21-3954

Beratung im Eimsbütteler Pflegestützpunkt in mehreren Herkunftssprachen ermöglichen Drs. 21-3909, Beschluss der BV vom 01.06.2023

Mitteilungsvorlage der/des Vorsitzenden

Bera­tungs­reihen­folge
Gremium
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29.06.2023
20.06.2023
Sachverhalt

mit dem o.g. Antrag hat die Bezirksversammlung Eimsbüttel folgendes Anliegen dargestellt:

 

Sachverhalt:

Wie in allen Bezirken leben auch im Bezirk Eimsbüttel Menschen unterschiedlicher Herkunft. Nicht alle unter ihnen sind in der deutschen Sprache so gut angekommen, dass sie Beratungsangebote annehmen und verstehen können. Menschen, die in der ersten Generation zu uns kamen und auf sich allein gestellt waren, was die Integration in eine neue Gesellschaft und das Erlernen einer neuen Sprache angeht, empfangen heute Rentenleistungen und der Anteil derjenigen, die gepflegt werden müssen, steigt. 14,9 Prozent der Eimsbütteler*innen hatten Ende 2021 (Quelle. Statistisches Landesamt für Hamburg und Schleswig-Holstein: Ausländische Bevölkerung in Hamburg am 31.12.2021) – also noch vor Beginn der russischen Invasion in der Ukraine und der daraus resultierenden hohen Zahl an aufgenommenen Geflüchteten in 2022 – keinen deutschen Pass. Die meisten der Mitbürger*innen, die nicht aus EU-Staaten kommen, stammen aus der Türkei, Afghanistan, dem Iran und Syrien. Es ist ein unter Familien mit Migrationsgeschichte weit verbreiteter Wunsch ihre Angehörigen zuhause zu pflegen. Die Pflegearbeit wird in der Regel von Familienmitgliedern übernommen. Viele von ihnen beherrschen die deutsche Sprache nur mäßig. Um die nötigen Informationen zu erhalten, wie z.B. zur Beantragung eines Pflegegrades, über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Betreuung und Pflege, zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten in ihrer Wohnumgebung, die die zu Pflegenden bzw. die pflegenden Angehörigen entlasten könnten, brauchen sie die Beratung durch den Pflegestützpunkt in ihrer Muttersprache. Nur so haben sie die Möglichkeit, diese komplexen Themen so angemessen zu verstehen, dass sie den jeweiligen Nutzen von Maßnahmen abwägen können. Im Pflegestützpunkt Harburg wird aus diesem Grund die Beratung für Migrant*innen in unterschiedlichen Sprachen mit Erfolg durchgeführt. Beschluss:

 

Der Vorsitzende der Bezirksversammlung möge sich bei der Fachbehörde dafür einsetzen, dass in dem Pflegestützpunkt Eimsbüttel nach dem Vorbild des Pflegestützpunkts Harburg Beratung in unterschiedlichen Herkunftssprachen angeboten werden. Zunächst in den Sprachen Türkisch, Farsi/Dari und Arabisch.

 

Die Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration (Sozialbehörde) nimmt zu dem o. g. Beschluss wie folgt Stellung:

 

Die Gestaltung des Beratungsangebotes liegt sehr weitgehend in der Hand des Bezirksamtes. Daher sollte eine Stellungnahme durch das Bezirksamt erfolgen.

 

 

Petitum/Beschluss

:

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

 

 

Anhänge

keine