22-2374

Ergänzungsantrag der Fraktion Die Linke zu Top 7.4 Sanierung der Sporthalle Borsteler Chaussee in Groß Borstel Ergänzungsantrag der Fraktion Die Linke

Antrag

Letzte Beratung: 25.06.2026 Bezirksversammlung Ö 7.11

Sachverhalt

Der Antrag in Kürze und einfacher Sprache:

Problem:

Menschen mit Behinderungen möchten Sport treiben.

Fast alle Sporthallen sind nicht für Menschen mit Behinderungen geeignet.

Wir sagen deshalb, das muss geändert werden.

sung:

Wenn die Sporthallen in Groß Borstel umgebaut wird,

soll sie so umgebaut werden, dass auch Menschen mit Behinderungen dort Sport treiben können.

Wer das machen soll:

Das Bezirksamt soll die Planung für den Umbau anpassen.

Das Geld dafür soll von der Stadt kommen.

Sachverhalt:

Barrierefreie Sportanlagen waren ein Versprechen bei der Kampagne für eine Hamburger Olympiabewerbung. Barrierefreiheit und Inklusion sind jedoch kein Versprechen oder Geschenk, das nur mit olympischen Spielen zugestanden werden sollte, sondern sind ein Menschenrecht, dass es auch ohne Olympische und Paralympische Spiele einzuhalten gilt.

Deshalb ist es richtig, dass auch bei einer Sanierung, dem Umbau oder dem Neubau von Sportanlagen, Barrierefreiheit umfassend beachtet wird und nicht nur der gesetzliche Mindeststandard eingehalten wird.

Der Hamburger Sportbund hat zusammen mit der Behindertensportorganisationen Behinderten-und Rehabilitations-Sportverband Hamburg (BRSH), Deutscher Rollstuhl-Sportverband (DRS), Special Olympics Deutschland in Hamburg (SOHH) und Hamburger Gehörlosen-Sportverein (HGSV) eine Handreichung zu den Standardanforderungen an barrierefreie Sporthallen entwickelt (siehe: https://www.hamburger-sportbund.de/images/downloadarena/2025-Standardanforderungen_barrierefreie_Sporthallen_2.%20erweiterte%20Auflage_digital.pdf). Diese Handreichung geht an vielen Stellen über die DIN 18040 hinaus, sollte aber dennoch leitend sein bei einer barrierefreien Sanierung der Sporthalle, weil nur so Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen die Sporthalle nutzen können. Von Anfang an mitgedacht, ist Barrierefreiheit grundsätzlich deutlich kostengünstiger als erst nach der Fertigstellung Modifikationen vorzunehmen.

Petitum/Beschluss

Beschluss:

Vor diesem Hintergrund möge Bezirksversammlung folgende Ergänzungen zu Top 7.4 beschließen:

  1. Die Bezirksamtsleitung wird aufgefordert, sich für eine barrierefreie Sanierung der Sporthalle einzusetzen, so dass Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen (Mobilitäts- und Sinnesbehinderungen und chronische Erkrankungen) dort Sport treiben können und als Trainer*innen und Anleiter*innen aktiv werden können.
  2. Das Vorsitzende Mitglied der Bezirksversammlung wird gebeten, bei den zuständigen Fachbehörden die zusätzlich notwendigen Mittel für die behindertengerechte Sanierung der Sporthalle, damit Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen oder Beeinträchtigungen die Sporthalle nutzen können, einzuwerben.

Fraktion Die Linke:

Wiebke Fuchs, Volker Honold, Bjørn Knutzen, Dino Ramm

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
Anhänge

Keine

Lokalisation Beta
Groß Borstel

Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.