W133-75-1 nur eine Nummer im Straßenbaumkataster? Neuanpflanzung "Tilia europaea - Holländische Linde" aus 2017, doch leider real ohne Pflege Antrag der Fraktion Die Linke
Letzte Beratung: 29.04.2026 Regionalausschuss Alstertal Ö 5.4
In der Bauphase eines Wohnungsbaukomplexes mit Nahversorger und Tiefgarage am Weidende 11 und Saseler Damm 14 / Ring 3 in Poppenbüttel wurden zwei sehr alte Bestands-Solitärbäume (Eiche, 1896) erfolgreich geschützt. Zudem wurde nach Neugestaltung der öffentlichen Nebenflächen (Parkplätze, offene Gräben) 2017 ein neuer Straßenbaum gepflanzt: Linde, Tilia [alle Details aus Geoportal, Straßenbaumkataster s. Anlage].
Die Verwaltung wurde im 1.+2. Halbjahr 2025 via Melde Michel Online mit Fotos informiert, dass die Linde „W133-75-1“ eine baumpflegerische Bewertung und Pflegemaßnahmen benötigt. Trotz Nachricht bzgl. Bearbeitung und Verwaltungshandeln erfolgte keine reale Umsetzung. Im Frühjahr 2026 zeigt sich nun mit der Entwicklung des frischen Blattgrüns zudem, dass die Linde im Mittelkronenbereich einen größeren Astbruch erlitten hat (Totholz, trockenes Laub). Der konkurrierend starkwachsender Neophyt Buddleja-Baum verwächst sich fortschreitend in die Lindenkrone und weitet sich behindernd in den öffentlichen Straßenraum aus. Die „unechten“ Nebenschüsse der Linde (Stammhöhe auf Bodenniveau) und wilde Haselnussgehölze wachsen gegenüberliegend in den Gehweg hinein.
Von einem Erscheinungsbild „Tilia europaea – Holländische Linde“ als Solitär-Straßenbaum gemäß Hamburger Straßenbaumkataster kann nicht gesprochen werden.
Dies vorausgeschickt möge der Regionalausschuss Alstertal folgendes beschließen:
Das Bezirksamt Wandsbek und die zuständigen Fachämter werden gebeten,
- für den benannten Straßenbaum Linde „W133-75-1“ zeitnah eine Baumkontrolle auszuführen und baumpflegerische Maßnahmen zu veranlassen
und
- den vor Jahren als Guerilla Gardening-gepflanzten Neophyt Buddleja-Baum zum Wohle der Linde und als Behinderung des öffentlichen Straßenraumes komplett zu entfernen.
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.