Optimierung Parkraum Feierabendparken
Letzte Beratung: 03.06.2026 Mobilität Ö 6.6
Die angespannte Parksituation in vielen Quartieren des Bezirks Eimsbüttel stellt insbesondere in den Abend- und Nachtstunden eine erhebliche Belastung für Anwohnende dar. Gleichzeitig sind zahlreiche private Stellflächen – insbesondere auf Grundstücken von Schulen, Einzelhandels- oder Gewerbeunternehmen– außerhalb der Geschäftszeiten ungenutzt. Es erscheint daher notwendig, Maßnahmen zu ergreifen, um Ressourcen in Eimsbüttel doppelt nutzbar zu machen.
Düsseldorf gilt als deutsches Pioniermodell für „Feierabendparken“. Dort wurden Supermarktparkplätze gezielt für Anwohner geöffnet. Ergebnis: Entlastung des Parkdrucks, weniger Parksuchverkehr, Nutzung ungenutzter Nachtflächen.
Auch in Hamburger Bezirken gibt es bereits Initiativen:
So wird zum Beispiel im Bezirk Hamburg-Mitte zu Verbesserung der Parksituation in verdichteten Stadtgebieten das Pilotprojekt „Feierabendparken“ am Lidl-Standort Carl-Petersen-Straße durchgeführt. Es ähnelt Düsseldorf fast 1:1: private Flächen, abends/nachts, digitale Buchung, Pilotquartiere.
Die Grundidee ist, Parkplätze außerhalb normaler Nutzungs- und Öffnungszeiten zeitlich begrenzt für Anwohnende nutzbar zu machen. Ziel ist es, vorhandene Flächen effizienter zu nutzen, den Parksuchverkehr zu reduzieren und so Entlastung in dichtbesiedelten Quartieren zu schaffen – ohne neue Flächen zu versiegeln oder aufwendige bauliche Maßnahmen einzuleiten. Das Projekt wird in Kooperation zwischen öffentlicher Hand und privatem Betreiber umgesetzt und durch ein digitales Buchungssystem organisiert.
Erste Rückmeldungen deuten darauf hin, dass dieser Ansatz geeignet ist, bestehende Parkraumkonflikte pragmatisch abzumildern und gleichzeitig die Interessen des Einzelhandels zu berücksichtigen. Diese laufende Erprobung zeigt, dass pragmatische Kooperationen möglich sind, wenn Stadt und private Akteure gemeinsam an Lösungen arbeiten.
Auch im Bezirk Hamburg Nord wurde vor Kurzem ein ähnlicher Antrag beschlossen.
Wir sollten untersuchen, welche dieser bisher ungenutzten Doppelnutzungspotenziale auch in Eimsbüttel bestehen, und unter welchen Voraussetzungen diese Realisiert werden könnten.
:
Die Bezirksversammlung Eimsbüttel möge vor diesem Hintergrund beschließen:
Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten sich bei der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende dafür einzusetzen:
Benjamin Schwanke, Camilla Joyce Thiele, Lea Frickeund FDP Fraktion Eimsbüttel
keine
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