Antrag der GRÜNE-Fraktion betr. Temporäre Bussonderspuren im Elbtunnel prüfen, um Pünktlichkeit der Busse 150 und 250 zu verbessern
Letzte Beratung: 28.04.2026 Bezirksversammlung Harburg Ö 6.31
Die Buslinien 150 (Cranz–Altona) und 250 (Fischbek–Altona) sind zentrale ÖPNV-Verbindungen für den Bezirk Harburg und sichern eine der wenigen regelmäßigen Elbquerungen abseits des Schienenverkehrs. Laut der Stellungnahme der BVM vom 2. März 2026 (Drs. 22-1310.01) ist die Durchfahrung des Elbtunnels mit Abstand die größte Einzelursache für Verspätungen auf beiden Linien. Zwischen den Haltestellen Behringstraße (AK Altona) und Dradenaubrücke entstehen durchschnittliche Verzögerungen von rund zwei Minuten pro Fahrt – Verzögerungen, die sich auf den gesamten weiteren Linienverlauf auswirken.
Die BVM benennt in ihrer Stellungnahme einen konkreten Lösungsansatz: Zu den Zeiten, in denen alle vier Röhren des Elbtunnels zur Verfügung stehen, solle die jeweils rechte Fahrspur als Sonderspur ausschließlich für Busse und Einsatzfahrzeuge freigegeben werden. Drei Fahrspuren je Richtung verblieben dabei weiterhin dem allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr. Darüber hinaus verweist die BVM auf positive Erfahrungen mit temporären Bedarfsbusspuren auf Standstreifen in anderen europäischen Ländern.
Diese Vorschläge aus der zuständigen Fachbehörde verdienen politische Unterstützung durch die Bezirksversammlung.
Die Bezirksversammlung Harburg unterstützt die von der BVM genannten Ansätze zur Verbesserung der Betriebsqualität der Linien 150 und 250.
Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird daher gebeten, sich gegenüber der Autobahn GmbH und dem zuständigen Bundesministerium dafür einzusetzen, folgende Lösungsansätze zu prüfen:
1. die Einrichtung einer Bussonderspur im Elbtunnel auf der jeweils rechten Fahrspur immer dann, wenn alle vier Spuren in der entsprechenden Richtung verfügbar sind
2. die Einrichtung temporärer Bedarfsbusspuren auf Autobahnstandstreifen im Bereich der A1/A7 bei länger andauernden Störungen oder Baustellen.
Über die Ergebnisse der Prüfungen soll der Ausschuss für Mobilität und Inneres informiert werden.
Zudem möge sich der Vorsitzende der Bezirksversammlung bei der BVM dafür einsetzen, die systematische Erfassung von Verspätungsursachen – insbesondere tunnelbedingter Störungen – bei der HOCHBAHN einzufordern, um künftige politische Entscheidungen auf einer belastbaren Datengrundlage treffen zu können.
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