Antwort auf Anfrage CDU betr. Entwicklung der Nutriastrecke im Bezirk Harburg
Letzte Beratung: 18.11.2025 Hauptausschuss Ö 3.3
Nutria sind eine invasive Art, die das hamburgische Ökosystem, die Landwirtschaft und den Hochwasserschutz vor Herausforderungen stellen können. Berichte über das schädliche Potenzial dieser Tiere sind zahlreich und unstrittig. Durch die hohe Reproduktionsfähigkeit und die milden Winter hat sich die Population der Nutria in den letzten Jahren massiv erhöht. Nach Daten des DJV sind in Hamburg 72% der Reviere betroffen – nur Bremen hat mit 93% einen höheren Besatz. Die Entwicklung der Population lässt sich auch in der Streckenliste für Nutria für Hamburg erkennen. Seit dem Jagdjahr 2018/19 ist die Strecke von 313 auf 2648 Tiere im Jahr 2023/24 massiv angestiegen.
Die Zahl der Nutria wurde in Harburg im Jahr 2023 auf 6437 Tiere geschätzt. Doch wie hat sich die Strecke in Harburg in den letzten Jahren entwickelt?
Vor diesem Hintergrund bitten wir die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft um die Beantwortung folgender Fragen:
Hamburg, am 05.09.2025
BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG
Der Vorsitzende
16. Oktober 2025
Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) beantwortet die o.g. Anfrage, Drs. 22-0972, wie folgt:
Jahr |
Gesamtstrecke (ohne Fallwild) |
2018/2019 |
64 |
2019/2020 |
78 |
2020/2021 |
351 |
2021/2022 |
239 |
2022/2023 |
300 |
2023/2024 |
488 |
2024/2025 |
590 |
Es liegen keine Erkenntnisse dazu vor.
Die Stadtjäger verrichten ihre Tätigkeit auf freiwilliger Basis und sind nicht durch die FHH beauftragt. Die Beauftragung der Stadtjäger durch Dritte (meistens Privatpersonen) wird nicht erfasst.
Das Bezirksamt Harburg zahlt die Aufwandentschädigung für das Entnehmen von Nutria erst seit April 2025 aus. Es liegen der Fachbehörde noch keine Auswertungen dazu vor.
gez. Böhm
f.d.R. Leptien
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