Eingabe: Leerstand im B-Plan 71 Langenhorn / Poppelauweg Nr. 3
Letzte Beratung: 30.03.2026 Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel Ö 4.9
Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord unterrichtet über folgende Eingabe:
„Sehr geehrte Damen und Herren,
der B-Plan Langenhorn 71 weist zentral private Grünflächen für Dauerkleingärten aus. Im nördlichen Bereich der ausgewiesenen Grünflächen verläuft der Poppelauweg von West nach Ost zwischen Auf dem Felde und dem Wittekopsweg. Östlich in Richtung Wittekopsweg (roter Kreis) liegt am Poppelauweg die Haus Nr. 3, eingebettet in die Grünflächen. Es handelt sich um ein altes Wirtschaftsgebäude/Resthof, das bis vor ca. 10 Jahren noch bewohnt war. Seit Beschlussfassung des B-Planes, ebenfalls vor ca. 10 Jahren, steht das Gebäude nun leer und verfällt. Das Gebäude wird verwaltet von der Sprinkenhof GmbH. Unmittelbar gegenüber der Haus Nr. 3 liegt die Haus Nr. 4, ebenfalls ein altes Wirtschaftsgebäude, das nach wie vor bewohnt wird.
Ich hatte mich in den letzten Jahren immer mal wieder nach den Plänen für das Gebäude Nr. 3 erkundigt, sowohl bei Bezirksamt als auch bei der Sprinkenhof GmbH, als Verwalter. Es hieß zunächst, dass das Gebäude nach B-Planfestlegung abgebrochen werden soll. Passiert ist in den letzten Jahren jedoch nichts. Allerdings wurde das Dach des Gebäudes zwischenzeitlich provisorisch abgedichtet, was ja eigentlich gegen einen Abriss spricht. Als Anlieger wissen wir um die Problematik rund um das Gebäude. Weil es abseits liegt und schlecht einzusehen ist, hatte sich in den angrenzenden Stallungen in den letzten Jahren ein reger Treffpunkt für Jugendliche entwickelt, die dort vor allem in den Sommermonaten allabendlich feiern und das verbliebene Inventar auf dem Gelände verteilen. Aufgrund der andauernden Lärmbelästigung und des Vandalismus wurde das Areal eingezäunt und sogar ein Wachdienst eingerichtet. Zwischenzeitlich sind auch die potentiellen Aufenthaltsorte, soll heißen die umliegenden Stallungen abgerissen worden, was die Jugendlichen aber nicht davon abhält, trotzdem durch Zäune zu steigen und dort "abzuhängen". Allein der finanzielle Aufwand, der rund um das Gebäude in den letzten Jahren mit Steuergeldern betrieben wurde, dürfte immens sein.
Gestern habe ich gesehen, dass jetzt auch Scheiben am Gebäude selbst zerschlagen sind und offensichtlich in das Gebäude eingedrungen wurde.
Es ist nicht nachzuvollziehen, warum das Gebäude seit nunmehr 10 Jahren sich selbst überlassen wird und verfällt, wo doch privater Leerstand auf der anderen Seite gemeldet werden soll. Selbst eine wie auch immer geartete Interimslösung wäre besser gewesen. Auch wenn der B-Plan anders lautende Inhalte hat, stellt sich die Frage, warum man das am Rand liegende Gebäude nicht herauslöst oder z. B. eine Erbpachtregelung für eine private Weiternutzung trifft, wenn der Stadt die Mittel fehlen. Freilich wären nach so langem Leerstand Investitionen erforderlich.
Zur Info: Auch das Gebäude Wittekopsweg Nr. 6 (Kneipe Bavaria-Eck), an der Ecke zum Poppelauweg wurde im B-Planverfahren aus der Grünfläche herausgelöst und ist jetzt als Wohngebiet ausgewiesen.
Der Senat hat sich als Ziel gesetzt Wohnraum zu schaffen. Mit dem "Bau-Turbo-Gesetz", das die Bundesregierung im Oktober 2025 beschlossen hat, können bisher zeitaufwändige Genehmigungsverfahren und B-Plananpassungen sehr viel schlanker erfolgen. Davon hatauch Hamburg schon immens profitiert. Ich wüsste gerne, ob und wenn ja, welche konkreten Pläne die Stadt mit dem Gebäude hat und wann diese umgesetzt werden sollen. Vielleicht könnte eine zeitnahe, pragmatische Herangehensweise an das Thema das Gebäude noch retten und die bisherigen Investitionen wären nicht umsonst gewesen.
Für eine Rückmeldung wäre ich dankbar.
Freundliche Grüße“
Um Kenntnisnahme wird gebeten.
Isabel Permien
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