Antrag CDU betr. Nutria: Aktuelle Datenlage für Methoden des Bestandsmanagements
Letzte Beratung: 02.06.2026 Bezirksversammlung Harburg Ö 6.8
In der Debatte zur Reduktion der Nutriapopulation wird aktuell um die beste Methode gestritten. Hierbei werden, neben Allgemeinmaßnahmen wie Schilder für ein Fütterungsverbot oder angepasste Ufergestaltung, auch aktive Maßnahmen zur Bestandsregulierung nötig.
In der Vergangenheit wurde vor allem auf die Bejagung gesetzt, unter anderem mittels Lebendfallen und der sogenannten „Schwanzprämie“. Als Alternative wird nun, unter Verweis auf Pilotprojekte in Italien, auf die Möglichkeit einer Kastration verwiesen.
Die Bezirksversammlung beschließt:
Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, auskunftsfähige Vertreter der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) in den Ausschuss für Klima, Umwelt- und Verbraucherschutz (KUV) einzuladen, um eine Einschätzung zur aktuellen Datenlage hinsichtlich der Wirksamkeit, Kosten und Umsetzbarkeit verschiedener Methoden des Bestandsmanagements (Bejagung vs. Kastration) von Nutrias zu geben. Hierbei sollen verschiedene Projekte kurz umrissen und die daraus hervorgegangenen Paper mit den entsprechenden Kernaussagen vorgestellt werden.
Darüber hinaus soll der Evidenzgrad eingeschätzt und explizit ausgeführt werden, ob die Paper ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen haben.
Der Bericht der Fachbehörde kann dem KUV alternativ auch schriftlich vorgelegt werden.
Hamburg, am 08.05.2026
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