Eingabe: Respektlos rasende Radfahrer - Bitte um Entschleunigung an Mühlenteich & Co
Das Bezirksamt Hamburg-Nord informiert über die folgende Bürgereingabe:
„Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermitwende ich mich mit einer Bitte an Sie, die vielen Anwohnenden und Spaziergänger:innen aus der Seele spricht:
Unsere schönen Eppendorfer Parks, Uferwege und Grünanlagen – eigentlich Oasen der Erholung und Entspannung – werden zunehmend von einer anderen Dynamik geprägt: Tempo. Genauer gesagt, sehr viel Tempo, in erster Linie auf zwei Rädern. Diese Unruhe, teilweise gar Aggression, macht sich stetig zunehmend breit und ist inzwischen schier unerträglich geworden. Rennräder, E-Bikes, Lastenfahrräder, Berufspendler, Ausflugsradler, Elterntaxis oder Lieferservice-Flitzer – die Zahl der rasanten Radfahrer:innen nimmt stetig zu. Leider scheint mit der Anzahl und der Geschwindigkeit nicht immer auch die Rücksicht mitzuwachsen. Spaziergänger:innen werden regelmäßig zur Seite gescheucht und nachdrücklichaus dem Weg geklingelt, manchmal auch per Schimpfwort (mein persönliches Highlight: "Fotze", gerufen im Vorbeiflug). Ich möchte nicht mehr aus dem Weg geklingelt werden und ich möchte nicht mehr alle meine Sinne zur Schadensabwendung verwenden, wenn ich auf diesen herrlichen Wegen unterwegs bin!
Man fragt sich: Tempo, Gedränge – und leider oft auch Rücksichtslosigkeit in einem Erholungsraum, tut das Not?
Nachhaltige Mobilität ist wertvoll und die Durchmischung von Fuß- und Radverkehr theoretisch eine schöne Idee - praktisch allerdings leider oft nicht! Es braucht Orte, an denen die Langsamkeit Vorrang hat. Orte, an denen Menschen ohne stetige Sorge vor Kollisionen flanieren, Kinder laufen, Menschen verweilen können, Hunde Hund sein dürfen und man entspannt die Seele baumeln lassen und die schöne Umgebung genießen kann. Ich bin überzeugt: Weniger Radverkehr an ausgewählten Orten bedeutet mehr Erholung, mehr Sicherheit – und letztlich mehr Lebensqualität für alle.
Kurzum: Ich bitte um Umsetzung eines Fahrradverbots auf den Wegen um den Mühlenteich, an der Tarpenbek bis zur Kellerbleek, im Haynspark auf der Meenkwiese und am Alsterkanal so wie es bereits seit einiger Zeit an Teilen der Alster umgesetzt wird.
Mit der Hoffnung auf offene Ohren, Tatkraft und eine baldige Entschleunigung im Grünen.
Herzlichen Dank und mit freundlichen Grüßen,“
Um Kenntnisnahme wird gebeten.
Dr. Bettina Schomburg
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