22-0649

Winterdienst-Chaos in Bergedorf: Mangelhafte Räumung und Streuung nach den Schneefällen vom 2. und 3. Januar 2026

Auskunftsersuchen nach § 27 BezVG

Sachverhalt

Kleine Anfrage

derBAbg. Krohn, Seiler, Winkelbach, Meyer, Zimmermann, Schander, Unbehauen

und AfD Fraktion Bergedorf

Am Freitag, dem 2. Januar 2026, sowie am darauffolgenden Samstag, dem 3. Januar, kam es im Bezirk Bergedorf zu teils starken Schneefällen. Eine Begehung und Umfrage unserer Fraktion am 5. Januar 2026 ergab ein besorgniserregendes Bild hinsichtlich der Verkehrssicherheit und der Räumpflichten.

hrend die Fahrbahnen der Hauptverkehrsstraßen größtenteils durch den fließenden Verkehr schneefrei wurden, präsentieren sich Nebenstraßen und Wohngebiete als gefährliche Eisbahnen aus festgefahrenem Schnee. Besonders desaströs ist die Situation für Fußnger und Nutzer des ÖPNV: Viele Gehwege sind entweder mit tiefem Schneematsch bedeckt oder durch Festtreten zu massiven Eisschichten gefroren. An Ampelüberngen und Bushaltestellen türmen sich die Schneemassen so hoch, dass ein gefahrloses Ein- und Aussteigen oder das Queren der Straße kaum möglich ist. Radwege sind im gesamten Bezirk oft nicht einmal mehr als solche zu erkennen.

Dieser Zustand betrifft nicht nur einzelne Straßenzüge, sondern ist im gesamten Bezirk festzustellen, was auf ein systematisches Versagen oder eine massive Unterkapazität des Winterdienstes hindeutet.

Vor diesem Hintergrund fragen wir:

  1. Kapazitäten und Einsatzplanung
  1. Wie viele um- und Streufahrzeuge (bezirkseigene sowie von der Stadtreinigung für Bergedorf abgestellte) standen für das Wochenende vom 2. bis 4. Januar 2026 zur Verfügung?
  1. Wie viele dieser Fahrzeuge waren zu welchen Zeiten (bitte um schichtweise Auflistung) im Bezirk Bergedorf tatsächlich im Einsatz?
  1. Wie viele Personalkräfte wurden im genannten Zeitraum spezifisch für den manuellen Winterdienst (z. B. an Haltestellen und Übergängen) eingesetzt?
  1. Welche privaten Firmen wurden mit der Schneebeseitigung oder dem Streuen beauftragt, welche konkreten Leistungen wurden gebucht, und wurde die vertragsgemäße Ausführung der Arbeiten kontrolliert?
  1. Analyse der Mängel
  1. Wie erklärt die Verwaltung bzw. das Bezirksamt die offensichtlichen Mängel bei der Schneebeseitigung auf Nebenstraßen, Gehwegen und an Bushaltestellen trotz des zeitlichen Vorlaufs seit dem Schneefall am Freitag?
  1. Warum wurde die Bildung von Eisschichten auf den Nebenstraßen nicht durch frühzeitiges Räumen oder Streuen verhindert?
  1. Nach welchen Prioritätsstufen erfolgt die Räumung im Bezirk, und warum wurden zentrale Punkte der Nahmobilität (Bushaltestellen, Ampelbereiche) bis zum 5. Januar offensichtlich vernachlässigt?
  1. Wie bewertet das Bezirksamt das erhöhte Unfallrisiko für Senioren und mobilitätseingeschränkte Personen durch die aktuelle Situation auf den Gehwegen?
  1. Zukunftssicherung
  1. Welche konkreten Schritte plant das Bezirksamt, um ein solches Winterdienst-Versagen bei künftigen Wetterereignissen zu verhindern?
  1. Gibt es Pläne, die umkapazitäten für Radwege und Gehwege im Bezirk aufzustocken oder die Koordination mit der Stadtreinigung Hamburg (SRH) zu optimieren?
Petitum/Beschluss

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