21-1032

Erklärungstafel an der Eimsbütteler Brücke

Beschlussempfehlung Ausschuss

Bera­tungs­reihen­folge
Gremium
TOP
18.06.2020
Sachverhalt

Bisherige Beratungsfolge

am

TOP

Drucksache

Ergebnis

HaKuS (Antrag der SPD-Fraktion) 

02.06.2020

11.1

21-0819

Empfehlung einstimmig

 

Die  zwischen Bundesstraße und Osterstraße befindliche Eimsbütteler Brücke steht unter Denkmalschutz. Am Brückengeländer sind Verzierungen eingewoben, welche Ähnlichkeit mit Hakenkreuzen aus der NS-Zeit aufweisen. Die Kreuze sind zwar nicht auffällig aber trotzdem permanent präsent im Stadtbild. Nach Recherche durch die Geschichtswerkstatt Eimsbüttel konnte festgestellt werden, dass die Verzierungen an der 1911 erbauten Brücke nicht mit dem später aufkommenden Nationalsozialismus in Verbindung stehen. Vielmehr handelt es sich um ein Gestaltungselement aus der wilhelminischen Zeit.[1]

Dennoch gab es in den letzten Jahren vermehrt kritische Bürgeranfragen bzgl. der Symbolik an der Eimsbütteler Brücke. Auch wenn diese Verzierungen nicht mit der NS-Zeit in Zusammenhang stehen, werden sie zumeist als Nazi-Symbolik wahrgenommen. Gerade mit Blick auf die Geschichte ist es wichtig, über entsprechende Symbole aufzuklären und diese kritisch im Zeitkontext – besonders mit Blick auf die Bedeutung der Symbolik zur NS-Zeit – zu bewerten und zu erläutern.

Da die Eimsbütteler Brücke unter Denkmalschutz steht, kommt eine Veränderung an der Bausubstanz nicht in Betracht.

Entsprechend sollte die Symbolik mit einer Erklärungstafel vor Ort historisch eingeordnet und kommentiert werden.

 

Anhänge

keine