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Grünpatenschaften stärken! (Antrag der SPD- und GRÜNE-Fraktionen)

Antrag öffentlich

Letzte Beratung: 10.06.2026 Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Stadtnatur Ö 5.2

Sachverhalt

Grünpatenschaften sind eine wunderbare Form bürgerschaftlichen Engagements: Anwohnerinnen und Anwohner übernehmen Baumscheiben, kleine Grünflächen oder Straßenbegleitgrün vor ihrer Haustür und gestalten sie mit viel Herzblut nach ihren eigenen Vorstellungen, im Rahmen der Vorgaben durch die Grünerhaltung. Was daraus entsteht, kommt allen zugute:

  • mehr Vielfalt im Stadtbild und blühende Orte, die den Alltag schöner machen,
  • bessere Bedingungen für Insekten, Vögel und Kleinlebewesen mitten in der Stadt,
  • ein angenehmeres Mikroklima und zusätzliche Verdunstungskühle in heißen Sommern,
  • stärkere Nachbarschaften, weil Menschen beim gemeinsamen Gärtnern ins Gespräch kommen, und
  • eine wertvolle Unterstützung der Arbeit des Fachamts Management des öffentlichen Raumes.

In Hamburg-Mitte gibt es schon heute viele engagierte Grünpatinnen und Grünpaten, die dafür sorgen, dass ihr Bezirk grüner, bunter und lebendiger wird. Dieses Engagement verdient sichtbare Wertschätzung und ein Angebot, das es noch mehr Menschen leicht macht, mitzumachen.

Mit drei aufeinander abgestimmten und ressourcenschonend umsetzbaren Maßnahmen möchten wir das Angebot im Bezirk ausbauen: eine gut auffindbare Informationsseite, praktische Pflanzempfehlungen und ein einfaches PDF-Formular, mit dem sich eine Patenschaft unkompliziert per E-Mail anbahnen lässt.

Petitum/Beschluss

Beschluss:

Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte möge beschließen:

1. Das Bezirksamt wird gebeten, auf seiner Webseite (www.hamburg.de/mitte) eine eigene, zentral platzierte und leicht auffindbare Informationsseite zu Grünpatenschaften einzurichten. Diese soll insbesondere

  • Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner nennen,
  • über den Verfahrensweg, die rechtlichen Rahmenbedingungen (insbesondere Verkehrssicherungspflicht, Laubentsorgung nach Hamburgischem Wegegesetz) sowie die Gestaltungsspielräume informieren,
  • auf die Ausweisung der Grünpatenschaft und die Möglichkeit der kostenlosen Entsorgung von Schnitt- und Pflanzgut bei der Stadtreinigung hinweisen,
  • gute Praxisbeispiele aus dem Bezirk abbilden
  • eine Karte mit bestehenden Patenschaften publizieren und mindestens jährlich zu aktualisieren.[JW1]

2. Das Bezirksamt wird gebeten, in Anlehnung an das bewährte Informationsblatt des Bezirksamts Eimsbüttel eine eigene, auf die Standortbedingungen in Hamburg-Mitte zugeschnittene Pflanzempfehlung zu erarbeiten und auf der Webseite zum Download bereitzustellen. Diese soll

  • zwischen Beeten ohne Bäume und Beeten mit Bäumen (Baumscheiben) differenzieren,
  • insektenfreundliche, standortgerechte und pflegeleichte Pflanzenauswahl fördern,
  • auf ökologisch problematische oder ungeeignete Arten hinweisen und
  • Hinweise zum Umgang mit Trockenphasen sowie zur Bewässerung enthalten.

3. Das Bezirksamt wird gebeten, ein knappes und digital ausfüllbares PDF-Formular zu erstellen, mit dem interessierte Bürgerinnen und Bürger eine Grünpatenschaft anfragen können. Das Formular soll auf der Informationsseite zum Download bereitstehen und am Computer ausgefüllt sowie per E-Mail an das Fachamt Management des öffentlichen Raumes übersandt werden können. Es soll insbesondere folgende Angaben abfragen:

  • Kontaktdaten der anfragenden Person(en),
  • Standort der gewünschten Fläche (Adresse und möglichst präzise Lagebeschreibung, gegebenenfalls mit Foto),
  • ungefähre Flächengröße und vorhandener Bewuchs,
  • Vorstellungen zur Gestaltung und Pflege sowie
  • etwaig Raum für Rückfragen und Hinweise.

Nach positiver Prüfung der Eignung durch das Fachamt soll den Antragstellenden zeitnah eine Patenschaftsvereinbarung zur Unterzeichnung digital übersandt werden.

4. Das Bezirksamt wird gebeten, dem Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Stadtnatur innerhalb von sechs Monaten über den Sachstand der Umsetzung zu berichten.

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