21-0696.01

Antwort kleine Anfrage DIE LINKE betr.: Meldeverzögerung von COVID-19-Erkrankungen im Bezirk Harburg

Antwort / Stellungnahme des Bezirksamtes

Letzte Beratung: 23.06.2020 Hauptausschuss Ö 4.9

Sachverhalt

In der von der Stadt Hamburg veröffentlichen Statistik „Lagebild Corona“ vom 15. Mai 2020 wird auf der Seite „Entwicklung der Zahl der positiv auf COVID-19 getesteten Personen nach Bezirken“ im Bezirk Harburg vom 14. auf den 15. Mai eine Erhöhung um 26 Fälle aufgeführt. Diese im Vergleich zu den anderen Bezirken hohe Zahl wird erklärt mit: „Die hohe Fallzahl beruht auf Nachmeldungen vergangener Tage“.

Diese Statistik widerspricht jedoch den von der Pressestelle des Senats herausgegebenen „Informationen zum aktuellen Stand COVID-19 in Hamburg“, ebenfalls vom 15. Mai. Dort heißt es: „Darüber hinaus sind 24 Fälle für die vergangenen Tage nachgemeldet worden. Diese verteilen sich gleichmäßig über die Woche und auf alle Bezirke gleichermaßen.“

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Handelt es sich bei den Nachmeldungen um 24 oder um 26 Fälle?

2. Wurden die betreffenden Fälle sämtlich aus dem Bezirk Harburg nachgemeldet oder verteilt aus allen Bezirken? Wenn aus allen Bezirken, wie viele Fälle wurden wirklich aus dem Bezirk Harburg nachgemeldet?

3. Weshalb wurden die betreffenden Fälle nicht sofort an die Behörde gemeldet?

4. Welche Institutionen waren für die Meldungen verantwortlich? Bitte aufführen.

5. Welche Institutionen haben die betreffenden Fälle nachgemeldet? Bitte aufführen.

6. Wann wurden die nachgemeldeten Erkrankungen jeweils festgestellt? Bitte jeweils mit Datum aufführen.

7. Stehen diese Krankheitsfälle in Beziehung zueinander, d. h. haben sich die betroffenen Personen gegenseitig angesteckt oder handelt es sich um voneinander unabhängige Ansteckungsfälle? Bitte alle zusammenhängenden Fälle mit der jeweiligen Anzahl der erkrankten Personen aufführen.

FREIE UND HANSESTADT HAMBURG

Bezirksamt Harburg 03.06.2020

Das Bezirksamt Harburg nimmt zu der Anfrage der DIE LINKE-Fraktion (Drs. 21-0696) wie folgt Stellung:

1. Handelt es sich bei den Nachmeldungen um 24 oder um 26 Fälle?

Antwort: Es handelt sich um 26 Fälle.

2. Wurden die betreffenden Fälle sämtlich aus dem Bezirk Harburg nachgemeldet

oder verteilt aus allen Bezirken? Wenn aus allen Bezirken, wie viele Fälle wurden

wirklich aus dem Bezirk Harburg nachgemeldet?

Antwort: Die Fälle wurden aus dem Bezirk Harburg nachgemeldet.

3. Weshalb wurden die betreffenden Fälle nicht sofort an die Behörde gemeldet?

Antwort: Die Fälle wurden nicht sofort an die Behörde gemeldet, da die Eingabe im Fach

verfahren Octoware fehlerhaft war.

4. Welche Institutionen waren für die Meldungen verantwortlich? Bitte aufführen.

Antwort: Das Gesundheitsamt Harburg war für die Meldung verantwortlich.

5. Welche Institutionen haben die betreffenden Fälle nachgemeldet? Bitte aufführen.

Antwort: Das Gesundheitsamt Harburg hat die betreffenden Fälle nachgemeldet.

6. Wann wurden die nachgemeldeten Erkrankungen jeweils festgestellt? Bitte jeweils

mit Datum aufführen.

Antwort: Die Fälle wurden wie folgt festgestellt und unverzüglich bearbeitet: 29.03.2020

1 Fall, 31.03.2020 1 Fall, 04.04.2020 1 Fall, 07.04.2020 15 Fälle, 18.04.2020 7 Fälle,

20.04.2020 1 Fall. Die Fälle wurden unmittelbar nach Bekanntwerden der fehlerhaften

Eingabe am 14.05.2020 an die Behörde gemeldet.

7. Stehen diese Krankheitsfälle in Beziehung zueinander, d. h. haben sich die be

troffenen Personen gegenseitig angesteckt oder handelt es sich um voneinander

unabhängige Ansteckungsfälle? Bitte alle zusammenhängenden Fälle mit der je

weiligen Anzahl der erkrankten Personen aufführen.

Antwort: Die Erkrankungsfälle stehen nicht im epidemiologischen Zusammenhang.

Fredenhagen

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