe von Polizei, Straßenverkehrsbehörde (StVB) und Straßenbaubehörde dar. Hierzu erfolgt unter anderem die aktuelle und tägliche Auswertung der Unfalllage durch das Lagezentrum Verkehr der Polizei. Im Rahmen der Auswertung werden alle schweren Verkehrsunfälle, Unfälle mit tödlichem Ausgang oder besonderen Verkehrsteilneh- mergruppen (z.B.: Kinder) sowie an besonderen Unfallörtlichkeiten (z.B.: Fußgängerüberweg) zeitnah auf Unfallhäufungen untersucht. Festgestellte Auffälligkeiten werden der örtlich zuständi- gen und ggf. der zentralen Straßenverkehrsbehörde zur weiteren Prüfung zugeleitet.
Des Weiteren haben die örtlichen Straßenverkehrsbehörden der PK bzw. Wasserschutzpolizei- kommissariate (WSPK) festgestellte Häufungsstellen ihres Gebietes grundsätzlich in Zusam- menarbeit mit anderen Behörden, beispielsweise mit den Fachämtern Management des öffentli- chen Raums, zu bearbeiten. Dabei ist es eine wesentliche Aufgabe der Straßenverkehrsbehör- den, Verkehrsunfälle (VU) zu analysieren und ggf. straßenverkehrsbehördliche Maßnahmen zur Ursachenbekämpfung anzustoßen sowie bereits eingeleitete Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Hierzu erfolgt eine jährliche Auswertung sämtlicher in Hamburg registrierten VU, insbesondere zur Identifizierung von Unfallhäufungsstellen (UHS). Zur Definition siehe Ziffer 2.
Durch die regelmäßige Analyse der UHS sollen vermeidbare Risiken und Gefahren gemindert, VU reduziert / beseitigt sowie volkswirtschaftliche Kosten gesenkt werden. Die im Rahmen der Auswertung festgestellten UHS werden anschließend hinsichtlich erforderlicher Maßnahmen bewertet. Wenn die Möglichkeiten der vorstehenden Ebene erschöpft sind bzw. nicht genügend finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen, kann die UHS der zentralen Unfallkommission (UKO) zur Prüfung angeboten werden. Die Zuständigkeit für die UKO liegt in Hamburg bei der Verkehrsdirektion (VD) der Polizei. Die Mitglieder der UKO beraten die von den Straßenver- kehrsbehörden übermittelten Unfallanalysen und Maßnahmenempfehlungen (z.B.: Änderung der Verkehrsführung durch bauliche Umgestaltung oder Änderung / Ergänzung der Signalisierung) und entscheiden über die Anordnung sowie Realisierung erforderlicher Maßnahmen. Dies erfolgt – vor dem Hintergrund begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen – unter Vornahme einer Priorisierung. Hierzu wird eine entsprechende Rangliste der UHS erstellt.
Aufgrund der hohen Komplexität und Informationsquantität der Thematik „Unfallstatistik“ sieht das PK 46 im Folgenden von der detaillierten Erläuterung sämtlicher UHS ab und beschränkt sich in seinem Bericht auf die nähere Darstellung der in Hinsicht auf Schwere und Anzahl von Personenschäden jeweils drei bedeutendsten UHS der PK 46 und 47 im Bezirk Harburg. Zudem wird die aktuell einzige UHS des WSPK 3 mit Personenschäden näher erläutert. Siehe dazu un- ter Ziffer 4 ff.
Die Legende und die Definitionen der auf den Kartenausschnitten ab Ziffer 3.5 ff verwendeten farblichen Unfalltypen-Symbole sind dem Bericht als Anlage 1 beigefügt.
Im Übrigen wird darauf hingewiesen, dass von der Verwendung von Doppelformen oder anderen Kennzeichnungen für Geschlechter von Personen / -gruppen bewusst abgesehen wird, um die Lesbarkeit und Übersichtlichkeit des Berichtes zu wahren. Mit allen im Bericht verwendeten Per- sonen- /Gruppenbezeichnungen sind stets alle Geschlechter gemeint.
Dies vorangestellt berichtet das PK 46 wie folgt.
Die polizeilichen Zuständigkeiten im Bezirk Harburg sind aus der nachfolgenden Grafik zu ent- nehmen.
In der Grafik ist zu erkennen, dass das Reviergebiet des PK 46 gänzlich, die Reviergebiete des PK 47 und des WSPK 3 lediglich teilweise im Zuständigkeitsbereich des Bezirks Harburg liegen.
Die Auswertung der Verkehrsunfalldaten zur Feststellung aktueller UHS erfolgt jeweils für die letzten 3 Jahre.
