Antrag CDU betr. Situation der Mieterinnen und Mieter in Dachgeschosswohnungen des Eisenbahnbauvereins Harburg
Für rund 20 Haushalte in den Straßen Reeseberg, Tivoliweg und Walter-Koch-Weg in Hamburg-Harburg ist die Wohnsituation ungewiss. Der Eisenbahnbauverein Harburg hat die betroffenen Mieterinnen und Mieter aufgefordert, ihre Dachgeschosswohnungen innerhalb von sechs Monaten zu verlassen.
Zur Begründung wird angeführt, dass es sich um sogenannte Behelfswohnungen aus der Nachkriegszeit handelt, für die heute keine gültige Baugenehmigung mehr vorliege und kein Bestandsschutz bestehe.
Gleichzeitig liegt nach Auskunft des Bezirksamts Harburg keine behördliche Nutzungsuntersagung vor.
Für die betroffenen Haushalte – teils langjährige Mieter – bedeutet dies eine erhebliche Belastung, insbesondere vor dem Hintergrund des angespannten Wohnungsmarktes. Zwar wurden Ersatzwohnungen sowie Umzugs- und Renovierungshilfen in Aussicht gestellt, jedoch bestehen weiterhin Unsicherheiten hinsichtlich der tatsächlichen Verfügbarkeit und Zumutbarkeit.
Die Bezirksversammlung beschließt:
Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, einen Vertreter des EBV und des Bauamtes in den Stadtentwicklungsausschuss einzuladen, um u.a. zu folgenden Themen Auskunft zu geben:
Grundsätzlich soll sich das Bezirksamt gegenüber dem Eisenbahnbauverein Harburg für eine Verlängerung der Räumungsfrist sowie für sozialverträgliche Lösungen einsetzen. Gegebenenfalls möge eine Aussetzung der Maßnahme geprüft werden bzw. zumindest darauf hingewirkt werden, dass den betroffenen Haushalten tatsächlich angemessener Ersatzwohnraum zur Verfügung gestellt wird.
Hamburg, am 08.05.2026
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.