Antwort Anfrage CDU betr. Anrede im Fragebogen zur Umgestaltung des Schwarzenbergs
Letzte Beratung: 14.06.2022 Hauptausschuss Ö 1.6
Die Umfrage zur Umgestaltung des Schwarzenbergs ist seit 02.05.22 online gestellt (www.mitteninharburg.de/schwarzenberg).
Bürger aller Altersgruppen sollen dort ihre Ideen, Anregungen und Wünsche plazieren können, damit sie ggf. in die weitere Planung der Parkgestaltung einbezogen werden können.
Deshalb irritiert es, dass im Fragebogen interessierte Bürger ausschließlich geduzt werden.
Dies erweckt den Eindruck, dass überwiegend Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen werden sollen.
Erst im weiteren Verlauf des Fragebogens lässt sich aus Altersgruppen zwischen 5 und 60+ auswählen.
Das Siezen ist die übliche Anrede von Bürgern. Insbesondere ältere und alte Menschen schätzen es zudem als respektvolle Anrede. Es stellt sich daher die Frage, warum in diesem Fragebogen vom üblichen Siezen abgewichen worden ist, obwohl doch Harburger aller Altersgruppen angesprochen werden sollen.
Dies vorausgeschickt fragen wir die Bezirksamtsleiterin:
1. Warum wird in der Umfrage geduzt?
2. Wer hat dies veranlasst oder freigegeben?
3. Mit welcher Absicht?
Hamburg, am 03.05.2022
Ralf-Dieter Fischer Rainer Bliefernicht
Fraktionsvorsitzender
FREIE UND HANSESTADT HAMBURG
Bezirksamt Harburg 16.05.2022
Das Bezirksamt Harburg beantwortet die Anfrage der CDU-Fraktion (Drs. 21-2179) wie folgt:
Bei den vorangegangenen Beteiligungen zum Schwarzenberg (vier Termine mit unterschiedlichen Formaten) wurden die jüngeren Altersgruppen (unter 30 Jahren) im Gegensatz zu den älteren (50+) kaum erreicht.
Das Sport- und Spieleband, zu dem am 13.05.2022 beteiligt wird, richtet sich grundsätzlich an alle Altersgruppen. Aufgrund der bisherigen Beteiligungsresonanz ist es wichtig, für diesen Nutzungsbaustein gezielt jüngere Zielgruppen anzusprechen - auch deshalb, da diese mutmaßlich den Großteil der künftigen Nutzer:innen darstellen. Für die Ansprache dieser Zielgruppe hat sich das Gebietsmanagement für das „Du“ entschieden, um eine direktere sowie stärker aktivierende Wirkung zu erzielen.
Unabhängig davon ist das „Du“ im Internet keine ungewöhnliche Ansprache. Unternehmen wie zum Beispiel Hamburg Wasser, Hamburg Energie oder der Verkehrsverbund HVV, die alle Altersgruppen bedienen, haben vor einiger Zeit das „Du“ für die Kund:innenansprache gewählt. Auch dies Vorgehen der städtischen Unternehmen ist in die Abwägung eingeflossen.
Das erwähnte Plakat wurde vom Gebietsmanagement mit dem Fachamt Management
des öffentlichen Raums abgestimmt.
Siehe Antwort zur Frage 1.
Fredenhagen
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