22-0890

Smarte Lösung gegen den Wohngeldstau

Antrag

Letzte Beratung: 24.04.2025 Bezirksversammlung Ö 9.2

Sachverhalt

Die Bearbeitung von Wohngeldanträgen dauert in Hamburg derzeit durchschnittlich rund 16 Wochen, im Bezirk Eimsbüttel sogar bis zu 18 Wochen (Drs.-Nr.: 22-0184). Diese langen Wartezeiten stellen für viele Antragstellende eine erhebliche Belastung dar – denn mit jedem weiteren Wartemonat wächst die Unsicherheit über die eigene finanzielle und existenzielle Stabilität.

Andere Städte setzen bereits erfolgreich auf digitale Unterstützung: In Nürnberg ist seit Anfang 2024 ein KI-gestütztes System im Einsatz, das Wohngeldanträge automatisiert auf Vollständigkeit und Plausibilität prüft. Auch Hannover hat zum 1. März 2025 ein KI-Assistenzsystem eingeführt, das unvollständige Anträge erkennt, fehlende Unterlagen anfordert und die Bearbeitung spürbar beschleunigt.

Diese Beispiele zeigen, wie Künstliche Intelligenz dazu beitragen kann, Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten und Bürger*innen schneller die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie benötigen. Auch für Eimsbüttel ist es an der Zeit zu prüfen, ob ein vergleichbares System sinnvoll eingeführt werden kann.

Petitum/Beschluss

Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung zu bitten, sich beim zuständigen Amt für IT und Digitalisierung der Freien und Hansestadt Hamburg dafür einzusetzen dass,:

  1. die Einführung einer KI-gestützten Antragsbearbeitung im Bereich Wohngeld geprüft wird. Dabei soll insbesondere berücksichtigt werden, ob und in welcher Form die in Nürnberg und Hannover erfolgreich implementierten Modelle zur automatisierten Unterstützung der Sachbearbeitung auf Hamburg übertragen werden können.
  1. der Ausschuss für Wirtschaft, Digitales und Verbraucherschutz zeitnah über die Ergebnisse dieser Prüfung informiert wird.
  1. bei einem positiven Prüfergebnis die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden, um eine entsprechende KI-Lösung auch im Bezirk Eimsbüttel einzuführen.

Armita Kazemi und SPD-Fraktion Eimsbüttel

Benjamin Schwanke und FDP-Fraktion

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