Warum verfolgt die Stadt das Konzept Nette Toilette nicht weiter?
Auskunftsersuchen
der BAbg. Wegner, Zaum, Froh und Fraktion der CDU
Seit Jahren kommt ein Thema aus verschiedensten Gründen in Bergedorf immer wieder zum Vorschein: Der Mangel an öffentlichen Toiletten. Sei es an Spielplätzen, Grünanlagen oder stark frequentierten Orten. Im gesamten Bezirk Bergedorf sind, abseits der Badeseen und Bahnhöfe, aktuell nur drei bekannt. Für einen Bezirk in dieser Größe unzumutbar. Da eine einzige neue öffentliche Toilette mindesten einen sechsstelligen Betrag für den Bau und jährlich fünfstellige Beträge für den laufenden Unterhalt benötigt, ist es dennoch nachvollziehbar.
Es gibt aber andere Ansätze, um den Zugang im öffentlichen Raum zu erhöhen und so akut Abhilfe zu schaffen. Ein Beispiel ist die „Nette Toilette“. Hier handeln Städte und teilnehmende Betriebe Hand in Hand, um den Bürgerinnen und Bürgern ein möglichst enges Netz an frei zugänglichen Toiletten zur Verfügung zu stellen.
Die teilnehmenden Betriebe stellen ihre Toiletten kostenlos zur Verfügung und erhalten dafür eine finanzielle Unterstützung durch die Stadt. Die Stadt erspart sich die Herstellung eigener öffentlicher Toiletten und ist auch für den laufenden Unterhalt nicht zuständig. Die Betriebe haben den Vorteil einer kleinen Zusatzeinnahme, können aber eventuell als Nebeneffekt neue Kunden gewinnen. Die Bürgerinnen und Bürger profitieren durch die verbesserte Versorgung. Eigentlich eine Win/Win/Win-Situation. Umso erstaunlicher ist es, dass die zuständige Behörde schon Mitte 2024 (Drs. 21-1414.06) mitgeteilt hat, dass das Konzept der „Netten Toilette“ bereits geprüft wurde und in Hamburg nicht weiterverfolgt werde.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die zuständige Behörde:
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