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250 Jahre Kirche am Niendorfer Marktplatz - Initiative zur Neugestaltung des Kirchenvorplatzes und der Nebenflächen

Gemeinsamer Antrag

Bera­tungs­reihen­folge
Gremium
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18.03.2019
Sachverhalt

Das bedeutendste Bauwerk im Stadtteil Niendorf feiert in den Jahren 2019/2020 sein 250-jähriges Jubiläum: Die evangelisch-lutherische Kirche am Markt, die nach dem Michel als wichtigstes Barockbauwerk Hamburgs gilt und weit über den Stadtteil hinaus bekannt ist.

Der achteckige Bau wurde ab 1769 errichtet und war 1770 so weit fertiggestellt, dass er geweiht werden konnte.

 

Angrenzend an die Kirche liegt der Alte Niendorfer Friedhof mit seinem prachtvollen Baumbestand, den Familiengruften und kunstvollen Grabmalen aus den vergangenen Jahrhunderten.

 

Entwicklungspotential hat nach wie vor der nordöstlich der Kirche gelegene Bereich. Hier befinden sich neben Parkplätzen Wegeflächen der Kirchengemeinde, der benachbarten Schule und des Bezirksamtes, die überarbeitet werden müssten. Dieser Bereich bildet zudem - für viele auswärtige Menschen nicht wahrnehmbar - den Eingang“ ins Niendorfer Gehege.

 

Seitens der Kirchengemeinde Niendorf, des Bezirks und weiterer Akteure sind bereits Planungen und Überlegungen angestellt worden, wie man gemeinsam den Kirchenvorplatz neu gestalten könnte. Für ein Gutachten/Pflege- und Entwicklungskonzept wurden von der Kirchengemeinde bereits Angebote eingeholt.

 

Anlässlich des bedeutenden Jubiläums will auch die Kommunalpolitik einen Beitrag dazu leisten, dass zum historischen Geburtstag die Flächen rund um die Kirche fit für die kommenden 250 Jahre“ gemacht werden.

 

Petitum/Beschluss

1. Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, zusammen mit der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Niendorf einen Planungsprozess zur Neugestaltung des Kirchenvorplatzes und der Nebenflächen zu initiieren, die bezirklichen Flächen in die Planung mit einzubringen und in den Prozess die Anna-Warburg-Schule bzw. Schulbau Hamburg, die Försterei und den Verein Pro Niendorfer Gehege mit einzubeziehen. Im Prozess sollen auch Möglichkeiten der Wiederherstellung von besseren Verbindungen zwischen Niendorfer Kirche und dem Niendorfer Zentrum rund um den Tibarg erörtert werden.

 

2. Der Ev.-Luth. Kirchengemeinde als Vorhabenträgerin der Gesamtplanung werden für die Erstellung eines Gutachtens bzw. eines Pflege- und Entwicklungskonzepts bis zu 15.000 Euro aus bezirklichen Sondermitteln bereitgestellt.

 

3. Dem Regionalausschuss Lokstedt ist zeitnah über Planung und Umsetzung des Vorhabens zu berichten.

 

 

 

Ines Schwarzarius, Wilfried Mahnke, Jutta Seifert, Torge Urbanski und SPD-Fraktion

Sebastian Dorsch, Ali Mir Agha und GRÜNE-Fraktion

 

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