Teilhabe stärken, Integrationsarbeit bündeln Integrationskonferenz in Hamburg-Nord Antrag der GRÜNE-Fraktion
Letzte Beratung: 25.06.2026 Bezirksversammlung Ö 7.1
Der Antrag in Kürze und einfacher Sprache
Das Problem: Viele Menschen in Hamburg-Nord sind nicht in Deutschland geboren. Viele Leute aus Hamburg helfen ihnen beim Ankommen und Mitmachen. Das nennt man Integration. Aber ihre Arbeit ist noch nicht gut genug verbunden. Es fehlt ein Ort, wo man zusammen redet Ideen hat.
Die Lösung: Es soll Treffen geben, wo alle über Probleme, Ideen und Hilfe sprechen können. Damit alle noch besser in Hamburg-Nord ankommen.
Wer das machen soll: Das Bezirks-Amt Hamburg-Nord und Menschen, die helfen, sollen das vorbereiten. Die Politik gibt dafür Geld.
Hamburg-Nord ist ein Bezirk gelebter Vielfalt. 33,7% der Menschen in Hamburg-Nord haben einen Migrationshintergrund. Bei unter 18-Jährigen sind es sogar 50,4% (Stand: 31.12.2024; [1]). Diese Vielfalt prägt das gesellschaftliche Zusammenleben und erfordert eine koordinierte und zukunftsorientierte Integrations- und Teilhabepolitik im Bezirk.
Zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen, Vereine und Initiativen sowie engagierte Menschen leisten wichtige Integrationsarbeit – ehrenamtlich und hauptberuflich. Sie unterstützen Neuankommende, stärken gesellschaftliche Teilhabe und fördern Selbstwirksamkeit. Auch die Bezirksverwaltung hat sich interkulturell geöffnet. Integration ist eine Querschnittsaufgabe, die Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft gemeinsam gestalten.
In anderen Hamburger Bezirken, insbesondere Hamburg-Mitte und Harburg, haben sich Integrationskonferenzen als etabliertes Format bewährt. Sie dienen der Bündelung von Themen, der Vernetzung zentraler Akteur*innen sowie der Weiterentwicklung integrationspolitischer Maßnahmen.
In Hamburg-Nord übernimmt derzeit der Runde Tisch Integration eine wichtige Rolle im fachlichen Austausch. Er ist u.a. eine kleine Plattform von Akteur*innen aus der Integrationsarbeit, Ehren- und Hauptamtlichen, ermöglicht Netzwerkarbeit, gibt Best-Practice-Beispiele, benennt Bedarfe und Belange der unterschiedlichen Communitys. Er findet bis zu 2x im Jahr statt. Es fehlt jedoch bislang ein strukturierter, öffentlich sichtbarer Rahmen, der die vielfältigen Aktivitäten systematischer zusammenführt, Bedarfe transparent macht und eine strategische Weiterentwicklung ermöglicht.
Gerade angesichts der wachsenden Bevölkerungsvielfalt und der Vielzahl engagierter Akteur*innen besteht in Hamburg-Nord ein besonderer Bedarf, Integrationsarbeit stärker zu koordinieren, Synergien zu nutzen und die politische Steuerung zu verbessern.
Eine Integrationskonferenz für Hamburg‑Nord kann diese Lücke schließen.
Die Konferenz soll insbesondere dazu beitragen,
Der Runde Tisch kann hierbei eine wichtige Rolle als Impulsgeber in der Vorbereitung sein.
Beschluss:
Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:
Für die GRÜNE Fraktion
Daniela Clément
Thorsten Schmidt
Dr. Anıl Kaputanoğlu
Keine
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