Antrag der Volt-Fraktion: Erhaltungswürdigkeit der Helms-Villa / des "Waldhauses" am Hainholzweg 140 erneut prüfen
Letzte Beratung: 02.06.2026 Bezirksversammlung Harburg Ö 6.23
Nach aktuellen Presseberichten soll die sogenannte Helms-Villa, auch als „Waldhaus“ des Harburger Kaufmanns August Helms bezeichnet, am Hainholzweg 140 abgerissen werden. Das Hamburger Abendblatt berichtet, dass das Archäologische Museum Hamburg / Stadtmuseum Harburg die stadtgeschichtliche Relevanz der Immobilie bestätigt habe.
August Helms war Senator, Kaufmann und Gründer des Museumsvereins für den Stadt- und Landkreis Harburg. Die Gründung dieses Museumsvereins im Jahr 1898 gilt als Ausgangspunkt des heutigen Archäologischen Museums Hamburg / Stadtmuseums Harburg. Das Museum selbst beschreibt seine Entwicklung von einer Harburger Bürger- bzw. Vereinssammlung zu einer anerkannten Fachinstitution und zum Stadtmuseum Harburg als identitätsstiftend für Harburg und die südliche Metropolregion.
In der aktuellen Denkmalliste Harburg ist am Hainholzweg lediglich die Apostelkirche Hainholzweg 52 aufgeführt; ein Eintrag für Hainholzweg 140 findet sich dort nicht. Zugleich weist das Denkmalschutzamt darauf hin, dass auch nicht gelistete Gebäude zur Prüfung vorgeschlagen werden können. Nach den Erläuterungen des Denkmalschutzamtes reicht für die Denkmaleigenschaft bereits einer der Gründe geschichtliche, künstlerische oder wissenschaftliche Bedeutung oder die Bewahrung charakteristischer Eigenheiten des Stadtbildes aus.
Angesichts der stadtgeschichtlichen Verbindung zu August Helms, der besonderen architektonischen Erscheinung des Gebäudes und der drohenden Unumkehrbarkeit eines Abrisses besteht dringender Beratungs- und Prüfbedarf.
Die Bezirksversammlung Harburg möge beschließen:
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