22-0958.1.1

WLAN für das Bürgerhaus Langenhorn Bezug: Drucksache 22-0958.1

Mitteilungsvorlage Bezirksamt

Letzte Beratung: 16.04.2026 Bezirksversammlung Ö 8.1

Sachverhalt

Der Regionalausschuss Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Langenhorn-Alsterdorf-Groß Borstel (FOLAG) hat in seiner Sitzung am 28.04.2025 einstimmig folgende Beschlussempfehlung formuliert:

Die Bezirksamtsleiterin wird gebeten, in der Richtung tätig zu werden,

  • dass im Bürgerhaus Langenhorn für die Öffentlichkeit ein WLAN-Zugang ermöglicht wird,
  • dass diesbezüglich alle datenschutzrechtlichen Vorgaben eingehalten werden,
  • dass vom Bezirksamt geprüft wird, ob Betreiber wie „Data Port“ oder das in vielen Behörden nutzbare „datWLAN“ geeignet ist,
  • dass die Umsetzung so schnell wie möglich erfolgt.

Der Hauptausschuss folgte in seiner Sitzung vom 6.5.2025 der Empfehlung. Das Bezirksamt Hamburg-Nord hat daraufhin mögliche Optionen für die Einrichtung eines WLAN-Zugangs gepft und bewertet.

  1. Ausgangslage

Das Bezirksamt Hamburg-Nord bietet an seinen Hauptstandorten bereits kostenloses WLAN in stark frequentierten Kundenbereichen an. Das Bürgerhaus Langenhorn ist als sogenannte „Kleindienststelle“ bislang jedoch nicht direkt in das städtische FHH-Netz integriert; die Nutzung des öffentlichen „datWLAN“ von Dataport daher technisch nicht möglich. Die Internetanbindung zu dienstlichen Zwecken erfolgt über eine DSL-Leitung, die vergleichbar mit einer privaten Internetverbindung ist. Die Mitarbeitenden wählen sich über einen sicheren VPN-Tunnel in das FHH-Netz ein.

  1. Technische Möglichkeiten zur Einrichtung eines öffentlichen WLANs

a) Erweiterung des bestehenden DSL-Zugangs

Die Erweiterung des DSL-Zugangs um ein öffentliches WLAN, ist zwar grundsätzlich kostengünstiger, jedoch aus Sicherheitsgründen nicht zulässig. Dies liegt daran, dass der FHH-Arbeitsplatz im gleichen Netz verbleiben würde, wodurch das interne FHH-Netz potenziell kompromittierbar wäre. Eine mögliche Alternative wäre die Einrichtung eines zweiten DSL-Zugangs ausschließlich für das öffentliche WLAN. Diese Lösung ist jedoch unreguliert und unüberwacht, was erhebliche Risiken hinsichtlich des Jugendschutzes, Datensicherheit und Missbrauch mit sich bringt. Zudem gäbe es keinen festen Ansprechpartner für die Behebung von Störungen, was die Zuverlässigkeit des Angebots beeinträchtigen würde.

b) Anbindung an das FHH-Netz

Dataport hat die Kosten für eine mögliche Anbindung des Bürgerhauses Langenhorn an das FHH-Netz in einer unverbindlichen Kostenschätzung mit über 121.000 Euro beziffert, exklusive Verkabelung, aktiver Netzwerkkomponenten, Accesspoints und Planungsarbeiten. Die geschätzten Kosten dafür belaufen sich zusätzlich auf ca. 15.000 Euro. Dazu kommen noch Erdarbeiten, die ebenfalls auf ca. 15.000 Euro geschätzt werden. Die Maßnahme bedürfte zudem auch der Zustimmung des Hauseigentümers.

c) Hotspot externer Anbieter

Ebenfalls wurden sogenannte Hotspots von Anbietern wie Telekom oder MobyKlick geprüft. Diese bieten jedoch keine ausreichende Abdeckung, erfüllen nicht die notwendigen Sicherheitsanforderungen und sind zudem nicht exklusiv für das Bürgerhaus nutzbar.

  1. Bewertung

Die Prüfung der möglichen Option hat gezeigt, dass eine sichere Anbindung des Bürgerhauses an das FHH-Netz gegenwärtig aufgrund der hohen Kosten nicht wirtschaftlich und umsetzbar ist.

Petitum/Beschluss

Beschluss:

Die Bezirksversammlung nimmt Kenntnis.

Dr. Bettina Schomburg

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
16.04.2026
Ö 8.1
Anhänge

Keine

Lokalisation Beta
Groß Borstel Langenhorn

Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.