Moscheeum statt Moschee -Konzept für die zukünftige Nutzung der Blauen Moschee entwickeln Antrag der AfD-Fraktion
Letzte Beratung: 25.06.2026 Bezirksversammlung Ö 7.9
Im Juli 2024 wurde das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) durch das Bundesministerium des Innern verboten. Seitdem stehen die sogenannte Blaue Moschee (Imam-Ali-Moschee) an der Außenalster sowie die zugehörigen Gebäude leer. Gegen das Verbot laufen weiterhin gerichtliche Verfahren. Ein Eilantrag gegen das Verbot blieb jedoch bereits erfolglos. Unabhängig vom Ausgang der noch anhängigen Hauptsacheverfahren ist es sinnvoll, frühzeitig über tragfähige Nachnutzungskonzepte nachzudenken. Sollte das Verbot rechtskräftig bestätigt werden, wird zeitnah über die Zukunft des Geländes entschieden werden müssen. Die Blaue Moschee zählt zu den architektonisch markantesten Sakralbauten Hamburgs und steht unter Denkmalschutz. Ihre besondere Architektur und Gestaltung bieten die Möglichkeit, das Gebäude dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zugleich einen Beitrag zur politischen Bildung zu leisten. Vorstellbar ist die Einrichtung eines Museums („Moscheeum“), das einerseits die Geschichte orientalischer Architektur, islamischer Kunst und Baukultur vermittelt und andererseits die Gefahren islamistischer Ideologien sowie deren Auswirkungen auf Freiheit, Demokratie und Menschenrechte dokumentiert. Dabei könnten sowohl die Geschichte des Islamischen Zentrums Hamburg als auch aktuelle Entwicklungen im Iran, sowie islamistisch motivierte Terroranschläge in Hamburg, Deutschland und Europa thematisiert werden. Durch eine solche Nutzung könnte das Gebäude als Lern- und Erinnerungsort erhalten bleiben und zugleich verhindern, dass erneut Strukturen entstehen, die den freiheitlich-demokratischen Grundwerten entgegenstehen.
Die Bezirksversammlung möge beschließen:
1. Die Bezirksamtsleitung wird gebeten, gegenüber dem Senat der Freien und Hansestadt
Hamburg sowie den zuständigen Bundesbehörden die Idee einer musealen Nachnutzung der
ehemaligen Imam-Ali-Moschee zu kommunizieren.
2. Die Bezirksamtsleitung wird gebeten, sich dafür einzusetzen, dass bereits vor einer
rechtskräftigen Entscheidung über das Vereinsverbot konzeptionelle Überlegungen für eine
mögliche Nachnutzung des Gebäudekomplexes vorbereitet werden.
3. Die Bezirksamtsleitung wird gebeten zu prüfen, ob die Einrichtung eines Museums am Standort
der ehemaligen Blauen Moschee realisierbar ist. Themenschwerpunkte sollen sein:
- Islamische Architektur und Baukunst
- Geschichte des Islamischen Zentrums Hamburg
- Islamismus und religiöser Extremismus
- islamistisch motivierter Terrorismus in Hamburg, Deutschland und Europa
4. Die Bezirksamtsleitung wird gebeten, sich dafür einzusetzen, dass die denkmalgeschützte
Architektur des Gebäudes erhalten und der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht wird.
Michael Schumann, Robert Buck,Kilian Oltrogge
AfD-Fraktion
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