Es wird in vier UHS-Kategorien unterschieden. Innerhalb des Auswertungszeitraum alternativ:
3.1. Anzahl der VU gesamt
In der folgenden Tabelle wird die Anzahl der Verkehrsunfälle im Bezirk Harburg jahresweise auf- geschlüsselt dargestellt:
Anzahl der Verkehrsunfälle mit |
|||||
Jahr |
Getöteten |
Schwerverletzten |
Leichtverletzten |
Sachschäden |
Summe |
2017 |
1 |
87 |
487 |
4.549 |
5.124 |
2018 |
2 |
70 |
526 |
4.830 |
5.428 |
2019 |
5 |
56 |
516 |
4.724 |
5.301 |
Summe |
8 |
213 |
1.529 |
14.103 |
15.853 |
In der folgenden Tabelle wird die Anzahl der bei den vorgenannten Verkehrsunfällen verunglück- ten Personen dargestellt:
Anzahl der Verunglückten (Beteiligte und Mitfahrer) |
||||
Jahr |
Getötete |
Schwerverletzte |
Leichtverletzte |
Summe |
2017 |
1 |
96 |
696 |
793 |
2018 |
2 |
78 |
745 |
825 |
2019 |
6 |
63 |
689 |
758 |
Summe |
9 |
237 |
2.130 |
2.376 |
3.3.1. Art der Verkehrsbeteiligung Anmerkung:
Als Hauptunfallverursacher wird derjenige festgelegt, der einen mit einem höheren Verwarn-
bzw. Bußgeld zu ahndenden Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung begangen hat. Gemäß Bußgeldkatalogverordnung werden Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung von Radfah- rern und Fußgängern grundsätzlich mit niedrigeren Verwarn- oder Bußgeldern geahndet. Bei Beteiligung eines Kraftfahrzeugs an einem Verkehrsunfall wird folglich überwiegend der Kraft- fahrzeugführer als Hauptverursacher festgelegt, obwohl ein weiterer Beteiligter, zum Beispiel Radfahrer oder Fußgänger, ebenfalls eine wichtige / wesentliche Ursache gesetzt hat. Aussagen zur Hauptverursachung sind deshalb bei beteiligten Fußgängern und insbesondere Radfahrern nur bedingt belastbar.
In der folgenden Tabelle wird die Art der Verkehrsbeteiligung nach Hauptunfallverursacher und anderen Beteiligten bei Verkehrsunfällen im Bezirk Harburg dargestellt:
2017 |
2018 |
2019 |
||||
Art der Verkehrs- beteiligung |
Hauptver- ursacher |
andere Beteiligte |
Hauptver- ursacher |
andere Beteiligte |
Hauptver- ursacher |
andere Beteiligte |
Bus |
92 |
88 |
98 |
93 |
118 |
77 |
Fahrrad / Pedelec |
50 |
85 |
66 |
94 |
62 |
108 |
Fußgänger |
40 |
56 |
40 |
64 |
41 |
69 |
Krad |
39 |
35 |
43 |
36 |
34 |
49 |
Lkw |
810 |
498 |
951 |
500 |
898 |
461 |
Mofa/Moped/E-Bike |
8 |
18 |
15 |
16 |
15 |
11 |
Pkw |
3.328 |
4.068 |
3.405 |
4.373 |
3.298 |
4.117 |
Sonstiges Fzg./ ohne Angabe |
697 |
16 |
756 |
13 |
770 |
21 |
Sonstiges Kfz |
60 |
30 |
54 |
19 |
65 |
36 |
Summe |
5.124 |
4.894 |
5.428 |
5.208 |
5.301 |
4.949 |
3.3.2. Art der Verkehrsbeteiligung bei VU mit Verunglückten
In der folgenden Tabelle wird die Art der Verkehrsbeteiligung nach Hauptunfallverursacher und anderen Beteiligten bei Verkehrsunfällen mit Verunglückten im Bezirk Harburg dargestellt:
2017 |
2018 |
2019 |
||||
Art der Verkehrs- beteiligung |
Hauptver- ursacher |
andere Beteiligte |
Hauptver- ursacher |
andere Beteiligte |
Hauptver- ursacher |
andere Beteiligte |
Bus |
9 |
24 |
14 |
29 |
12 |
21 |
Fahrrad/Pedelec |
33 |
68 |
46 |
86 |
33 |
95 |
Fußgänger |
31 |
54 |
33 |
62 |
28 |
65 |
Krad |
30 |
19 |
26 |
17 |
21 |
22 |
Lkw |
58 |
31 |
64 |
42 |
46 |
28 |
Mofa/Moped/E-Bike |
3 |
10 |
9 |
10 |
7 |
3 |
Pkw |
398 |
409 |
395 |
397 |
409 |
362 |
Sonstiges Fzg./ ohne Angabe |
11 |
0 |
9 |
0 |
14 |
2 |
Sonstiges Kfz |
2 |
3 |
2 |
4 |
7 |
6 |
Summe |
575 |
618 |
598 |
647 |
577 |
604 |
3.4.1. Gesamt Anmerkung:
Die Ursachen „Nicht angepasste Geschwindigkeit in anderen Fällen“ und „Ungenügender Si- cherheitsabstand“ können nur gemeinsam betrachtet werden, da bei den meisten Unfällen dieser Ursache (Auffahrunfälle) die Entscheidung für eine der beiden Ursachen erfolgen muss.
