22-1599.1.1

Sicherstellung der Verkehrssicherheit und Zugänglichkeit an der Baustelle Eppendorfer Marktplatz Stellungnahme der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende

Mitteilungsvorlage vorsitzendes Mitglied

Sachverhalt

Der Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude hat sich in seiner Sitzung am 17.11.2025 mit der o.g. Thematik befasst und einstimmig, bei Enthaltung der Fraktion DIE GRÜNEN, folgende Beschlussempfehlung formuliert:

Das Bezirksamt wird gebeten sich dafür einzusetzen, dass der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) folgende Punkte umsetzt:

  1. Das Fuß- und Radwege nicht mehr als unbedingt notwendig eingeschränkt werden und alle Hindernisse, die Gefahrenstellen darstellen, beseitigt werden, sodass die Verkehrssicherheit, insbesondere für Kinder und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, jederzeit gewährleistet ist,
  2. zu überprüfen, ob die der Baumaßnahme zugrunde gelegten Annahmen zur Pkw-Verkehrsmenge und zur Umleitungsführung noch mit den tatsächlich gemessenen Verkehrsströmen übereinstimmen, ob daraus Anpassungsbedarf entsteht, und sicherzustellen, dass alle Umleitungs- und Hinweisschilder jederzeit gut sichtbar angebracht sind;
  3. eine Kommunikation mit den Anwohnern an den betroffenen Straßen zu initiieren, um auf die gefühlte Verschlechterung der Wohnqualität hinsichtlich Lärms, Abgasen und Verkehrssicherheit einzugehen;
  4. zu klären, ob Verzögerungen für die Einsatzwege von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Krankenwagen entstehen insbesondere im Hinblick auf die Anfahrt zum UKE sowie zu Einsatzorten im Umfeld des Eppendorfer Marktplatzes;
  5. gemeinsam mit der Hochbahn zu prüfen, wie Verzögerungen auf den Buslinien, die am Eppendorfer Marktplatz verkehren, reduziert bzw. verhindert werden können.
  6. die Umsetzung dieser Maßnahmen zeitnah zu veranlassen und regelmäßig zu kontrollieren.

Begründung:

Derzeit finden am Eppendorfer Marktplatz umfangreiche Umbaumaßnahmen statt, die mit notwendigen Umleitungen, Beschilderungen und Absperrungen einhergehen. Bereits schmale Fuß- und Radwege werden durch diese Baustelleneinrichtungen, insbesondere durch die Standfüße der Schilder, erheblich verengt und zugestellt.

Diese Situation führt an mehreren Stellen zu Gefahrenpunkten und beeinträchtigt die Verkehrssicherheit sowie die freie Beweglichkeit von Fußngern und Radfahrern. Angesichts der hohen Frequenz von Menschen, die am Marktplatz einkaufen und regelmäßig unterwegs sind, ist eine uneingeschränkte Zugänglichkeit und Sicherheit von großer Bedeutung.

Um die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten und die Beeinträchtigungen auf ein Minimum zu reduzieren, ist es unerlässlich, die Ordnung und Organisation der Baustelle zu überprüfen und anzupassen.

Der Hauptausschuss folgt der Beschlussempfehlung.

Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende nimmt hierzu wie folgt Stellung::

Zu 1.:

Bereits in der Planung werden die Verkehrsführungspläne im Hinblick auf Verkehrs- aber auch Arbeitssicherheit optimiert, so dass die Mindestbreiten für die Verkehrshrung eingehalten werden können. Die Baudurchführung prüft fortlaufend die Baustelleneinrichtungen, um die Einschränkungen auf Fuß- und Radwegen auf das notwendige Maß zu begrenzen. Die Standorte von Verkehrszeichen und Absperrungen werden regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf angepasst. Es besteht ein regelmäßiger und konstruktiver Austausch mit dem zuständigen Polizeikommissariat, und es werden zusätzliche gemeinsame Begehungen und Abnahmen der Verkehrsführung durchgeführt.

