22-1990

Schluss mit der Verwahrlosung im Schanzenviertel – Anwohnerschutz und Sauberkeit endlich konsequent durchsetzen! Dringlicher Antrag der AFD-Fraktion

Antrag öffentlich

Letzte Beratung: 26.03.2026 Bezirksversammlung Ö 8.7

Sachverhalt

Die Zustände im Schanzenviertel, insbesondere im Bereich „Grüner Jäger“, Lerchenstraße und rund um die Feldstraße, haben ein für die Anwohner unzumutbares Maß erreicht. Trotz punktueller Maßnahmen erstickt das Viertel in Müll, Glasscherben und Uringestank. Die Lebensqualität der Bürger wird der rücksichtslosen Feierkultur und dem Profitstreben einiger Gastronomen und Kioskbetreiber untergeordnet.

Besonders kritisch ist das massive Aufkommen von Einwegverpackungen und Glasflaschen, die von Kiosken und Schnellimbissen (z. B. im Umfeld des Kiosks „Schanzenherz“) ohne Rücksicht auf die Entsorgungskapazitäten verkauft werden. Während einzelne Betreiberdurch Eigeninitiative (z. B. „Biggis Shop“) zeigen, dass Sauberkeit möglich ist, scheitert das bezirkliche Entsorgungskonzept an anderen Stellen kläglich. Die Bushaltestelle Feldstraße mit nur einem kleinen Abfalleimer ist hierfür ein Symbol behördlicherPlanlosigkeit.

Es ist nicht hinnehmbar, dass Anwohner die Lasten (Lärm, Gestank, Vermüllung) tragen, während die Profiteure des nächtlichen Verkaufs nicht in die Pflicht genommen werden. Wir fordern eine Abkehr von der bisherigen „homöopathischen“ Politik hin zu einer Infrastruktur, die dem tatsächlichen Besucheraufkommen gerecht wird.

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:

Der Bezirksamtsleiter wird gemäß § 19 BezVG gebeten, mit der Stadtreinigung Hamburg (SRH) in Kontakt zu treten um darauf hinzuwirken, dass:

  1. die Leerungsintervalle der Müllbehälter im Schanzenviertel an den Wochenenden und den Feiertagen signifikant erhöht werden und die Kapazitäten durch größere Unterflursysteme oder zusätzliche Großbehälter verstärkt werden;
  1. eine regelmäßige Nassreinigung der betroffenen Gehwege und öffentlichen Flächen (insbesondere im Bereich Grüner Jäger) etabliert wird, um die flächendeckende Geruchsbelastung durch Urin und Alkoholrückstände zu beseitigen.

Die Bezirksvewaltung wird gemaß § 19 BezVG beauftragt zu prüfen,

  1. zusätzliche Standorte für selbstreinigende öffentliche Toilettenanlagen im Viertel zu ermitteln und kurzfristig mobile Lösungen an den Wochenenden bereitzustellen;
  1. inwieweit ein Verbot von Glasflaschen im Außerhausverkauf für Kioske und Spätverkaufsstellen in den Abend- und Nachtstunden verhängt werden kann (analog zur Reeperbahn), um die Verletzungsgefahr durch Scherben zu bannen;
  1. die Bezirksversammlung bis zur nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses über konkrete Umsetzungsschritte und einen Zeitplan zur Entlastung der Anwohner zu informieren.
Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
26.03.2026
Ö 8.7
Anhänge

ohne

Lokalisation Beta
Schanzenviertel Lerchenstraße Feldstraße

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