21-2578

Perspektivische Aufwertung des Tibarg-Süd

Antrag

Bera­tungs­reihen­folge
Gremium
TOP
21.02.2022
07.02.2022
27.01.2022
Sachverhalt

Im Oktober 2002 hat das Tibarg Center seine Pforten geöffnet und schreibt seither eine Erfolgsgeschichte. Die Entscheidung, das Center an den nördlichen Rand der ehemaligen Hauptstraße Niendorfs zu platzieren, die damals bereits zur Fußgängerzone umgestaltet worden war, hat jedoch keinen positiven Effekt auf den südlichen Bereich des Tibargs gehabt. Durch die Länge der Einkaufszone und die sukzessive Verlagerung attraktiver Anziehungspunkte in den nördlichen Bereich (u.a. Deutsche Post, Haspa) und die etwas verloren wirkende Errichtung des noch heute existierenden Pavillons, der darüber hinaus auch die historische Sichtbeziehung auf die Niendorfer Kirche zerstörte, ist es nach intensiver Diskussion bereits 2007 zu einer ersten grundlegenden baulichen Veränderung auf dem Tibarg gekommen. Die Einrichtung von 21 Kurzzeitparkplätzen hat den Tibarg komprimiert, leider jedoch nicht zu einer grundlegenden Belebung des ansonsten attraktiven Herzstückes von Niendorf beigetragen.

Vor dem Hintergrund weiterer geplanter baulicher Veränderungen im nördlichen Bereich des Tibargs zwischen den Straßen Zum Markt und dem Garstedter Weg, ist es notwendig, Grundlagen zu erarbeiten, den Tibarg-Süd erneut nachhaltig zu verändern.

Schwierig ist hier die inhomogene Baustruktur mit in Gestaltung, Höhe und Nutzbarkeit sehr unterschiedlichen Baukörpern, die im Besitz einer Vielzahl von Grundeigentümern sind.

 

Ziel sollte es daher sein, die Baustruktur so zu verändern, dass

-          ein Kontrapunkt auf Höhe des Niendorfer Busbahnhofes zum Center gesetzt wird, um ein Verkürzen des Tibargs zu manifestieren.

-          im Erdgeschossbereich Einzelhandel ermöglicht wird, während auf mehreren Etagen attraktiver Wohnungsbau entsteht.

-          baurechtliche Voraussetzungen geschaffen werden, durch Abriss und Neubau bestehender Gebäude eine homogenere Baustruktur zu entwickeln und Sichtbeziehungen zur Niendorfer Kirche zu ermöglichen.

-          jederzeit eine Durchwegung z.B. in Form von Durchgängen in den Baukörpern mit einer Verbindung zwischen dem nördlichen und südlichen Bereich zu gestatten, um im Rahmen von Veranstaltungen den gesamten Tibarg nutzen zu können.

-          eine Aufweitung des südlichen Tibarg inkl. der gefangenen Parkplatzflächen, die früher als Kehrstelle für die Straßenbahn gedient haben, zu ermöglichen, um dem Namen Niendorfer Marktplatz wieder zu entsprechen.

 

 

Petitum/Beschluss

:

Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, einen mehrstufigen Prozess anzustoßen, bei dem

  1. dem RALoNiS (ggf. in einem nichtöffentlichen Teil) durch die Stadtplanungsabteilung des Bezirksamtes die baurechtliche Situation, die Eigentümerstruktur und die internen Planungen der Wirtschaftsförderung zur Entwicklung des Niendorfer Zentrums dargestellt werden.
  2. Unter Beteiligung des BID Tibarg, der Grundeigentümer, Anwohnerinnen und Anwohner und ggf. gewerblicher Mieter einen runden Tisch zu organisieren, um die unterschiedlichen Sichtweisen und Interessen hinsichtlich der weiteren Entwicklung auszuloten.
  3. Einen Ideenwettbewerb im Dialog mit der Niendorfer Bevölkerung zu starten, wie diese sich die Entwicklung des Tibargs vorstellt.
  4. Die baurechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, dass die erarbeiteten Ideen im Zuge eines Bebauungsplanes mittelfristig umgesetzt werden können.
     

 

Rüdiger Kuhn, Andreas Stonus und CDU-Fraktion

 

 

Anhänge

keine