22-1533

Antrag CDU betr. Sportinfrastrukturanalyse Bezirk Harburg - Evaluation und Weiterentwicklung

Antrag

Letzte Beratung: 31.03.2026 Bezirksversammlung Harburg Ö 7.6

Sachverhalt

Im Jahr 2020 wurde durch das Bezirksamt eine umfangreiche Sportinfrastrukturanalyse für den Bezirk Harburg erstellt und veröffentlicht. Diese Analyse stellte eine detaillierte Bestandsaufnahme der vorhandenen Sportinfrastruktur dar und untersuchte sowohl den Bestand als auch die zu erwartenden Bedarfe bis zum Jahr 2030.

Im Rahmen der Analyse wurden vorhandene Defizite aufgezeigt sowie Handlungsempfehlungen formuliert. Neben der Sicherung bestehender Sportflächen wurde insbesondere die Notwendigkeit einer angemessenen finanziellen Ausstattung des Bezirks zur Sicherung und Weiterentwicklung der Sportinfrastruktur hervorgehoben.


Zugleich wurde empfohlen, die Sportstättenbedarfsplanung als dauerhafte Aufgabe zu verstehen. Neben klassischen Normsportflächen sollten dabei auch neue Formen von Sport- und Bewegungsangeboten sowie sich verändernde Bedarfe der Bevölkerung stärker berücksichtigt werden.


Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die Ergebnisse der Sportstättenbedarfsplanung bei der Planung neuer schulischer Infrastruktur regelmäßig berücksichtigt werden sollen. Ebenso wurde empfohlen, bei größeren städtebaulichen Entwicklungsprojekten frühzeitig ausreichende Sport- und Bewegungsflächen einzuplanen.


Seit der Veröffentlichung der Analyse hat sich der Bezirk Harburg jedoch weiter dynamisch entwickelt. Insbesondere im Bereich Süderelbe sind mit neuen Wohngebieten wie Heidbrook bereits umfangreiche Wohnbauvorhaben realisiert worden. Mit dem geplanten Stadtteil Fischbeker Reethen steht ein weiteres großes Entwicklungsgebiet bevor. Insgesamt ist dort mit mehreren tausend neuen Einwohnerinnen und Einwohnern zu rechnen.


Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwieweit die Empfehlungen der Sportinfrastrukturanalyse in der Praxis umgesetzt wurden und ob die vorgesehenen Sportflächen tatsächlich ausreichen, um den steigenden Bedarf zu decken.


Im Zusammenhang mit den Planungen für Fischbeker Reethen wurde zwar eine Sportfläche vorgesehen. Es stellt sich jedoch die Frage, ob diese Fläche optimal genutzt wird und ob sie den zukünftigen Bedarfen der Bevölkerung sowie den Anforderungen der benachbarten Sportvereine gerecht wird. Positiv zu bewerten ist die Tatsache, dass das benachbarte Schulgelände so ausgerichtet ist, dass die Sporthalle und deren Zugang gegenüber der neuen bezirkslichen Sportstätte angesiedelt wurde.


Zudem weist die Sportinfrastrukturanalyse selbst darauf hin, dass bestimmte Bereiche – wie zusätzliche sportartspezifische Anlagen oder informelle Sportangebote im öffentlichen Raum – bislang nicht vollständig betrachtet wurden. Gerade vor dem Hintergrund wachsender Quartiere und sich wandelnder Sportgewohnheiten gewinnt dieser Aspekt zunehmend an Bedeutung.

Petitum/Beschluss


Die Bezirksversammlung beschließt:

Das Bezirksamt wird gebeten, bis zur Sommerpause

  1. im Ausschuss für Bildung und Sport die zentralen Ergebnisse der Sportinfrastrukturanalyse aus dem Jahr 2020 vorstellen und darstellen, welche Handlungsempfehlungen seitdem umgesetzt wurden.
  2. eine erste Zwischenbilanz zur Entwicklung der Sportinfrastruktur im Bezirk Harburg seit 2020 vorlegen.
  3. insbesondere auf die Situation im Bereich Süderelbe eingehen und darstellen, wie sich dort die Versorgung mit Sportstätten angesichts der Bevölkerungsentwicklung entwickelt hat.
  4. erläutern, wie bei größeren Wohnungsbauprojekten – insbesondere im Zusammenhang mit Fischbeker Reethen – die Ergebnisse der Sportstättenbedarfsplanung berücksichtigt wurden.

Bis zum Jahresende

  1. gemeinsam mit den im Bereich Süderelbe aktiven Sportvereinen – insbesondere der
    • TV Fischbek von 1921 e.V. sowie dem
    • FC Süderelbe von 1949 e.V.

die zukünftigen Bedarfe an Sportstätten und Sportflächen im Bereich westliches Süderelbe zu erörtern und die Ergebnisse dem Ausschuss für Bildung und Sport vorzustellen.

  1. darzustellen, welche zusätzlichen Sport- und Bewegungsflächen – insbesondere für den nichtorganisierten Sport (z. B. Bewegungsparks, Calisthenicsanlagen oder multifunktionale Sportflächen) – in wachsenden Quartieren berücksichtigt werden können.
  2. zu prüfen, ob aufgrund der dynamischen Bevölkerungsentwicklung im Bezirk Harburg eine Fortschreibung bzw. Aktualisierung der Sportinfrastrukturanalyse erforderlich ist und dem Ausschuss hierzu einen Vorschlag für das weitere Vorgehen vorzulegen.


Hamburg, am 12.03.2026

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