AfD fordert! Etablierung der Walpurgisnacht mit integriertem Mittelaltermarkt auf dem Harburger Rathausplatz als jährliche kulturelle Tradition, Durchführung vom 30. April bis 2. Mai 2027
Harburg verfügt über eine reiche Geschichte, die bis ins Hochmittelalter zurückreicht und es wert ist, sichtbar und erlebbar gemacht zu werden.
Die Siedlung wurde erstmals zwischen 1133 und 1137 als „Horeburg“ (Burg im Sumpf) urkundlich erwähnt.
Bereits 1297 verlieh Herzog Otto von Braunschweig-Lüneburg der Stadt das Stadtrecht. Harburg entwickelte sich zu einem wichtigen mittelalterlichen Handelsplatz am südlichen Elbufer mit einem lebendigen Hafen. Das Harburger Schloss auf der Schlossinsel – das älteste bauliche Zeugnis des heutigen Stadtteils – war der Entstehungskern der Siedlung und diente später als Residenz einer welfischen Nebenlinie.
Die strategische Lage als Wasserburg und spätere Festung unterstreicht die historische Bedeutung Harburgs als eigenständige Stadt (bis 1937).
Der Harburger Rathausplatz liegt genau im Herzen dieses historischen Zentrums und ist der ideale Ort, um diese Vergangenheit lebendig werden zu lassen.
Die Walpurgisnacht am 30. April gehört zu den ältesten deutschen Volksbräuchen.
Sie markiert den Übergang zum Frühling, geht auf alte heidnische Fruchtbarkeits- und Abwehrrituale zurück und wurde später christlich überformt.
Mit Feuerbräuchen, Tanz und Geselligkeit wurde das Böse vertrieben und das neue Jahr begrüßt – ein Brauch, der in vielen Regionen Deutschlands bis heute gepflegt wird.
Durch die Kombination mit einem authentischen Mittelaltermarkt (Handwerk, Gaukler, Musik und historisches Marktgeschehen) wird die Walpurgisnacht zu einem ganzheitlichen Erlebnis.
Sie macht Harburgs eigene mittelalterliche Geschichte greifbar: den Handel am Elbufer, das Leben in der Burgsiedlung, die welfische Residenzkultur und das Selbstbewusstsein einer freien mittelalterlichen Stadt. Gerade auf dem Rathausplatz wird für jeden Bürger und Besucher sichtbar, was unsere Werte und unsere Geschichte ausmachen: Heimatverbundenheit, Respekt vor Traditionen, Gemeinschaftssinn und das Bewusstsein für die eigene kulturelle Identität.In einer Zeit, in der viele kulturelle Wurzeln vernachlässigt oder verdrängt werden, setzt dieser Beschluss ein klares Zeichen:
Harburg hat eine ereignisreiche Geschichte.
Die Veranstaltung stärkt das lokale Identitätsgefühl, fördert den Zusammenhalt zwischen den Generationen und zieht Gäste aus ganz Hamburg und der Umgebung an. Sie ist keine bloße Unterhaltung, sondern gelebte Heimatpflege.
Die AfD-Fraktion Hamburg-Harburg fordert daher die Bezirksversammlung auf, diese Tradition aktiv zu beschließen und dauerhaft zu verankern.
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