Zu 2.:

Das Monitoring der Baustellenkoordination in der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) zeigt, dass die Verkehrslage rund um den Eppendorfer Marktplatz eher unauffällig ist.Eine Verlagerung des Verkehrs auf das umliegende Straßennetz rund um den Eppendorfer Marktplatz kann nicht festgestellt werden. Der Verkehr wird generell gut abgewickelt. Morgens sowie nachmittags liegt die Verzögerung durchschnittlich bei unter zehn Minuten. Einzelnen Hinweisen zu Rückstausituationen in der Hauptverkehrszeit in der Eppendorfer Landstraße aus der Meenkwiese kommend ist der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) bereits nachgegangen und hat mit einer Anpassung der Ampelschaltung zur zweiten Bauphase reagiert. Darüber hinaus werden die Standorte von Verkehrszeichen und Absperrungen, wozu auch die Umleitungs- und Hinweisschilderung zählen, regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf angepasst.

Zu 3.:

Zu Beginn der Maßnahme hat der LSBG an alle betroffenen Haushalte Informationen für Anlieger:innen verteilen lassen, in denen sowohl Ansprechpersonen mit ihren Kontaktdaten als auch das beim LSBG extra für das Projekt ‚Eppendorfer Marktplatz eingerichtete E-Mail-Postfach eppendorfermarktplatz@lsbg.hamburg.de kommuniziert wurde. An dieses Postfach können Bürger:innen Anregungen, Fragen, und sonstige Anliegen übersenden. Der LSBG geht grundsätzlich allen Beschwerden nach und greift Anregungen und Hinweise auf.

Zu 4.:

Die Feuerwehr wird regulär bereits bei Vorbesprechungen zur bauzeitlichen Verkehrsführung beteiligt und Bedarfe wie Fahrbahnbreiten oder Schleppkurven in der Planung berücksichtigt. Die Mitarbeitenden in der Baudurchführung stehen hierzu auch während der Bauzeit im engen Kontakt mit der Feuerwehr, um Änderungen der Verkehrsführung abzustimmen, sodass die Zielvorgaben der Rettungszeiten eingehalten werden können.

Zu 5.:

Seit Einrichtung der zweiten Bauphase kann die Haltestelle Eppendorfer Marktplatz bis zum Ende der Bauarbeiten leider nicht mehr angefahren werden. Busse werden über den Lokstedter Weg und die Tarpenbekstraße umgeleitet. Um diese Umleitung im nahen Umfeld zu ermöglichen, wurde für die Fahrtrichtung Süden extra ein Linksabbieger für Busse aus dem Lokstedter Weg in die Tarpenbekstraße eingerichtet. In der Planung wurde darauf geachtet, dass Fahrgäste die Möglichkeit haben, sich auf die geänderte Linienführung einzustellen. Daher wurden zur Erreichbarkeit des Umfeldes des Eppendorfer Markplatzes dauerhaft zwei Ersatzhaltepunkte im Lokstedter Weg und in der Ludolfstraße eingerichtet. Die Umleitungen sowie Haltepunkte richten sich nach den Bedürfnissen der Verkehrsbetriebe und sind eng mit diesen abgestimmt. Es besteht weiterhin ein fortlaufender Kontakt mit den Verkehrsbetrieben, um Umstellungen abzustimmen und wenn notwendig Anpassungen vorzunehmen.

Zu 6.:

Die Baumaßnahme befindet sich im Zeitplan. Die erste Bauphase wurde termingerecht abgeschlossen, und auch mit der zweiten Bauphase liegt der LSBG momentan gut im Zeitplan. Während der Abwicklung der Baumaßnahme werden regelmäßig Kontrollen durchgeführt. Dies soll auch fortwährend so geschehen. Dabei wird der LSBG weiterhin ein besonderes Augenmerk auf die aufgeführten Punkte richten.

Petitum/Beschluss

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

Isabel Permien