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Teilhabe stärken: Integrations- und Inklusionskonferenzen in Hamburg-Mitte (Antrag der SPD-Fraktion, GRÜNE-Fraktion und FDP-Gruppe)

Antrag öffentlich

Letzte Beratung: 19.03.2026 Bezirksversammlung Hamburg-Mitte Ö 8.8

Sachverhalt

Die bezirkliche Integrationskonferenz ist seit vielen Jahren ein etabliertes Format der fachlichen und politischen Zusammenarbeit im Bezirk Hamburg-Mitte. Gemeinsam mit dem Integrationsbeirat, der Verwaltung, Trägern und Initiativen werden aktuelle Herausforderungen der Integrationsarbeit beraten und strategisch weiterentwickelt. Der Integrationsbeirat hat signalisiert, dass eine erneute Konferenz erforderlich ist, um bestehende Themen zu bündeln, weiterzuentwickeln und neue Impulse zu setzen. Sie bleibt damit ein zentrales Instrument der Integrationsarbeit im Bezirk und soll weiterhin regelmäßig durchgeführt werden.

Neben der Integrationsarbeit gewinnt auch die Frage der Inklusion zunehmend an Bedeutung. Während Integration vor allem die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte adressiert, zielt Inklusion auf die gleichberechtigte und barrierefreie Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen. Beide Handlungsfelder sind für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Bezirk zentral, unterscheiden sich jedoch in ihren fachlichen, rechtlichen und strukturellen Anforderungen.

Um beiden Handlungsfeldern fachlich gerecht zu werden und gleichzeitig Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen, soll künftig erprobt werden, in aufeinanderfolgenden Jahren eine Integrations- und eine Inklusionskonferenz durchzuführen. In diesem Jahr findet eine Integrationskonferenz statt, im darauffolgenden Jahr eine Inklusionskonferenz.

Die Integrationskonferenz 2026 soll wie bisher in enger Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeirat und der Bezirksverwaltung vorbereitet und durchgeführt werden.

r das Jahr 2027 ist erstmalig eine bezirkliche Inklusionskonferenz vorgesehen. Ziel ist es, gemeinsam mit Betroffenen, Initiativen, Fachleuten, Verwaltung und Politik konkrete bezirkliche Handlungsmöglichkeiten zu identifizieren und diese in umsetzbare Maßnahmen zu überführen. Vor der inhaltlichen Planung soll eine Sprecher:innenrunde stattfinden, um Themenfelder und Arbeitsformate strukturiert vorzubereiten.

Ziel bleibt die Schaffung einer landesrechtlichen Grundlage für verbindliche Beteiligungsstrukturen. Bis dahin dient das Vorgehen der inhaltlichen Vorbereitung und Erprobung entsprechender Formate.

Petitum/Beschluss

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:

Integrationskonferenz 2026

1. Die Verwaltung wird gebeten, gemeinsam mit dem Integrationsbeirat eine Integrationskonferenz im Jahr 2026 zu organisieren und durchzuführen.

2. r die Organisation und Durchführung der Integrationskonferenz 2026 werden bis zu 10.000 Euro aus dem Förderfonds konsumtiv zur Verfügung gestellt.

Inklusionskonferenz 2027

3. Im Jahr 2027 soll erstmals eine bezirkliche Inklusionskonferenz durchgeführt werden. Dabei sind notwendige Unterstützungs- und Assistenzbedarfe zu berücksichtigen.

4. Die Finanzierung der Inklusionskonferenz ist im Rahmen der Haushaltsmittel des jeweiligen Jahres auf Grundlage der Erfahrungen aus den Integrationskonferenzen auskömmlich sicherzustellen.

5, Die Verwaltung wird gebeten, frühzeitig vor der inhaltlichen Planung der Inklusionskonferenz gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Sport eine Sprecher:innenrunde einzuberufen, um Zielsetzung, Format und organisatorische Rahmenbedingungen vorzubereiten.

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