22-1945

Busbehinderung im Komponistenviertel lösen - Antrag der Volt-Fraktion

Antrag

Sachverhalt

Zusammenfassung in Einfacher Sprache:

Wer beantragt was? Die Volt-Fraktion beantragt Einbahnstraßen für Teile der Schumannstraße und der Bachstraße. Außerdem sollen Lieferparkplätze geschaffen werden und mehr Verkehrsüberwachung stattfinden.

Worum geht es? Wegen Falschparkern werden die Busse oftmals bei der Durchfahrt behindert. Deshalb gibt es Verspätungen.

Was soll erreicht werden? Durch die Einbahnstren gibt es keine parkenden Autos mehr auf der Gegenfahrbahn und Busse können besser durchkommen.

Warum ist das wichtig? Verspätungen der Busse sollen eingedämmt werden. Damit Bürger*innen sich auf den Fahrplan verlassen können.

Das Komponistenviertel ist eines der Viertel, in denen der Linienbusverkehr häufig durch andere Verkehrsteilnehmende behindert wird. Verursacht werden diese Störungen in vielen Fällen durch Begegnungsverkehr, dem sich nur schwer ausweichen lässt oder durch Falschparker bzw. Falschhalter, also Menschen, die ihr Fahrzeug im Halteverbot in Gegenrichtung der Busse abstellen (bspw. Lieferdienste, Kurzbesuche). Diese Verzögerungen summieren sich in der Regel selten auf über fünf Minuten. Nur in sehr wenigen Fällen ist es bis zum Polizeieinsatz gekommen.

Wichtige Akteure, wie Polizei oder Hochbahn, haben bisher nur unzureichend auf Anfragen von Betroffenen geantwortet. Gegenüber der Polizei ließ die Hochbahn verlauten, es gebe "dort keine schwerwiegenden Probleme", die Hochbahn selbst hat aber laut telefonischer Auskunft gar keine Datengrundlage, auf die sich diese Aussage stützen könnte.

Die Auswirkungen sind für die Menschen, die auf den Bus angewiesen sind, nicht schön. Zunächst können sie sich auf die Fahrpläne nicht verlassen und nehmen den Bus als sehr unzuverlässig wahr. Die dort Wohnenden werden regelmäßig durch die leider nötige Bushupe gestört, teilweise auch im Bereich der Nachtruhe. Auch im Brandfall kann so eine Situation die Anfahrt der Feuerwehr verzögern. Nicht zuletzt ist diese Strecke auch eine Belastung für das Personal der Hochbahn, da es den Unmut der Fahrgäste erfährt und sich teilweise auch mit den Falschparkenden auseinandersetzen muss.

Der Bereich der Beethovenstraße ist zudem von Anlieferverkehr für Post, Bäckerei und Wäscherei geprägt, der häufig den Fahrweg der beiden Buslinien 172/18 einengt.

Die kleine Anfrage 22-0679 brachte zum Vorschein, dass das Bezirksamt keine Datengrundlage in Bezug auf die beschriebene Problematik hat, obwohl das Thema bereits als Eingabe 21-4048 am 16.01.2023 im Regionalausschuss Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde -Dulsberg (BUHD) behandelt wurde.

Petitum/Beschluss

DieBezirksversammlung nimmt zur Kenntnis, dass die ständig wiederkehrenden Behinderungen im Linienverlauf der 172/18 in Barmbek-Süd (Komponistenviertel) ein Problem darstellen, was es zu lösen gilt.

Das Bezirksamt wird aufgefordert zu prüfen, ob

  1. r die Schumannstraße und die Bachstraße im Bereich des Linienverkehrs Einbahnstraßen angeordnet werden können, um Begegnungsverkehr und Falschparker in Gegenrichtung der Linienläufe zu verhindern,
  1. r die Beethovenstraße im Bereich der Post Parkplätze in Lieferzonen umgewandelt werden können und
  2. der gesamte Bereich stärker verkehrsüberwacht werden kann, damit insbesondere auch kurzzeitige Blockaden geahndet werden können.

Nach erfolgreicher Prüfung wird das Bezirksamt aufgefordert, über diese im Regionalausschuss BUHD zu berichten und die möglichen Maßnahmen in die Wege zu leiten.

Antje Nettelbeck, Jan David Talleur, Dr. Jörg Bormann

(Bezirksabgeordnete Volt-Fraktion)

Anhänge
Lokalisation Beta
Eulenkamp Schumannstraße Beethovenstraße Barmbek-Süd

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