21-2807

Überschwemmungs- und Umweltschutz an der Kollau

Gemeinsamer Antrag

Letzte Beratung: 14.04.2022 Hauptausschuss Ö 9.3

Sachverhalt

Am Mittwoch, den 02.02.2022 wurde in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Bezirksamtsleiter, dem Senator für Inneres und Sport, dem Senator für Finanzen und dem FC St. Pauli eine Absichtserklärung unterzeichnet, welche einen Ausbau des Trainings- und Leistungszentrums an der Kollaustraße vorsieht. Die dafür benötigte Fläche soll auf einem im Privatbesitz befindlichen Grundstück realisiert werden. Diese Fläche befindet sich direkt angrenzend an die Kollau und ist als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen.

Die Bezirkspolitik wurde zu dem Zeitpunkt nicht über die Verfahren informiert bzw. eingebunden. Damit diese Planungen auch unter umwelttechnischen Gesichtspunkten betrachten werden, ist eine bessere Einbindung in Zukunft nötig.

Petitum/Beschluss
  1. Die Bezirksversammlung kritisiert das bisherige intransparente Vorgehen der Bezirksverwaltung sowie der Behörde für Inneres und Sport. Gleichzeitig wird das Projekt bei sinnvoller Umsetzung als Chance für den Profi- und Breitensport in Eimsbüttel betrachtet.
  2. Die Bezirksamtsleitung wird gebeten, dass Projekt im Sinne des Umwelt- und Überschwemmungsschutzes zu betrachten. Der Vorsitzende der BV wird gebeten, sich bei der Behörde für Inneres und Sport, der Finanzbehörde und der Behörde für Wirtschaft und Innovation dafür einzusetzen, folgende Aspekte zu berücksichtigen:

2.1. Es soll geprüft werden, ob neben der Mindestvorgabe durch das Wasserhaushaltsgesetz, das Wasseraufnahmevolumen zusätzlich gesteigert werden kann und weitere Flächen als Kompensation entsiegelt werden können.

2.2. Es soll geprüft werden, ob eine Entgradigung und Renaturierung der Kollau analog zu den bereits flussaufwärts umgesetzten Maßnahmen weiter ausgeführt werden kann.

2.3. Der bestehende Naturwert durch die Rasenfläche muss innerhalb der unmittelbaren Umgebung ausgeglichen werden, die Kosten dafür soll nicht der Bezirk tragen.

2.4. Es muss sichergestellt werden, dass bei den geplanten Kunstrasenplätzen kein Kunststoffgranulat oder andere umweltschädlichen Stoffe eingesetzt werden. Dies wäre auf Grund von Verwehungen und Überschwemmungen komplett zu unterbinden.

  1. Im Zuge der Diskussionen um die Überschwemmungssituation der Kollau ist die Brücke der Güterumgehungsbahn über die Niendorfer Straße als Hindernis für einen Wasser-abfluss identifiziert worden. Daher soll dargestellt werden, wie mit Hilfe baulicher Maß-nahmen ein geregelter Abfluss möglich gemacht werden kann, um die geplanten Sport-flächen zu entlasten und welche Kosten solche Maßnahmen voraussichtlich nach sich ziehen.
  1. Über den Stand der Umsetzung dieses Antrags ist dem Ausschuss für Grün, Nachhaltig, Umwelt, Verbraucherschutz, Wirtschaft und Digitalisierung (GNUVWDi) unter Zuladung des Regionalausschusses Lokstedt, Niendorf, Schnelsen (RaLoNiS) bis spätestens zum Ende des dritten Quartals 2022 zu berichten.

Jan Koriath, Ali Mir Agha und GRÜNE-Fraktion

Rüdiger Kuhn und CDU-Fraktion

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
Lokalisation Beta
Kollaustraße Niendorfer Straße

Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.

Themen Beta

Die Themen werden automatisch anhand von Stichworten, Ausschüssen und Orten zugeordnet und können daher unvollständig oder falsch sein.