21-1621

Stand zum Neubau einer Synagoge in Eimsbüttel vorstellen

Gemeinsamer Antrag

Letzte Beratung: 28.01.2021 Bezirksversammlung Ö 9.9

Sachverhalt

Nach Haushaltsverhandlungen auf Bundesebene und sich intensivierenden öffentlichen Diskussionen (vgl. bspw. www.bornplatzsynagoge.org & www.abendblatt.de///Geschichte-laesst-sich-nicht-rueckgaengig-machen.html) wird das Thema Synagogen-Bau in Hamburg konkreter. Bezirkspolitiker*innen von Eimsbüttel als zentralem Partner in diesem Vorhaben begrüßen dies ausdrücklich und unterstreichen ihre Absicht zur Mitgestaltung und zur Förderung jüdischen Lebens in Eimsbüttel und Hamburg.

Am 5. Dezember 2019 hatte die Bezirksversammlung Eimsbüttel diesbezüglich in einem von allen demokratischen Fraktionen unterzeichneten Antrag (Drucksache 21-0375) mit Nachdruck das Anliegen begrüßt „am Joseph-Carlebach-Platz wieder eine Synagoge zu errichten – ein neues Wahrzeichen jüdischen Lebens in Eimsbüttel und Hamburg.“ Möglichkeiten der politischen Unterstützung sollten geprüft werden. Die Bezirksamtsleitung wurde gebeten, die Beteiligungsmöglichkeiten Eimsbüttels zu ermitteln, insbesondere sollte dabei auf die „Geschichte der Bornplatz-Synagoge und ihrer Zerstörung“, auf „die derzeit genutzte, stark renovie­rungsbedürftige und denkmalgeschützte Synagoge Hohe Weide“ (ebenfalls in Eims­büttel gelegen) und auf die „räumlichen und finanziellen Möglichkeiten für einen Synagogen-Neubau am Joseph-Carlebach-Platz/Platz/“ mitsamt des Bodenmosaiks von Margrit Kahl sowie auf den „denkmal­geschützten Luftschutzbunker“ eingegangen werden.

In alle Prozesse sollten dem Antrag folgend neben Vertreterinnen und Vertretern der Eimsbütteler und Hamburger Politik und Verwaltung vor allem verschiedene Akteurinnen und Akteure des jüdischen Lebens einbezogen werden. Ergebnisse sollen der Bezirkspolitik vor­gestellt werden.

Damit setzt sich die Bezirksversammlung für den alten Standort der Bornplatzsynagoge, dem heutigen Joseph-Carlebach-Platz, ein. Sie befürwortet ausdrücklich, dass dort ein neues Wahr­zeichen jüdischen Lebens in Eimsbüttel entsteht und sieht ergebnisoffene Diskussionen über die architektonische Gestaltung des Neubaus als wichtigen Schritt hin zu einem zukunfts­weisenden und zugleich geschichtsbewussten Wahrzeichen.

Vor diesem Hintergrund begrüßt die Bezirksversammlung die Ankündigung des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde im Abendblatt vom 31. Dezember 2020: „Wir werden intensiv mit denjenigen, die unsere Gemeinde beim Wiederaufbau unterstützen, über das Wie des Aufbaus ins Gespräch gehen“, sagt Philipp Stricharz.

Petitum/Beschluss

1) Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, die Bezirksversammlung Eimsbüttel schnellstmöglich über den derzeitigen Stand zum Thema Synagogen-Neubau in Eimsbüttel zu informieren und den Beschluss der Bezirksversammlung vom 28. November 2019 (Drucksache 21-0375 „Unterstützung des Synagogen-Neubaus am Joseph-Carlebach-Platz/Bornplatz – gemeinsam jüdisches Leben in Eimsbüttel fördern“) umzusetzen. Dabei soll u.a. auf die Möglichkeiten der politischen Unterstützung (s.o.) eingegangen werden.

2) Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird zudem gebeten, zum Auftakt des Aus­tausches die Jüdische Gemeinde in Hamburg für die Februarsitzung der Bezirks­versammlung einzuladen, um der Gemeinde die Möglichkeit zu geben, die Geschichte der Bornplatz-Synagoge bzw. deren historische Bedeutung wie auch den Vorgang der Zerstörung darlegen zu können.

Sebastian Dorsch, Ali Mir Agha, Carl Maria Bohny, Aramak Erk, Jost Leonhardt Fischer, Harald Hassel­mann, Lynne Hunter, Robert Klein, Kevin Köhler, Jan Koriath, Cornelia Kost, Dietmar Kuhl­mann, Gabriela Küll, Jim Martens, Lutz Schmidt, Falk Schmidt-Tobler, Nina Schübel, Nico Thies, Kathrin Warnecke (GRÜNE-Fraktion)
Andreas Birnbaum, Hans-Hinrich Brunckhorst, Sören Ehrlich, Sascha Greshake, Jutta Höflich, Christian Holst, Rüdiger Kuhn, A. W. Heinrich Langhein, Andreas Stonus (CDU-Fraktion)

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
Lokalisation Beta
Synagoge Hohe Weide Joseph-Carlebach-Platz Hohe Weide

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Themen Beta

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