Entwicklungsprozess Veloroute 4 / Rathenaustraße: Umfassende öffentlichen Beteiligung sicherstellen
Letzte Beratung: 19.01.2026 Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel Ö 4.3
Die Weiterentwicklung der Veloroute 4 im Bereich Rathenaustraße ist eine komplexe verkehrliche Maßnahme mit erheblicher bezirksübergreifender Bedeutung. Die Route verbindet mehrere Stadtteile und Bezirke miteinander und übernimmt eine zentrale Rolle im gesamtstädtischen Radverkehrsnetz. Veränderungen in diesem Abschnitt wirken sich daher nicht nur lokal, sondern auch auf Verkehrsströme weit über Hamburg-Nord hinaus aus.
Gleichzeitig ist die Rathenaustraße eine Wohnstraße mit sensiblen lokalen Interessen: Anwohnende, Senioreneinrichtungen, Schulen, Gewerbetreibende und Menschen, die den Alsterlauf zur Erholung nutzen sind unmittelbar betroffen. Für sie ist entscheidend, wie sich Verkehrsmengen, Lärm, Sicherheit und Aufenthaltsqualität durch Maßnahmen konkret verändern würden. Diese Perspektiven müssen im Planungsprozess berücksichtigt werden.
Die bereits vorliegende Verkehrsuntersuchung des Büros ARGUS bildet eine wichtige Grundlage, um die Auswirkungen von Veränderungen im Straßenraum abschätzen zu können. Sie ist jedoch in ihrer derzeitigen Form für ehrenamtliche Politik und Bürger*innen nur schwer nachvollziehbar. Die Fachsprache erschwert es, die tatsächlichen Auswirkungen der prognostizierten Verkehrsverlagerungen in den umliegenden Straßen angemessen zu bewerten.
Für eine verantwortungsvolle politische Entscheidung und eine konstruktive öffentliche Diskussion ist es unerlässlich, dass die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung verständlich, transparent und alltagsnah aufbereitet werden. Dazu gehören insbesondere:
Nur wenn Informationen verständlich und vollständig kommuniziert werden, können Anwohnende und Einrichtungen fundiert ihre Perspektiven einbringen und Vertrauen in den Prozess entwickeln. Fehlende oder unklare Kommunikation führt erfahrungsgemäß zu Unsicherheit, Misstrauen und Ablehnung – selbst gegenüber sinnvollen Maßnahmen.
Bezirkspolitisches Fachgespräch:
Angesichts der Komplexität und der bezirksübergreifenden Relevanz der Maßnahme wird ein Fachgespräch analog zum Fachgespräch Radroute Plus vom 26. März 2025 vorgeschlagen.
Dieses Fachgespräch soll:
Ziel ist eine gemeinsame, verständliche und vertiefte Erörterung der Verkehrsuntersuchung, der Variantenbewertung und der möglichen Auswirkungen auf die umliegenden Quartiere. Erst auf dieser Grundlage kann eine verantwortungsvolle politische Entscheidung getroffen werden.
Öffentliche Beteiligung:
Bei einer Maßnahme dieser Größenordnung und Komplexität ist es zwingend erforderlich, vor der ersten Verschickung der Planungsunterlagen eine umfassende, transparente und gut zugängliche öffentliche Beteiligung durchzuführen.
Diese Beteiligung muss sowohl die bezirksübergreifenden Interessen als auch die lokalen Anliegen der Anwohnenden und Einrichtungen berücksichtigen. Sie soll:
Dazu gehören mindestens:
Eine solche Beteiligung stärkt die Legitimation von Maßnahmen und ermöglicht es, lokale Hinweise frühzeitig in die Planung einfließen zu lassen.
Vor diesem Hintergrund möge der Regionalausschuss FOLAG beschließen:
Für die GRÜNE Fraktion
Carsten Redlich
Keine
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