Antrag CDU betr. Sportinfrastrukturanalyse Bezirk Harburg - Evaluation und Weiterentwicklung
Letzte Beratung: 31.03.2026 Bezirksversammlung Harburg Ö 7.6
Im Jahr 2020 wurde durch das Bezirksamt eine umfangreiche Sportinfrastrukturanalyse für den Bezirk Harburg erstellt und veröffentlicht. Diese Analyse stellte eine detaillierte Bestandsaufnahme der vorhandenen Sportinfrastruktur dar und untersuchte sowohl den Bestand als auch die zu erwartenden Bedarfe bis zum Jahr 2030.
Im Rahmen der Analyse wurden vorhandene Defizite aufgezeigt sowie Handlungsempfehlungen formuliert. Neben der Sicherung bestehender Sportflächen wurde insbesondere die Notwendigkeit einer angemessenen finanziellen Ausstattung des Bezirks zur Sicherung und Weiterentwicklung der Sportinfrastruktur hervorgehoben.
Zugleich wurde empfohlen, die Sportstättenbedarfsplanung als dauerhafte Aufgabe zu verstehen. Neben klassischen Normsportflächen sollten dabei auch neue Formen von Sport- und Bewegungsangeboten sowie sich verändernde Bedarfe der Bevölkerung stärker berücksichtigt werden.
Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die Ergebnisse der Sportstättenbedarfsplanung bei der Planung neuer schulischer Infrastruktur regelmäßig berücksichtigt werden sollen. Ebenso wurde empfohlen, bei größeren städtebaulichen Entwicklungsprojekten frühzeitig ausreichende Sport- und Bewegungsflächen einzuplanen.
Seit der Veröffentlichung der Analyse hat sich der Bezirk Harburg jedoch weiter dynamisch entwickelt. Insbesondere im Bereich Süderelbe sind mit neuen Wohngebieten wie Heidbrook bereits umfangreiche Wohnbauvorhaben realisiert worden. Mit dem geplanten Stadtteil Fischbeker Reethen steht ein weiteres großes Entwicklungsgebiet bevor. Insgesamt ist dort mit mehreren tausend neuen Einwohnerinnen und Einwohnern zu rechnen.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwieweit die Empfehlungen der Sportinfrastrukturanalyse in der Praxis umgesetzt wurden und ob die vorgesehenen Sportflächen tatsächlich ausreichen, um den steigenden Bedarf zu decken.
Im Zusammenhang mit den Planungen für Fischbeker Reethen wurde zwar eine Sportfläche vorgesehen. Es stellt sich jedoch die Frage, ob diese Fläche optimal genutzt wird und ob sie den zukünftigen Bedarfen der Bevölkerung sowie den Anforderungen der benachbarten Sportvereine gerecht wird. Positiv zu bewerten ist die Tatsache, dass das benachbarte Schulgelände so ausgerichtet ist, dass die Sporthalle und deren Zugang gegenüber der neuen bezirkslichen Sportstätte angesiedelt wurde.
Zudem weist die Sportinfrastrukturanalyse selbst darauf hin, dass bestimmte Bereiche – wie zusätzliche sportartspezifische Anlagen oder informelle Sportangebote im öffentlichen Raum – bislang nicht vollständig betrachtet wurden. Gerade vor dem Hintergrund wachsender Quartiere und sich wandelnder Sportgewohnheiten gewinnt dieser Aspekt zunehmend an Bedeutung.
Die Bezirksversammlung beschließt:
Das Bezirksamt wird gebeten, bis zur Sommerpause
die zukünftigen Bedarfe an Sportstätten und Sportflächen im Bereich westliches Süderelbe zu erörtern und die Ergebnisse dem Ausschuss für Bildung und Sport vorzustellen.
Hamburg, am 12.03.2026
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