22-2072

Parksport im Bezirk Hamburg-Nord strategisch weiterentwickeln und Synergien nutzen Gemeinsamer Antrag der Fraktionen SPD, CDU und FDP

gemeinsamer Antrag

Sachverhalt

Frei zugängliche Sport- und Bewegungsangebote in Parks und Grünanlagen sind ein wichtiger Bestandteil einer aktiven, gesunden und sozialen Stadt. Sie ermöglichen wohnortnahe Bewegung unabhängig von Vereinsbindung, Einkommen oder Alter und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsrderung und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt im Bezirk Hamburg-Nord.

Gerade in dicht bebauten Quartieren gewinnen solche Bewegungsräume zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig stehen öffentliche Haushalte vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Neue Anlagen lassen sich daher häufig nur schwer aus zusätzlichen Mitteln realisieren.

Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, neue Wege zu gehen und Synergien zu nutzen: Wenn bei der Planung oder Sanierung von Spielplätzen oder Parkanlagen frühzeitig geprüft wird, ob auch Parksportangebote integriert werden können, lassen sich Bewegungsangebote häufig mit vergleichsweise geringem Mehraufwand schaffen. Gleichzeitig können Förderprogramme oder Drittmittel zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen.

Ein strategischer Blick auf die räumliche Verteilung solcher Angebote im Bezirk hilft zudem dabei, Versorgungslücken zu erkennen und zukünftige Maßnahmen gezielter zu planen.

Mit der beispielhaften Prüfung weiterer Standorte soll ausgelotet werden, wo im Bezirk zusätzliche niedrigschwellige Bewegungsangebote entstehen können und wie sich Parksport sinnvoll weiterentwickeln lässt. 

Petitum/Beschluss

Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport möge beschließen:

Das Bezirksamt wird beauftragt:

  1. Bei der Planung neuer Spielplätze sowie bei der Ertüchtigung oder Überplanung bestehender Spielplätze regelmäßig zu prüfen, ob die Einrichtung frei zugänglicher Parksportangebote sinnvoll integriert werden kann, sofern dies räumlich und budgetär möglich ist.
  2. Dabei nicht nur Fitnessgeräte, sondern – abhängig von Bedarf und räumlichen Gegebenheiten – auch weitere niedrigschwellige Sportangebote wie beispielsweise Basketballflächen, Calisthenics-Elemente, Bewegungsflächen oder Angebote für Trendsportarten zu berücksichtigen.
  3. Bereits in frühen Planungsphasen systematisch zu prüfen, ob für entsprechende Maßnahmen Förderprogramme oder Drittmittel in Anspruch genommen werden können.
  4. Eine Übersicht über die räumliche Verteilung frei zugänglicher Sportangebote in Parks im Bezirk Hamburg-Nord zu erstellen und dabei Stadtteile bzw. Regionen zu identifizieren, in denen im Vergleich zum Bezirksdurchschnitt ein unterdurchschnittliches Angebot besteht.
  5. Für die Planung weiterer frei zugänglicher Sportflächen beispielhaft zu prüfen, ob zusätzliche Parksportangebote insbesondere an folgenden Standorten umgesetzt werden können:
  • Winterhude:
    • Stadtpark (weitere Bereiche neben dem Planetarium/Jahnkampfbahn)
    • Goldbekkanal im Umfeld Barmbeker Straße (im Zusammenhang mit der Wiederherstellung nach der U5-Baustelle)
  • Eppendorf: Meenkwiese, Haynspark
  • Fuhlsbüttel/Klein Borstel: Im Umfeld des Spielplatzes Alstertal
  • Barmbek-Nord: Spielplatz Rümkerstraße / Elligersweg / Steilshooper Straße
  • Barmbek-Süd: Elsapark Spielplatz
  1. Über die Ergebnisse der Prüfungen aus den Punkten 4 und 5 ist dem Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport bis Ende des Jahres 2026 zu berichten.

r die SPD-Fraktion: Veit Krasnicki, Carsten Gerloff

r die CDU-Fraktion: Corinna Mieth-Gurke, Stefan Baumann

r die FDP-Fraktion: Konstantin Bonfert, Lars Gebhardt

Anhänge

keine

Lokalisation Beta
Winterhude Barmbeker Str. Eppendorf Steilshooper Str.

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