Fernwärmeausbau am Lehmweg nutzen: Radroute umsetzen - Doppelbaustellen vermeiden - Antrag von GRÜNE Fraktion
Letzte Beratung: 15.06.2026 Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude Ö 5.3
Der Antrag in Kürze und einfacher Sprache:
Problem: Im Lehmweg soll die Straße für Fahrräder besser werden. Dort wird auch bald eine Fern-Wärme-Leitung gebaut. Das bedeutet viel Baustelle und Stress für Nachbarn, Läden und Verkehr. Wenn man die Straße danach nicht gleich richtig plant, muss später noch einmal gebaut werden.
Lösung: Der Lehmweg soll jetzt als sichere Rad-Route geplant werden. Dabei sollen auch neue Straßen-Bäume kommen, wenn das geht.
Wer das machen soll: Das Bezirks-Amt Hamburg-Nordsoll die Planung machen und sie mit den Fern-Wärme-Arbeiten gut verbinden, damit nur einmal gebaut werden muss.
Die Hamburger Energiewerke planen ab 2026 den Ausbau des Fernwärmenetzes im Bereich Lehmweg und Eppendorfer Landstraße. Die damit verbundenen Baumaßnahmen greifen über mehrere Jahre hinweg erheblich in den Straßenraum ein und führen zu massiven Einschränkungen für Anwohner*innen, Gewerbe und Verkehr. [1]
Diese Eingriffe schaffen ein einmaliges, zeitlich begrenztes Gelegenheitsfenster für eine grundlegende Neuordnung des Straßenraums. Wird dieses nicht genutzt, droht eine Fortsetzung kleinteiliger Einzelmaßnahmen ohne nachhaltige Verbesserung.
Der Lehmweg ist im bezirklichen Radverkehrskonzept Hamburg-Nord (BRVK) als Teil des Korridors II „Alster-Airport-Route“ vorgesehen. [2] Diese soll ab Lehmweg über Eppendorfer Landstraße, Eppendorfer Marktplatz, Meenkwiese und Salomon-Heine-Weg bis nach Groß Borstel führen. Am Eppendorfer Marktplatz laufen die Bauarbeiten bereits, für den Salomon-Heine-Weg sind sie im Anschluss an aktuell laufende Hochbauarbeiten geplant.
Für Meenkwiese und Eppendorfer Landstraße hat die Bezirksversammlung das Bezirksamt bereits beauftragt, beide Straßen als bezirkliche Radrouten zu überplanen (Drs. 22-0521.1 und 22-1985.1 [3]). Der Lehmweg ist daher planerisch das letzte fehlende Puzzlestück bis zur Bezirksgrenze an der Hoheluftchaussee. Das Schließen dieser Lücke könnte so zukünftig eine durchgängige, attraktive Radroute ermöglichen.
Wenn die Radroute Lehmweg nicht im Zuge der Fernwärmearbeiten umgesetzt wird, ist zu befürchten, dass dies Fahrbahn nach Abschluss der Fernwärmemaßnahmen erneut umfangreich umgebaut werden müsste, um die im BRVK vorgesehenen Ziele zu einem späteren Zeitpunkt noch zu erreichen. Ein solches Vorgehen würde vermeidbare Mehrkosten verursachen und die Belastungen für die Bevölkerung unnötig verlängern. Dies ist weder wirtschaftlich vertretbar noch politisch vermittelbar.
Der richtige Zeitpunkt für die Umsetzung der Radverkehrsachse ist daher jetzt – im Anschluss an die aktuellen Tiefbaumaßnahmen, wenn die Oberfläche der Straße wiederhergestellt wird.
Dabei bietet insbesondere der nördliche Abschnitt des Lehmwegs auf der Westseite aufgrund vergleichsweise großer Abstände zwischen den Bäumen zusätzliches Potenzial für neue Straßenbaumstandorte, die im Zuge der Planung mitgedacht werden könnten.
Vor diesem Hintergrund möge der Regionalausschuss EWi beschließen:
Das Bezirksamt Hamburg-Nord wird gebeten,
Sidney Gregor-Wielan
Nergis Zarifi
GRÜNE Fraktion
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