22-1368

„Bessere Busanbindung für Stellingen-Süd - Integration des Försterwegs in das hvv-Liniennetz prüfen“ Drs. 22-1202, Beschluss der BV vom 26.06.2025

Mitteilungsvorlage der/des Vorsitzenden

Sachverhalt

Stellungnahme der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM):

Die BVM nimmt teilweise auf Grundlage von Auskünften der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) wie folgt Stellung:

Die Stadtbuslinien 115 und 183 verkehren geradlinig entlang der Kieler Straße und ergänzen sich dort zu einem gleichmäßigen Takt. In den Hauptverkehrszeiten an Werktagen ist von der Holstenstraße bis zum Eidelstedter Platz ein dichter 10-Minuten-Takt vorhanden. Dabei haben beide Linien in Lastrichtung eine hohe Auslastung, wobei ein erheblicher Teil der Fahrgäste schon nördlich der Volksparkstraße, ein weiterer Teil im Abschnitt zwischen Volksparkstraße und Langenfelder Damm in diese Linien einsteigt.

Durch die Verschwenkung einer dieser Linien über den Försterweg wäre die Vertaktung beider Linien unterbrochen. Zudem wäre durch den deutlich längeren Linienweg über den Försterweg und die nicht mehr vorhandene Vertaktung jene Buslinie, welche in der Kieler Straße verbleibt, für die meisten Fahrgäste deutlich attraktiver und folglich so stark nachgefragt, dass diese regelmäßig überfüllt wäre. Im Gesamten wäre somit die nachfrageorientierte Funktion dieser beiden Linien im Abschnitt Eidelstedter Platz S Holstenstraße in ihrer jetzigen Form deutlich gestört. Deshalb wird nachfrageorientiert keine Möglichkeit gesehen, eine dieser Linien über den Försterweg zu verschwenken.

Nur einzelne Fahrten über den Försterweg anzubieten, die dabei nicht zu den Hauptverkehrszeiten verkehren, wird als nicht zielführend angesehen, da diese der voraussichtlichen Nachfrage in keiner Weise gerecht werden.

Grundsätzlich aber wird der Bedarf für eine Erschließung des Försterwegs mit dem Öffentlichen Personennahverkehr auch seitens BVM, Hamburger Verkehrsverbund GmbH und HOCHBAHN gesehen.

Unabhängig von der derzeit nicht sichergestellten Finanzierung, sind die infrastrukturellen Voraussetzungen für ein regelhaftes Busangebot im Försterweg noch nicht gegeben. Der Försterweg ist Teil einer Tempo 30-Zone, wobei die Geschwindigkeitsreduzierung durch zahlreiche bauliche Fahrbahnverengungen unterstützt wird. Es gilt an den zahlreichen Einmündungen Rechts-vor-Links. In teilweise sehr langen zusammenhängenden Abschnitten ist das Parken am Fahrbahnrand wechselseitig zulässig, was den zur Verfügung stehenden Straßenraum weiter schmälert. In der jetzigen Form ist der Försterweg, als einzige grundsätzlich im Gebiet für Busverkehrrelevante Straße, nicht für einen zuverlässigen Busverkehr im Zwei-Richtungs-Betrieb geeignet. Hier sind zunächst Maßnahmen zu planen und zu realisieren, die einen Busverkehr ermöglichen. Dazu können beispielsweise die Schaffung von Begegnungsbereichen oder die Umgestaltung der Fahrbahnverengungen auch im Zusammenhang mit zukünftigen Bushaltestellen gehören.

Darüber hinaus stellt eine eigene infrastrukturelle Herausforderung die möglichst direkte Anbindung der S-Bahnstation Langenfelde dar. Durch die Lage der Station und ihrer Zugänge ist sie ausschließlich über Gehwege erreichbar, eine direkte Anfahrbarkeit durch Kfz inkl. Busse ist nicht gegeben. Hierzu ist in Prüfung, ob die Anbindung vorteilhafterweise östlich (Umfeld Kirche Zum guten Hirten) oder westlich bzw. südwestlich der S-Bahnstation im Försterweg erfolgen sollte. In der Folge ist die Nutzbarkeit der Gehwege (teilweise privater Grund), deren Barrierefreiheit sowie eine ausreichende Beleuchtung zu prüfen und ggf. nachzubessern.

Petitum/Beschluss

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

Anhänge

keine

Lokalisation Beta
Kieler Str. Holstenstraße Eidelstedter Pl. Volksparkstraße Langenfelder Damm

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