Antwort Anfrage CDU betr. Modelleisenbahn im Museum für Hamburgische Geschichte
Letzte Beratung: 14.02.2023 Hauptausschuss Ö 3.7
Im Museum für Hamburgische Geschichte befindet seit nunmehr 73 Jahren die Modellbahnanlage des Bahnhofs Harburg. Dort finden stündliche Vorführungen des Gesamtbetriebs statt. Gebaut und betrieben wird die Modelleisenbahn vom Verein Modelleisenbahn Hamburg e.V. mit mehreren Dutzend ehrenamtlich tätigen Mitgliedern. Nach Angaben des Museums handelt es sich um einen Publikumsmagneten der an guten Tagen dazu führt, dass Hafen- und Eisenbahnfreunde aus der ganzen Welt anreisen.
Nach Umbauplanungen des Museums soll die Modellbahnanlage bis Ende Januar 2023 vollständig abgebaut werden. Dem Verein ist angeboten worden, in einem anderen Geschoss eine modifizierte Version mit deutlicher Verkleinerung aufzubauen.
Wir fragen die Bezirksverwaltung:
Hamburg, am 12.01.2023
FREIE UND HANSESTADT HAMBURG
Bezirksamt Harburg 25.01.2023
Das Bezirksamt Harburg beantwortet die Anfrage der CDU-Fraktion (Drs. 21-2647) wie folgt:
1. Teilt die Leitung des Bezirksamtes Harburg die Auffassung, dass es sich bei der Modelleisenbahn des Bahnhofs Harburg im Museum für Hamburgische Geschichte um eine international renommierte Attraktion handelt?
Die Modelleisenbahn wird seit vielen Jahrzehnten im Museum für Hamburgische Geschichte betrieben. Die lange Zeit des Betriebs legt nahe, dass die Eisenbahn für das Museum von Bedeutung ist.
2. Stellt auch aus Sicht der Bezirksverwaltung der Betrieb der Anlage eine erhebliche Attraktion und Werbemaßnahme für den Bezirk Harburg dar?
Die Anlage unterstreicht auf ihre Weise, dass der Bezirk Harburg ein wichtiger Teil der Freien und Hansestadt Hamburg ist.
3. Wäre es auch aus Sicht des Bezirksamtes und im Interesse Harburgs außerordentlich zu bedauern, wenn die Anlage nicht in dem bisherigen Umfang weiterbetrieben werden kann?
Es wäre vor allem zu bedauern, das die zahlreichen ehrenamtlich Engagierten diese Anlage nicht weiter betreiben könnten und somit ihren Beitrag zum Erhalt der Hamburger und Harburger Stadtgeschichte nicht mehr in der gewohnten Art und Weise leisten könnten.
4. Sieht das Bezirksamt Möglichkeiten die Anlage in der bisherigen Größe von 530 qm Fläche zukünftig im Bereich des Bezirkes Harburg zu betreiben?
Nein.
5. Ist das Bezirksamt bereit, kurzfristig zu prüfen, ob sich in Harburg geeignete Gebäude für den Betrieb der Modelleisenbahn – sei es in öffentlicher oder in privater Hand – befinden, in die die Anlage dauerhaft aufgenommen werden könnte?
Ja. Da die Modellbahnanlage nicht nur den Harburger Bahnhof zeigt, sondern auch den Hauptgüterbahnhof Hamburg, die frühere Pfeilerbahn und einen typischen Hamburger Kaischuppen mit seinem Gleisanschluss an die Hafenbahn, wie er vor dem Bau der neuen HafenCity dort stand, es sich somit also nicht nur um Harburger Eisenbahngeschichte, sondern um eine „gesamthamburgische“ Darstellung handelt, muss sich die Prüfung von Ersatzflächen nicht zwangsläufig auf den Bezirk Harburg beschränken.
6. Um welche Gebäude könnte es sich dabei handeln und in welchem Umfang stehen diese ggf. auch kurzfristig zur Verfügung?
Diese Frage ist vor Beginn einer Prüfung nicht seriös beantwortbar.
Fredenhagen
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