Bebauungsplan-Entwurf Barmbek-Süd 4 (Humboldtstraße) Hier: Auswertung der Öffentlichen Plandiskussion (ÖPD)
Letzte Beratung: 22.01.2026 Stadtentwicklungsausschuss Ö 5.1
Mit der Aufstellung des Bebauungsplans Barmbek-Süd 4 sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung eines neuen Quartiers mit einer attraktiven Mischung aus Arbeiten und Wohnen geschaffen werden. Im Rahmen einer gezielten Nachverdichtung südlich der Heinrich-Hertz-Straße und westlich der Humboldtstraße kann so langfristig der Anteil an gewerblich nutzbaren Flächen erhöht und durch zusätzliche Wohnnutzungen ergänzt werden, so dass der Standort sowohl für die ansässigen Betriebe als auch für potentiell hinzukommende Handwerksbetriebe positiv weiterentwickelt werden kann. Zu diesem Zweck soll im Plangebiet zukünftig ein urbanes Gebiet gemäß § 6a BauNVO festgesetzt werden.
Am 27.11.2025 fand die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB als Öffentliche Plandiskussion (ÖPD) im The Odds – Studio Yellow Cake in der Heinrich-Hertz-Straße 141 statt. Die Inhalte des Bebauungsplans sowie die in der ÖPD vorgebrachten Bedenken und Anregungen können der als Anlage beigefügten Niederschrift entnommen werden. Während der ÖPD waren etwa 70 Bürgerinnen und Bürger anwesend.
Ergänzend zur öffentlichen Plandiskussion bestand die Möglichkeit, in der Zeit vom 20.11.2025 bis 04.12.2025 die Unterlagen zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung über die Beteiligungsplattform Bauleitplanung-Online einzusehen und Beiträge abzugeben. Die Inhalte der insgesamt acht ergänzenden Beiträge sind der Anlage zu entnehmen.
Nach Eindruck der Verwaltung haben die Anwesenden die Planinhalte und -ziele zur Entwicklung des Gebiets grundsätzlich positiv aufgenommen und diesbezüglich interessiert Fragen gestellt und Anmerkungen vorgebracht. Der Ablauf der Diskussionsveranstaltung war insgesamt sehr konstruktiv.
Insbesondere folgende Punkte wurden im Rahmen der ÖPD sowie der parallelen Beteiligung über Bauleitplanung-Online angemerkt:
- Erweiterung des Geltungsbereiches um das nördlich angrenzende Gewerbegebiet
- Erhöhung des Anteils der Wohnnutzung
- Befürchtungen einer Verdrängung der bestehenden gewerblichen Nutzer
- Berücksichtigung von kulturellen Nutzungen und Gastronomiebetrieben
- Flexiblere Baufelder in den rückwärtigen Bereichen
- Neuordnung der Straßenverkehrsräume
Soweit die eingebrachten Themen das Bebauungsplanverfahren betreffen, werden diese im weiteren Verfahren behandelt.
Aus Sicht der Verwaltung kann das Bebauungsplanverfahren unter Kenntnis der vorgebrachten Anregungen und Bedenken fortgeführt werden.
Der Stadtentwicklungsausschuss wird um Kenntnisnahme gebeten.
Dr. Bettina Schomburg
Bezirksamtsleitung
- Bebauungsplan-Entwurf
- Niederschrift der Öffentlichen Plandiskussion
- Auswertungstabelle der Online-Beteiligung
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