In der folgenden Tabelle werden die in den Jahren 2017 bis 2019 im Bezirk Harburg festgestell- ten Hauptunfallursachen der Hauptunfallverursacher in Ursachengruppen zusammengefasst dargestellt. Die Auswahlen „sonstige Fehler des Fahrzeugführers“ und „sonstige Fußgängerfeh- ler“ (Auffangkategorien) wurden nicht einbezogen.
Ursachengruppe |
2017 |
2018 |
2019 |
Wenden / Rückwärtsfahren |
676 |
801 |
771 |
Nebeneinanderfahren |
406 |
470 |
461 |
Abstand |
400 |
425 |
433 |
Geschwindigkeit |
400 |
412 |
318 |
Vorfahrt / Vorrang |
179 |
210 |
201 |
Einfahren |
203 |
184 |
186 |
Abbiegen |
158 |
178 |
182 |
Ruhender Verkehr |
114 |
120 |
97 |
Überholen |
94 |
64 |
61 |
Straßenbenutzung |
37 |
34 |
42 |
Rotlichtverstoß |
36 |
39 |
36 |
Fehlverhalten gegenüber Fußgänger |
33 |
33 |
32 |
Fahrbahnüberquerung durch Fußgänger |
31 |
33 |
29 |
Beleuchtung / Ladung / Besetzung |
25 |
23 |
21 |
Vorbeifahren |
21 |
20 |
16 |
3.4.2. Mit Verunglückten
In der folgenden Tabelle werden die in den Jahren 2017 bis 2019 im Bezirk Harburg festgestell- ten Hauptunfallursachen der Hauptunfallverursacher bei Verkehrsunfällen mit Verunglückten in Ursachengruppen zusammengefasst dargestellt. Die Auswahlen „sonstige Fehler des Fahrzeug- führers“ und „sonstige Fußgängerfehler“ wurden nicht einbezogen.
Ursachengruppe |
2017 |
2018 |
2019 |
Geschwindigkeit |
86 |
103 |
82 |
Abstand |
91 |
85 |
86 |
Abbiegen |
69 |
68 |
70 |
Vorfahrt / Vorrang |
42 |
40 |
49 |
Einfahren |
43 |
41 |
34 |
Fehlverhalten gegenüber Fußgänger |
33 |
32 |
31 |
Fahrbahnüberquerung durch Fußgänger |
28 |
29 |
25 |
Nebeneinanderfahren |
27 |
25 |
28 |
Wenden/Rückwärtsfahren |
22 |
30 |
24 |
Rotlichtverstoß |
15 |
11 |
19 |
Straßenbenutzung |
10 |
9 |
11 |
Überholen |
11 |
8 |
10 |
Ruhender Verkehr |
3 |
7 |
6 |
Technische Mängel |
4 |
3 |
4 |
Vorbeifahren |
1 |
3 |
5 |
Beleuchtung / Ladung / Besetzung |
0 |
0 |
1 |
Anmerkung:
In der folgenden Auswertung werden Verkehrsunfälle dargestellt, die in der Computergestützten Vorgangsbearbeitung (ComVor) der Polizei Hamburg von den aufnehmenden Beamten mit dem Sonderkenner „Unfall auf dem Schulweg“ signiert wurden.
Dieser Sonderkenner unterliegt keiner Plausibilitätsprüfung. Die Validität der Daten ist folglich stark von der Qualität der Dateneingabe abhängig.
Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der „Verkehrsunfälle auf dem Schulweg“ im Bezirk Harburg in den Jahren 2017 bis 2019:
Jahr |
VU mit Getöteten |
VU mit Schwer- verletzten |
VU mit Leichtver- letzten |
VU mit Sach- schaden |
VU Gesamt |
2017 |
- |
4 |
8 |
1 |
13 |
2018 |
- |
4 |
15 |
1 |
20 |
2019 |
- |
3 |
15 |
0 |
18 |
Die jährliche Anzahl der Schulwegunfälle im Bezirk Harburg schwankt geringfügig. Im Verlauf der letzten zehn Jahre ereigneten sich durchschnittlich 15,4 Verkehrsunfälle dieser Art im Jahr.
Hauptunfallursachen sind „Fahrbahnüberquerung durch Fußgänger“ (10), Fehler beim Abbiegen durch Kraftfahrzeuge (Kfz) (9), „Sonstige Fehler des Fahrzeugführers“ durch Kfz (6) und „Sonsti- ge Fehler des Fahrzeugführers“ durch Radfahrer (5).
3.5.1. Bereich Zentrum Harburg
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