Unterstützung der Hochhaussanierung nach Rohrbrüchen in Kirchdorf-Süd (Antrag der SPD-Fraktion, GRÜNE-Fraktion und FDP-Gruppe)
Letzte Beratung: 19.02.2026 Bezirksversammlung Hamburg-Mitte Ö 9.9
Am Wochenende des 7./8. Februar 2026 kam es im Karl-Arnold-Ring 53 sowie im Erlerring 10 zu gravierenden Rohrbrüchen der Feuerlöschleitungen. Große Mengen Wasser verursachten massive Überschwemmungen der oberen Wohnungen und der Treppenhäuser. Der Hauptstrom in den Wohnungen musste aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden und nur der Notstrom für die Treppenhäuser lief weiter. Auch in den Kellerräumen und Aufzugsschächten sammelte sich sehr viel Wasser.
Die SAGA aktivierte unmittelbar nach Bekanntwerden der Schadensfälle ihre Notfallpläne. Mitarbeitende waren umgehend vor Ort, eine Sonderhotline wurde eingerichtet, Informationsstände aufgebaut und den Mieterinnen und Mietern der betroffenen 160 Wohnungenwurden umfassende Unterstützungsangebote unterbreitet.
Zur Schadensfeststellung wurden sämtliche Wohnungen begangen. Fachfirmen führten Trocknungsmaßnahmen sowie Elektroprüfungen durch. Zudem wurde ein Ingenieurbüro für Brandschutz mit der Erarbeitung eines Instandsetzungskonzeptes für die betroffenen Löschleitungen beauftragt.
Die SAGA hat bereits einen Teil ihrer Wohnungsbestände in Kirchdorf-Süd saniert und plant seit längerem umfangreiche Maßnahmen zur weiteren Sanierung und Modernisierung der rund 50 Jahre alten Hochhauszeilen. Durch das aktuelle Schadensereignis rückt die Bedeutung einer kontinuierlichen Instandhaltung und Erneuerung der technischen Infrastruktur erneut in den Fokus. Wenn bereits relativ neue und moderne Anlagen nicht vollständig vorAusfällen geschützt sind, wird deutlich wie wichtig eine kontinuierliche Wartung und Anpassung an aktuelle Standards gerade bei älteren Gebäuden ist.
Eine zügige, transparente und nachhaltige Umsetzung der geplanten Maßnahmen trägt deshalb dazu bei, die Wohnqualität langfristig zu sichern und das Quartier weiter zu stabilisieren. Es muss jetzt alles getan werden, die Sanierung und Modernisierung der SAGA-Gebäude mit oberster Priorität anzugehen.
Die Bezirksversammlung möge beschließen:
1. Nach den schwerwiegenden Rohrbrüchen am Wochenende des 7./8. Februar 2026 haben die Mitarbeitenden der SAGA den betroffenen Bewohnenden mit hohem persönlichem Einsatz durch verschiedene Hilfsangebote unterstützt. Dafür spricht die Bezirksversammlung ausdrücklich ihren Dank aus.
2. Der Regionalausschuss Wilhelmsburg, Veddel, Kleiner Grasbrook bittet die SAGA, in einer Ausschusssitzung durch einen Referenten über den Fortgang der Trocknungs-, Prüf- und Instandsetzungsarbeiten zu berichten und bei wesentlichen weiteren Entwicklungen bzw. zum Abschluss der Maßnahmen erneut zu informieren.
3. Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) wird gebeten, die Weiterentwicklung des Wohnungsbestandes in Kirchdorf-Süd weiterhin eng zu begleiten und sich für eine prioritäre und umfassende Sanierung und Modernisierung der SAGA-Hochhauszeilen in Kirchdorf-Süd einzusetzen.
4. Die SAGA wird gebeten zu prüfen,
a. ob nach der möglichst schnellen Schadensbehebung, eine fachliche Neubewertung der - ohne Zweifel - erforderlichen Feuerlöschleitungen dazu führt, dass z.B. zusätzliche präventive Maßnahmen zur Erhöhung der Betriebssicherheit der Feuerlöschleitungen umgesetzt werden können, damit mögliche Wiederholungsfälle vermieden werden können.
b. ob vergleichbare Gebäude im näheren Umfeld auf ähnliche Risiken oder Schwachstellen in den Feuerlöschleitungen untersucht werden sollten, um vorbeugend mögliche Schadensfälle frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
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